Schlesien

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Flucht.jpg Schlesien befindet sich seit 1945 unter polnischer Fremdherrschaft. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde entweder ermordet oder vertrieben und deren Eigentum gestohlen.
Schlesien
Landesflagge
Flagge Schlesien.png
Wappen
Wappen
Basisdaten
Hauptstadt: Breslau
Fläche: 40.307 km²
Einwohner: 4.868.764 (1939)
Bestehen:
Lage Schlesiens im Deutschen Reich bis 1918.
Die preußische Provinz Schlesien zu Zeiten des Kaiserreiches
Detaillierte Karte Schlesiens zu Zeiten des Kaiserreiches
Stalins ursprüngliche Grenzpläne mit weitgehend deutsch verbliebenem Schlesien entlang der Glatzer Neisse (Die blauen Linien wurden eigenhändig von Stalin gezeichnet.)

Das im Südosten Deutschlands gelegene Schlesien (regionale Mundart: Schläsing; latein: Silesia) gehört mit Ostpreußen, Hinterpommern, Westpreußen und der Provinz Posen zu Ostdeutschland. Die Ausdehnung dieses deutschen Landes deckt sich weitgehend mit dem natürlichen Flußgebiet der Oder beiderseits ihres Ober- und Mittellaufs. Die Hauptstadt Schlesiens ist Breslau.

Der Name leitet sich von dem germanischen Stamm der vandalischen Silingi ab. Ab dem frühen Mittelalter unterstand Schlesien abwechselnd der böhmisch-mährischen Krone, den polnischen Piasten und dem Hause Habsburg. Von 1742 bis 1945 war es Teil Preußens, seit 1815 als Provinz.

Der oberschlesische Ballungsraum liegt hingegen größtenteils bereits im Einzugsgebiet der Weichsel. Dies ist der gen Osten gerichtete Teil Schlesiens. Die Wasserscheide zwischen Oder und Weichsel liegt etwa auf der Linie BeuthenKönigshütte und verläuft von dort aus nach Süden, östlich an Rybnik vorbei hinauf zu den slowakischen Beskiden.

Im Süden grenzt Schlesien an Böhmen und Mähren, im Westen an die Lausitz und an das Land Lebus, im Norden an Posen und im Osten an Polen. Am 14. Oktober 1919 wurde Schlesien in zwei eigenständige Provinzen geteilt – Niederschlesien mit der Landeshauptstadt Breslau und Oberschlesien mit der Landeshauptstadt Oppeln; am 1. April 1938 wurden die beiden Provinzen wieder zusammengeführt. Schlesien steht seit 1945 unter vorübergehender polnischer Fremdherrschaft.

Die Hymne Schlesiens ist das Schlesierlied.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung

Schlesien ist landschaftlich reich gegliedert. Dabei bildet die Große Oderebene den wesentlichen Teil der schlesischen Landschaft.

Den Norden Schlesiens und den Süden Großpolens durchzieht der Trebnitzer Landrücken, eine altglaziale Endmoräne, die bis zu 270 m hoch ist und deren Mittelabschnitt Katzengebirge genannt wird.

Das Hauptgebirge Schlesiens sind die Sudeten, ein Mittelgebirge an der südlichen Grenze zu Böhmen und Mähren. Dort, im Riesengebirge, liegt auch die Schneekoppe, die mit 1.602 m höchste Erhebung Schlesiens. Isergebirge, Waldenburger Bergland, Eulengebirge, Heuscheuergebirge und Glatzer Schneegebirge sind die Teilgebirge der Sudeten in Schlesien.

Die Flüsse Schlesiens

Die Oder durchströmt in Schlesien die ausgedehnte Schlesische Tiefebene. Sie entspringt südlich von Schlesiens Grenzen in Nordmähren unweit von Olmütz, um zunächst in östlicher Richtung das Gesenke zu umfließen, Schlesiens südlichstes Gebirge.

Die Oder durchfließt die Beskiden und verläßt Schlesien an der Grenze nach Brandenburg bei Krossen.

Zwischen 1888 und 1939 wurde die Oder von Kosel bis Breslau kanalisiert. Sie ist durch Kanäle mit dem oberschlesischen Industriegebiet, mit der Weichsel sowie über den Oder-Spree-Kanal und den Hohenzollernkanal mit Berlin verbunden.

Die Zuflüsse links der Oder: Oppa, Zinna, Hotzenplotz, Glatzer Neiße, Ohle, Lohe, Weistritz, Katzbach, Bober, Queis und die Görlitzer Neiße.

Die Zuflüsse rechts der Oder: Ostrawitza, Olsa, Ruda, Birawka, Klodnitz, Malapane, Stober, Weide, Bartsch, Warthe und Netze.

Sprache

Bis zu Flucht und Vertreibung infolge des Zweiten Weltkrieges wurde in Schlesien von der ansässigen deutschen Bevölkerung deutsches Schlesisch gesprochen, ein mitteldeutscher Dialekt. In Oberschlesien und insbesondere dem Oppelner Land wird neben Polnisch heute noch Deutsch und das sogenannte „Wasserpolnisch“ gesprochen, ein deutscher Dialekt mit zahlreichen lokalen Einflüssen, welcher deshalb für Polen unverständlich ist.

