Selpin, Herbert

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Herbert Selpin (links), Architekt Maurischat, Hans Albers, Kameramann Koch bei den Dreharbeiten „Trenk, der Pandur“ (1940)

Herbert Selpin (Lebensrune.png 29. Mai 1902 in Berlin; Todesrune.png 1. August 1942 ebenda) war ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

Wirken

Herbert Selpin wurde 1902 geboren. Er begann ein Medizinstudium in Berlin, arbeitete als Kunstantiquar, Buchhändler und Börsenvertreter einer Berliner Bank. Er wurde Boxmeister (Federgewicht) in Brandenburg, dreimalig Sieger der deutschen Tanzmeisterschaft in Baden-Baden, arbeitete als Berufstänzer in Varietés, gastierte in der Schweiz, in Italien und Ägypten.

Ab Mitte der 20er Jahre hospitierte er bei der UFA, war als Volontär u. a. an „Faust“ (F. W. Murnau; 1925/26) beteiligt. Vier Jahre lang arbeitete Selpin in wechselnden Funktionen für Fox-Europa.

1931 hatte er sein Regiedebüt mit der Komödie „Chauffeur Antoinette“, einem Stoff, den Selpin im folgenden Jahr in London („The Love Contract“) und Paris („Conduisez-moi, Madame“) erneut realisierte. 1933 war er verantwortlich für die deutschsprachige Fassung des faschistischen Semi-Dokumentarfilms „Camicia Nera“ („Schwarzhemden“; Giovacchino Forzano; I 1933).

Selpin erwies sich als versierter Regie-Handwerker in unterschiedlichen Genres. Während der Außenaufnahmen zu „Titanic“ äußerte Selpin sich abfällig kritisch über die Wehrmacht und beging damit wehrkraftzersetzende Äußerungen während des Krieges. Vor der Reichsfilmkammer nicht bereit, seine Worte zurückzunehmen, wurde er verhaftet und aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen. In der Nacht zum 1. August 1942 beging Herbert Selpin in seiner Zelle Suizid.

Filmographie

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