Zigeuner

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Verbreitung der Zigeuner in Europa und Vorderasien (über 10 Millionen, 2007)

Zigeuner ist eine in Deutschland seit dem 15. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für Angehörige eines weitverbreiteten Wandervolkes, das sich in Stämme wie die Sinti, Roma und viele andere gliedert und seine Urheimat in Indien hat. Sie sind verwandt mit der nomadischen Kaste oder Völkerschaft Dom im Nordwesten Indiens. Der Linguist August Pott bewies 1843 erstmalig ihren Ursprung in Indien; ihre Sprache enthält Elemente von sieben nordindischen Mundarten. Anthropologisch gehören sie zum Rassengemisch innerhalb der Indischen Rasse. Sie sind durchweg dunkelhaarig, dunkeläugig und haben braune Haut.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Berliner Edikt vom 5. Oktober 1725

Nach ihrem Abzug aus Indien im 10. Jahrhundert hielten sie sich jahrhundertelang im Nahen Osten, Vorderasien und Nordafrika, besonders in Ägypten, auf. Die englische Bezeichnung (Gypsies), die ungarische (Pharaovolk) und die französische (Égyptiens) gehen auf diese Zeit zurück. In Byzanz sollen die Zigeuner Anfang des 9. Jahrhunderts erstmalig aufgetreten sein. Für 1322 sind sie auf Kreta nachgewiesen, 1370 in Rumänien und 1417 siedelten sich erste Zigeuner in Deutschland an. Hier nomadisierten sie im Verlaufe des 15. Jahrhunderts über West- und Osteuropa, dabei fokussiert auf die Balkanhalbinsel. Sie standen zumeist außerhalb des Gesetzes und waren meist ungern gesehene und geächtete Strolche.

Kaiserin Maria Theresia versuchte mit wenig Erfolg, sie zur Seßhaftigkeit zu zwingen. Wohlgemeinte Gesittungsbestrebungen verfolgten u. a. auch Joseph II. und Friedrich der Große durch Schenkung von Häusern, Land und Vieh. 1927 wurden sie in der Sowjetunion zur Seßhaftigkeit gezwungen. Im Zweiten Weltkriege wurden viele im deutschen Machtbereiche lebende Zigeuner in Konzentrationslagern, sofern sie keinen festen Wohnsitz hatten und damit unabhängig von ihrer Nationalität als Asoziale klassifiziert wurden, interniert. Ferner standen sie seit 1935 unter dem Blutschutzgesetz.

Europäische Union

In Europa leben rund zwölf Millionen Zigeuner, in der Bundesrepublik Deutschland sind es laut dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma mindestens 100.000. Mehr als 70.000 Zigeuner besäßen die „Staatsangehörigkeit“ der BRD.[1][2]

Von Januar bis September 2010 schickte Frankreich mehr als 11.000 Zigeuner in ihre Herkunftsländer Rumänien und Bulgarien zurück (Rückkehrhilfe für Erwachsener 300 Euro, pro Kind gab es 100 Euro). Im Jahr 2009 waren es 10.000 Zigeuner. Im Juli 2010 löste die französische Regierung allein in und um Paris 300 illegale Zigeunerlager auf, nachdem es zu Ausschreitungen durch Zigeuner gekommen war.

Seit dem 1. Januar 2007 können sich, nach dem Beitritt der Länder in die EU, Bulgaren und Rumänen innerhalb der EU frei bewegen, der Arbeitsmarkt ist jedoch noch bis zum 1. Januar 2014 abgeschottet.

Im Jahre 2007 lag die Zuwanderung bei 64.000, 2011 schon galoppierend bei 147.000 Ausländern, überwiegend Zigeuner der Sinti und Roma-Sippen aus diesen Ländern.

Etwa seit Ende 2011 kommt es in der BRD zu vermehrtem Asylbetrug, weil Zigeuner aus den Ex-Jugoslawien-Staaten Serbien und Mazedonien – aufgrund der Visa-Befreiung für diese Länder – in Massen bei BRD-Asylbehörden vorstellig werden. Der Städtetag fordert nun Millionen von der Bundesregierung als Zuschüsse für Unterstützungszahlungen an diese EU-Zuwanderer.

Volkstum

Zigeuner bestehlen einen Touristen an einem Pariser Geldautomaten (2014)
Zigeuner entleeren Altkleidercontainer in Berlin-Friedrichshain (2016)

Die Zigeuner bestritten ihren Lebensunterhalt gelegentlich als handwerklich Tätige (z. B. in Kesselschmieden), Fuhrleute, Viehhändler, Musikanten und Wahrsager, aber häufig auch als Hausierer, Bettler und Diebe. Jedes heutzutage bettelnde Romakind erzielt nach Angaben der Schweizer Polizei pro Tag etwa 600 Franken – das sind 500 Euro am Tag und 15.000 Euro im Monat. Hinzu kommt noch die Sozialhilfe.[3][4]

Üblicherweise nahmen sie jeweils die Religion des Gastlandes an, bewahrten aber arteigene Vorlieben und den Ahnenkult.

Die häufigste Form der Zigeunerlager waren die vorübergehenden Zeltlager der Wanderzigeuner. Die Macht des Lagerältesten und des jeweiligen Familienoberhauptes war nahezu unbeschränkt. Daneben waren aber auch starke mutterrechtliche Prägungen erhalten geblieben. Der Mann schloß sich bei der Heirat der Sippe oder Truppe der Frau an; die Kinder aus diesen Verbindungen gehörten zur Sippe der Frau.