Geschichte Schlesiens

Hauptartikel: Geschichte Schlesiens

Kampf um Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg

Im Zusammenhang mit dem Kampf um Oberschlesien soll der britische Premierminister Lloyd George geäußert haben, daß, wer Schlesien dem Polen gibt, auch einem Affen eine Uhr geben kann. Heute wird die Lage eher so eingeschätzt, daß der Affe die Uhr zerstört hat.[1]

Vertreibung nach 1945

Polnisches Hetzplakat zur Vertreibung der deutschen Bewohner aus ihrer Heimat

Während des Völkermordes von Polen an der deutschen Bevölkerung zählten die polnischen Verbrecher sorgfältig mit:[2]

  • Im Mai 1939 gab es in Schlesien: 7,3 Millionen Deutsche
  • am 1. Juli 1945: 4,776 Millionen Deutsche
  • am 14. Februar 1946: 2,076 Millionen Deutsche
  • am 1. Januar 1947: 0,433 Millionen Deutsche

Am Ende des Jahres 1947 blieben – laut einem Eingeständnis der Warschauer Regierung – nur noch 200.000 Deutsche übrig, und zwar Ingenieure und Techniker, die in den schlesischen Fabriken zur Zwangsarbeit gezwungen wurden und die für die Wirtschaft des Landes unentbehrlich waren. Sieben Millionen deutsche Bewohner aus Schlesien wurden ermordet oder deportiert und ihr Eigentum von Polen gestohlen. Der schlesische Teil Ostdeutschlands wurde ebenso wie nördlichere Gebiete von Polen völkerrechtswidrig annektiert.

Ab September 2008 waren nach der Vertreibung und Ermordung der deutschen Bewohner durch Polen zumindest kurzzeitig zweisprachige Ortsschilder in Schlesien zugelassen:

Die deutsche Gemeinde Radlau, die derzeit polnisch in Radlow umbenannt wurde, im Südwesten Polens hat zweisprachige Ortsschilder aufgestellt. Das deutsche Radlau gehöre zur Geschichte des schlesischen Ortes. So stelle man die historische Identität wieder her. Radlow hatte vom Innenministerium die Erlaubnis erhalten, auch den deutschen Ortsnamen zu verwenden. Im derzeit polnisch umbenannten Lubowice, zu deutsch Lubowitz, stehen ebenfalls schon zweisprachige Tafeln. Dort wurde Joseph von Eichendorff geboren.[3]

Somit wird wiederholt versucht, die deutschen Orte als „Geschichte“, also als etwas Vergangenes abzutun und das polnische Vertreibungsverbrechen durch die Hintertür zu legitimieren. Allerdings waren diese Orte niemals polnisch, sondern seit jeher deutsch gewesen. Die Vertreibung der deutschen Einwohner begründet weder einen „polnischen Anspruch“ auf das Diebesgut, geschweige denn auf die Geschichte dieser deutschen Orte.

Bereits Anfang 2009 mußten die zweisprachigen Schilder wieder entfernt werden.[4]

Städte

Städte Schlesiens sind u. a.:

Beuthen Jauer Ohlau
Bielitz Kattowitz Oppeln
Bobrek-Karf Klausberg O. S. Pleß
Breslau Königshütte Ratibor
Brieg Kosel Reichenbach
Bunzlau Kreuzburg (Oberschlesien) Sagan
Frankenstein Landeshut in Schlesien Saybusch
Glatz Langenbielau Schweidnitz
Gleiwitz Leobschütz Sprottau
Glogau Liegnitz Strehlen
Gottesberg Lüben Striegau
Groß Strehlitz Mechtal Tarnowitz
Grünberg Neisse (Ort) Teschen
Haynau Neurode Waldenburg
Neusalz (Oder) Weißstein
Hindenburg Neustadt (Oberschlesien) Weißwasser
Hirschberg (Riesengebirge) Oels

Filmbeitrag

Adenauer spricht zu den Schlesiern: Konrad Adenauer hielt die schlesische Bevölkerung in seiner Amtszeit mit Verheißungen hin, an deren Erfüllung die BRD-Politik allerdings kein Interesse hatte, da deren Vertreter in den meisten Fällen Kollaborateure der alliierten Besatzer waren und sind. Adenauer selbst hatte sich zeitlebens nicht für den deutschen Osten interessiert, sondern vorwiegend rheinländisch-provinziell gedacht.

Siehe auch

Literatur

Kartenmaterial

Verweise

Fußnoten

  1. Warschau fürchtet die Autonomie Schlesiens, Die Welt, 12. April 2011
  2. Annuaire statistique 1947. Warschau: Office [c]entral des statistiques.
  3. Zweisprachige Ortsschilder in Schlesien, Deutschlandradio Kultur, 12. September 2008
  4. Von Polen annektiertes Ostdeutschland: Behörde läßt zweisprachige Ortsschilder abmontieren, 22. Januar 2009
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