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Schlacht um Stalingrad

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Foto Stalingrad.jpg
Deutsche Truppen in Stalingrad

Die Schlacht um Stalingrad war eine der entscheidenden Schlachten des Zweiten Weltkrieges im Rußlandfeldzug 1941-1945. Geführt wurde der Angriff auf die russische Stadt Stalingrad vom deutschen Generaloberst Friedrich Paulus. Er befehligte die ca. 200.000 bis 250.000 Mann starke 6. Armee und Teile der 4. Panzerarmee sowie diverse verbündete rumänische und italienische Divisionen. Der Angriff begann im August 1942 mit dem Vorstoß der 6. Armee. Stalingrad war von großer strategischer Bedeutung, da der Fluß Wolga, an dem die Stadt lag, eine wichtige Verbindung vom Kaspischen Meer nach Zentralrußland darstellte. Diese Wasserstraße war ein wichtiger Nachschubweg der bolschewistischen Sowjetunion, insbesondere für Rüstungslieferungen aus den USA. In der Stadt wurde unter hohen Verlusten um jede Straße, um einzelne Häuserzeilen, um einzelne Stockwerke, ja um Zimmer gekämpft.

Inhaltsverzeichnis

Der Kampf

Am 8. November 1942 verkündet Adolf Hitler anläßlich einer Rede im Münchner Löwenbräukeller die endgültige Abriegelung von Stalingrad mit den Worten:

(...) Daß ich die Sachen nun nicht immer so mache, wie die anderen es gerade wollen - ja, ich überlege mir, was die anderen wahrscheinlich glauben und mache es dann grundsätzlich anders. Wenn also Herr Stalin erwartet hat, daß wir in der Mitte angreifen - ich wollte nicht in der Mitte angreifen. Nicht nur deswegen, weil vielleicht Herr Stalin daran glaubte, sondern weil mir daran gar nichts mehr lag. Sondern ich wollte zur Wolga kommen, an einer bestimmten Stelle, an einer bestimmten Stadt. Zufälligerweise trägt sie den Namen von Stalin selber aber denken Sie nur nicht, dass ich deswegen dort losmarschiert bin - sie könnte ja auch ganz anders heißen - sondern nur weil dort ein ganz wichtiger Punkt ist. Dort schneidet man nämlich 30 Millionen Tonnen Verkehr ab, darunter fast neun Millionen Tonnen Ölverkehr. Dort fließt der ganze Weizen zusammen aus diesen gewaltigen Gebieten der Ukraine, des Kuban-Gebietes um nach dem Norden transportiert zu werden. Dort ist das Manganerz befördert worden; dort war ein gigantischer Umschlagplatz. Den wollte ich nehmen, und - wissen Sie - wir sind bescheiden, wir haben ihn nämlich! Es sind nur ein paar ganz kleine Plätzchen noch da. Nun sagen die anderen: "Warum kämpfen sie dann nicht?" Weil ich kein zweites Verdun machen will, sondern weil ich es lieber mit ganz kleinen Stosstrupps mache. Die Zeit spielt dabei gar keine Rolle. Es kommt kein Schiff mehr die Wolga hoch das ist das Entscheidende!

Redeauszug zum anhören (aus dem Film Stalingrad):

Filmbeitrag

Ansichtskarte-Stalingrad-fuehrer-befiehl-wir-folgen-1943.jpg

Die Deutsche Wochenschau August 1942

Galerie

Der Verrat

  • Seit Ende Oktober 1942 wußten die Heeresgruppe und das Führerhauptquartier (FHQ) vom Aufmarsch russischer Kräfte in der Flanke der 6. Armee. In dieser Flanke am Don standen in einer Breite von 150 km die 3. rumänische Armee, die 8. italienische und daneben die 2. ungarische Armee. Die Meldungen über eine sowjetische Konzentration vor der rumänischen Front waren selbstverständlich auch Hitler bekannt. Aber:
  • Im Hinblick auf die Lage an der Donfront im Herbst 1942 wurde Hitler in seiner optimistischen Beurteilung bestärkt durch eine bis heute weitgehend unbekannte Meldung des Generalstabes des Heeres an ihn. Sie besagte, daß nach einer Analyse der Generalstabsabteilung „Fremde Heere Ost“ vom 9. September 1942 die Russen an der Ostfront keine operativen Reserven von Belang mehr besäßen. Das glaubte Hitler nur zu gern. Wozu also Gelände preisgeben?
  • Es fällt schwer, in diesem Fall von einer fahrlässigen Fehleinschätzung jener Dienststelle auszugehen, deren Aufgabe in sorgfältiger Aufklärung bestand. (...)
  • Und vor der rumänischen Front vollzog sich unaufhaltsam der sowjetische Aufmarsch in einer Stärke, über die die Aufklärungsabteilung „Fremde Heere Ost" (FHO) sich wider besseres Wissen geflissentlich ausschwieg. Bekanntlich begann genau dort die russische Offensive zur Einkesselung der 6. Armee in Stalingrad. (...)
  • Der Oberbefehlshaber der 6. Armee in Stalingrad argumentierte gegenüber Gen.Maj. Walter v Seydlitz, er könne keine Ausbruchentscheidung treffen, da er die große Lage auf den Kartentischen des OKW und des FHQ nicht kenne. Paulus vertraute also auf den zuverlässigen Nachrichtenfluß vom OKH/FHO - verantwortlich Generalmajor i.G Reinhard Gehlen und dessen Stellvertreter Oberst i.G. Alexis Frhr. v. Roenne - zum OKW und FHQ. Ein solches Vertrauen war aber keineswegs gerechtfertigt.
  • Um auf den Lagefall Stalingrad zurückzukommen, so ergibt sich nach Beckers Darstellung die eigenartige Tatsache, daß seitens OKH/FHO die starke sowjetische 5. Panzerarmee (eine Stoßarmee!) immer noch an der Stalingradfront geführt worden war, während sie seit dem 10. November 1942 in Wahrheit an der russischen „Südwestfront" stand, -gegenüber der rumänischen 3. Armee. Aber erst drei Wochen nach Beginn der sowjetischen Großoffensive, die nach Überrennen der Rumänen zur Einschließung der 6. Armee in Stalingrad führte, meldete das OKH an OKW und FHQ, daß die 5. sowjetische Panzerarmee an der (russischen) Südwestfront stehe, also am sowjetischen Frontabschnitt nordwestlich von Stalingrad (...). Dabei war dem OKH und dessen Abt. l c FHO die Verlegung der sowjetischen 5. Armee von der Stalingrader Donfront, wie Fritz Becker ausführt, schon seit dem 10. November 1942, also von Anfang an, bekannt.

Quelle: vgl.: Dietmar Lange: Stalingrad – der Tragödie anderer Teil (PDF-Datei)

Das Ende

Der Kampf um Stalingrad endete Anfang 1943 mit der Kapitulation der deutschen Truppen und deren Verbündeten, nachdem sowjet-bolschewistische Truppen die rumänischen Verteidigungslinien durchbrochen hatten und seit dem 22. November 1942 die 6. Armee eingekesselt hatten.


3. Februar 1943, Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad:

Die Deutsche Wochenschau, Kapitulation der 6. Armee: (mp3)

Siehe auch

Verweise

Audio

Weiteres

Literatur

  • Hans Meiser: „So wurde Stalingrad verraten - Die Entscheidung des Ostfeldzuges“

Fußnoten

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