Schlacht von Verdun

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Schlacht von Verdun
Teil von: Erster Weltkrieg
Karte des Kampfgebietes, nördlich von Verden
Karte des Kampfgebietes, nördlich von Verden
Datum 21. Februar20. Dezember 1916
Ort Festungsring von Verden,
Frankreich
Ausgang Französischer taktischer Sieg[1][2]
Konfliktparteien
FrankreichFrankreich Frankreich Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Befehlshaber
Joseph Joffre,
Henri Philippe Pétain,
Robert Nivelle
Erich von Falkenhayn,
Kronprinz Wilhelm,
Schmidt von Knobelsdorf
Truppenstärke
insgesamt 75 Divisionen
400 Geschütze (zu Beginn der Schlacht, später ca. 1300)
insgesamt 50 Divisionen
1.225 Geschütze
Verluste
ca. 315.000–542.000 Soldaten, davon etwa 167.000 Gefallene ca. 281.000–434.000 Soldaten, davon etwa 72.000 bis 150.000 Gefallene

Die Schlacht von Verdun (gelegentlich im Deutschen auch Verden genannt) bei Verden an der Maas war eine entscheidende Schlacht im Ersten Weltkrieg, vielleicht die entscheidende. Sie begann am 21. Februar 1916 und endete offiziell am 20. Dezember 1916.

Inhaltsverzeichnis

Planung

General Erich von Falkenhayn, Chef des Generalstabes des Feldheeres, wollte damit eine Entscheidung herbeiführen. Sein Ziel war es, so viele gegnerische Kräfte wie möglich an einem Ort zu binden. Der nachfolgende Stellungskrieg war demnach geplant. Diese Taktik erwies sich letztlich als Fehlschlag.

Beginn

Die Offensive stellte auf deutscher Seite die größte bisherige Artilleriekonzentration dar und erbrachte innerhalb von vier Tagen einen beträchtlichen Geländegewinn sowie die Einnahme von Fort Douaumont. Der deutsche Angriff an der Kriegsfront lief sich jedoch dann in der wald- und schluchtenreichen Landschaft fest.

Der Beginn war bereits auf den 12. Februar 1916 angesetzt. Da an diesem Tage jedoch sehr schlechtes Wetter herrschte, wurde der Angriff verschoben. Er begann mit einem neunstündigen Trommelfeuer auf die Stellungen des französischen Gegners. In den ersten Angriffstagen nahmen die deutschen Truppen gegen teils heftigen Widerstand und entgegen der Vorgabe der Obersten Heeresleitung dennoch Gelände in erheblicher Ausdehnung ein und führten den Gegner an den Rand einer Niederlage.

Verlauf

Bis in den Sommer eroberten sich die Deutschen Truppen weiteres Gelände, doch dann beendete die am 1. Juli begonnene Schlacht an der Somme die deutschen Offensivschläge bei Verden, da die neue Feindoffensive erhebliche deutsche Reserven band. Mit überlegenen Kräften drang der Gegner anschließend die schwachen deutschen Linien bis in ihre Ausgangsstellungen zurück.

Abbruch der Schlacht

Nachdem offensichtlich wurde, daß die Offensive bei Verdun ohne operativen Erfolg bleiben würde, wurde General von Falkenhayn durch Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg ersetzt. Anfang September 1916 stellte Generalleutnant Erich Ludendorff dann die Offensive ein.

Kommentar von Richard Suchenwirth

„Verdun wurde der Flecken Erde des Weltkrieges, der, immer und immer wieder mit Blut gedüngt, wie ein Symbol alles Grauens, alles Schreckens und aller Opfer aufragt und neben dem Schauplatz an der Somme, den Trichterfeldern von Flandern und der Karstfläche von Doberdo[3] das ungeheuerste Blutvergießen des Weltkrieges verkörpert, aber mehr noch als die andern durch die Gewalt seines Namens und seiner Schicksale den Inbegriff der Materialschlacht bedeutet, in der sich Technik und Kriegsindustrie anschicken, über Soldaten- und Feldherrngeist den Sieg davonzutragen.
Ahnte der deutsche Oberfeldherr, daß er die Sünde wider den heiligen Geist aller Strategie beging, wenn er hier auf engem, einem Angriffe ungünstigem Raume, der überdies auf das gewaltigste befestigt war, der Reihe nach die unersetzlichen deutschen Divisionen in die blutigen Hämmer der furchtbarsten Weltschmiede warf? Bisher war es den Feldherren der Entente vorbehalten geblieben, das Jahrhundert des Materialismus durch die Materialschlacht, den Triumph mechanistischen Denkens zu krönen. Die deutschen Heere aber hatten durch ihre kühnen Vernichtungsschlachten, blitzschnellen Märsche und Vorstöße, die auf ewig mit den Namen Hindenburg, Ludendorff und dem immer bewährten von Mackensen verbunden bleiben, die Welt in Erstaunen gesetzt und das Gesetz der Zahl überwunden.
Nun aber sehen wir den Chef des deutschen Generalstabes einmünden in die Reihe der Ermattungsstrategen, die den Feind abnützen und allmählich zermürben wollen, statt ihn mit dem Willen zur Vernichtungsschlacht anzupacken. Sie figurieren in der Geschichte des Weltkrieges nicht durch die Größe ihrer Erfolge, sondern durch die furchtbare Zahl der Schlachtenopfer und die Wucht der monatelang auf engem Raum gespeisten Großschlacht.
Falkenhayns ‚in ständiger Glut gehaltener Ermattungskampf‘ brachte allerdings den Franzosen mehr Opfer als den Deutschen, gab ihnen aber auch unerhörten Ansporn und nach glücklicher Abwehr des Riesensturmes die Gewißheit eines glücklichen Ausganges des Weltkrieges überhaupt.
So wird Verdun in Wahrheit eine Ermattungsschlacht für das deutsche Heer selbst, in dessen Reihen der Glaube an den Endsieg nun den ersten schweren Stoß erlitt. Falkenhayn vergaß, daß jeder Gefallene für Deutschland unersetzbar war, daß eine belagerte Festung mit jeder Granate, Patrone und jedem sturmerprobtem Mann sparen muß, sie aber nicht in einem Ermattungskampf verbluten lassen darf, bei dem als Siegespreis nur noch Geländestücke winken.“[4]

Personen

Deutsche

Schlachten des Weltkrieges - Verdun.jpg

Einige bekannte Deutsche, die vor Verdun eingesetzt waren:

Franzosen

Einige bekannte Franzosen, die vor Verdun gedient haben:

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. The Encyclopedia Americana. Vol. 28, (J. B. Lyon Company, 1920), S. 283
  2. Donald A. MacKenzie: The story of the Great War. (Buck Press, 2009), S. 142
  3. Doberdo ist ein Teil der Region, wo die Isonzo-Schlachten tobten.
  4. Richard Suchenwirth: Deutsche Geschichte, Leipzig 1935, S. 535
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