Bezeichnung

Der Begriff Zigeuner wird von Gutmenschen als „diskriminierend“ abgelehnt.[5] Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma mißbilligt den Begriff Zigeuner, da er angeblich ein abwertendes Etikett und „nationalsozialistisch kontaminiert“ sei. In den 1980er Jahren ging man dazu über, den Begriff ebenso wie „Neger“ als „rassistisch“ abzulehnen und bezeichnete die Zigeuner fortan im Sinne der politischen Korrektheit als „Sinti und Roma“. Im Jahr 2009 wurde auch dieser Begriff als rassistisch eingestuft und seitdem müssen Zigeuner im amtlichen Sprachgebrauch – nach Behelfen wie „mobile ethnische Minderheit“ und „Personen mit häufig wechselndem Aufenthaltsort‎“ – nun als „Rotationseuropäer“ bezeichnet werden.[6]

Auch Begriffe wie „Zigeunerschnitzel“ oder „Zigeunersenf“, die Kabarettisten ironisch in „Sintischnitzel“ oder „Romasenf“ umwandelten und damit die Lächerlichkeit der politisch korrekten Sprachvorschriften aufzeigten, werden inzwischen von Massenmedien inkriminiert und Wirte aufgefordert, bzw „aufgeklärt“, solche Bezeichnungen von der Speisekarte zu streichen. Über eine Kampagne linker Organisationen zur Umbenennung der Johann-Strauß-Operette „Der Zigeunerbaron“ ist hingegen bisher noch nichts bekannt geworden.

Zigeunersprache

In der älteren Sprachwissenschaft wird Zigeunersprache und damit „zigeunersprachlich“ als etabliertes Adjektiv verwandt und ist in fachsprachlichen Zusammenhängen in Ermangelung einer Alternativbezeichnung akzeptiert. Der neue Name ist Romani. Es gibt jedoch keinen Zusammenhang zwischen Romani einerseits und Romanisch oder Rumänisch. Die Zigeunersprache weist viele Gemeinsamkeiten sowohl mit zentralindischen wie auch mit nordwestindischen Sprachen auf, die angefüllt mit reichlich rumänischen und anderen Lehnworten ist. In der Sprache gibt es eine Reihe von Dialekten. Einer der ersten Deutschen, die sich mit dieser Sprache beschäftigten, war der Königsberger Philosoph Christian-Jakob Kraus, welcher sein sprachliches Material durch Befragung von Zigeunern im Königsberger Gefängnis zusammenstellte.

Persönlichkeiten (Auswahl)

Zitate

  • „Wäsche von der Leine, Hühner in den Stall, Kinder ins Haus, die Zigeuner kommen!“[7]
  • „Die Prüfung der Wiedergutmachungsberechtigung von Zigeunern und Zigeunermischlingen nach den Vorschriften des Entschädigungsgesetzes haben zum Ergebnis geführt, daß der gesamte Personenkreis nicht aus rassischen Gründen, sondern wegen seiner asozialen und kriminellen Haltung [...] inhaftiert worden sei.“[8]
  • „Die nach 1933 von Seite der nationalsozialistischen Gewalthaber gegen die Zigeuner ergriffenen Maßnahmen unterscheiden sich nicht samt und sonders von ähnlichen auch vor dem Jahre 1933 getroffenen Handlungen zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens. [...] Die Zigeuner neigen zur Kriminalität, besonders zu Diebstählen. Es fehlen ihnen vielfach die sittlichen Antriebe zur Achtung fremden Eigentums, weil ihnen wie primitiven Urmenschen ein ungehemmter Okkupationstrieb zu eigen ist.“[9].

Filmbeiträge

Zigeuner in deutschen Großstädten
Zigeuner in der Slowakei

Literatur

  • 96-book.png Internet Archive: PDF EPUB DjVu BlätternCarl Hermann Friedrich Johann Hopf: Die Einwanderung der Zigeuner in Europa, 1870
  • Udo Walendy: „Historische Tatsachen“ No. 23 1985: Ein neues Thema soll festgeschrieben werden: „500.000 ermordete Zigeuner“ (PDF-Datei)

Verweise

Fußnoten

  1. Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, anläßlich des „Internationalen Roma-Tages 2011“
  2. Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag, im August 2011: Die Bundesregierung plant derzeit keine speziellen Integrationsmaßnahmen für die mehr als 70.000 Zigeuner, die im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit sind. Diese würden sich selbst als „gut in die Gesellschaft integriert“ sehen und lebten gerne in Deutschland, teilte die Regierung mit.
  3. bernerzeitung.ch, 22. Juni 2012: Wie viel Geld ein Roma-Kind täglich erbettelt
  4. vgl. Udo Ulfkotte: Kriminalität: In Ungarn darf man Hühner- und Holzdiebe künftig erschießen
  5. Bertelsmann Universallexikon, Band 20, Gütersloh 1994, 1. Auflage, S. 127
  6. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ordnungsamt vor schwierigen Aufgaben (2. November 2009)
  7. Nachbarschaftlicher Warnruf zitiert nach: Der Ausländerbeauftragte des Landes Brandenburg (Hg.): Sinti und Roma, Potsdam 1996
  8. Landesamt für Wiedergutmachung des Landes Baden Württemberg im Runderlaß vom 22. Februar 1950 – Az: E 19-202/1330
  9. Bundesgerichtshof, 7. Januar 1956, Az: IV ZR 211/55
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