Doppelschlacht von Jena und Auerstedt

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Die Schlacht bei Jena, Schlachtszene. Von den auf preußischer Seite kämpfenden rund 53.000 Soldaten der Preußischen Armee fallen etwa 10.000. Weitere 10.000 werden gefangengenommen. Napoleon Bonaparte setzt von seinen über 95.000 Soldaten nur 54.000 ein und muß etwa 7.500 Tote beklagen.

Die Schlacht bei Jena und Auerstedt fand am 14. Oktober 1806 statt. Hier trafen während des vierten Koalitionskrieges die Gegner in einer Doppelschlacht mit ihren riesigen Heeren aufeinander.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In der Schlacht bei Austerlitz hatte Napoleon zuvor Ende 1805 die österreichischen und russischen Truppen verlustreich geschlagen. Das preußische Ultimatum, Napoleon solle seine Truppen bis zum 8. Oktober 1806 über den Rhein zurückführen, veranlaßte den Franzosen zum Vorrücken seiner Armee vom Main nach Thüringen.

Zur Schlacht heißt es in Meyers Lexikon von 1888:[1]

Der schwer verwundete Herzog von Braunschweig wird von einem Feldjäger in die rückwärtigen Bereiche gebracht (Bild von Richard Knötel).
„Besonders ist Jena geschichtlich denkwürdig durch die verhängnisvolle Schlacht 14. Oktober 1806 zwischen den Preußen und Franzosen. Militärisch ist die gleichzeitige Schlacht bei Auerstädt nicht weniger wichtig; weil indes Napoleon selbst bei Jena befehligte, haben die Franzosen ihre beiden entscheidenden Siege nach diesem Namen benannt, und in Deutschland wird die ganze Epoche des furchtbaren Sturzes der Monarchie Friedrichs des Großen mit ihm bezeichnet.
Das Korps Hohenlohe, das bei Beginn des Kriegs von 1806 an der mittlern Saale stand, konzentrierte sich nach dem unglücklichen Gefecht bei Saalfeld (10. Okt.) auf den Höhen zwischen Weimar und Jena, um der Hauptarmee bei ihrem Linksabmarsch nach der Unstrut die Flanke zu decken und ihr dann zu folgen. Es waren 43.000 Mann Preußen und Sachsen. Hohenlohe ließ es indessen ruhig geschehen, daß die Franzosen unter Lannes nicht nur 13. Oktober Jena besetzten, sondern sich auch des Höhenrandes, des Landgrafenbergs und des sogen. Windknollens, der die preußische Aufstellung beherrschte, bemächtigten, weil er, von Massenbach verleitet, glaubte, aus Rücksicht auf den Befehl des Hauptquartiers eine Schlacht vermeiden zu müssen.
Einer solchen gar nicht gewärtig, begab er sich ruhig zur Nachtruhe nach Kapellendorf zurück; während Napoleon, der am Nachmittag in Jena eintraf, noch in der Nacht das Geschütz des Lannesschen Korps und der Garden auf die Höhe schaffen ließ und am Morgen des 14. seine Disposition zur Schlacht traf: Lannes im Zentrum sollte den Angriff beginnen, Ney ihm eiligst nachrücken, Augereau mit dem linken Flügel durch das Mühlthal, Soult mit dem rechten durch das Rauhthal in die Flanken des Feindes fallen; es waren im ganzen 125.000 Mann. Um 6 Uhr morgens wurden die Dörfer Klosewitz und Lützeroda, die Tauenzien mit 8.000 Mann besetzt hielt, von den Franzosen angegriffen und nach zweistündigem Widerstand genommen; Tauenzien zog sich mit Verlust, aber in guter Ordnung auf das Gros nach Vierzehnheiligen und Krippendorf zurück.
Das Korps des Generals Holtzendorff (6.000 Mann) wurde von Soult seitwärts nach Apolda gedrängt. Hohenlohe hatte inzwischen seine Truppen aufgestellt, die Preußen unter Grawert bei Vierzehnheiligen, die Sachsen bei Isserstädt, und Rüchel, der mit 15.000 Mann bei Weimar stand, zu Hilfe gerufen. Noch am Mittag griff Ney Vierzehnheiligen an und nahm es im ersten Anlauf. Zwar hatte er anfangs Mühe, es gegen die tapfer kämpfende preußische Infanterie zu behaupten; indes erhielt er von allen Seiten Verstärkungen, und Augereau und Soult umklammerten bereits die Flanken des Feindes, so daß trotz heldenmütigen Widerstandes nach Vernichtung der berittenen Artillerie die vom mörderischen Feuer gelichteten Regimenter Hohenlohes wichen; von der französischen Reiterei bedrängt, artete ihr Rückzug bald in wilde Flucht aus.
Rüchel, der um 2 Uhr auf dem Schlachtfeld anlangte und vergeblich durch einen mutigen Angriff die Franzosen aufzuhalten suchte, wurde in die allgemeine Flucht mit fortgerissen. Die Trümmer des preußisch-sächsischen Heers retteten sich teils nach Erfurt, teils nach Kölleda und Buttelstädt und vermischten sich mit denen der bei Auerstädt geschlagenen Hauptarmee.“

Bildergalerie

Truppenstärke und Verluste

Truppenstärke

Frankreich:

  • 123.200 Mann
    • Jena: 95.900 Mann
    • Auerstedt: 27.300 Mann

Preußen und Sachsen:

  • 102.800 Mann
    • Jena: 53.000 Mann
    • Auerstedt: 49.800 Mann

Verluste

Frankreich:

  • 14.920 Tote und Verwundete
    • Jena: 7.500
    • Auerstedt: 7.420

Preußen und Sachsen:

  • 33.000 Tote, Verwundete und Gefangene
    • Jena: 20.000
    • Auerstedt: 13.000

Preußen, das über ein Heer mit veralteten Strukturen und Ausrüstungen verfügte, erlitt in beiden Schlachten schwere Niederlagen. Damit war das vorläufige Ende des bis dahin so ruhmreichen Preußens besiegelt.

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

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