Soldat

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Deutscher Soldat von Wolfgang Willrich

Als Soldat wird – im Gegensatz zum Zivilisten – jeder bewaffnete Angehörige eines Heeres bezeichnet, die in ihrer Gesamtheit die Streitkräfte eines Landes darstellt. Jeder Soldat erhält einen Sold, woher auch die Bezeichnung ursprünglich stammt.[1] Soldaten können, je nach ihrer Leistung innerhalb der Armee, in höhere Dienstgrade aufsteigen.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Deutscher Soldat der Infanterie im Zweiten Weltkrieg mit Ladestreifen für seinen Mehrladekarabiner 98k
Soldat der Wehrmacht auf Brückenwache

Beschreibung

Der Wert eines Soldaten hängt von seiner Tapferkeit, Ausbildung, Disziplin und allgemeinen militärischen Moral ab, wie sie z. B. im preußischen, spartanischen und römischen Soldatentum zu finden waren. Fehlen hingegen diese Voraussetzungen und Tugenden, spricht man von einer Soldateska, wie z. B. derjenigen im angloamerikanischen und ehemaligen sowjet-bolschewistischen Militärwesen. Der für keine weiteren Werte als für den – im Vergleich zum normalen Soldaten meist höher ausfallenden – Sold kämpfende Soldat wird als Söldner bezeichnet. Ein Soldat, der im Kampf stirbt, ist ein Gefallener.

Wortherkunft und -entwicklung

Das Wort Soldat kam zum ersten Mal im 16. Jahrhundert in Gebrauch, nachdem es zuvor bereits als soldato mit der Bedeutung „Krieger, Gefolgsmann” in den italienischen Sprachraum Einzug gehalten hatte. Vermutlich kam das Wort dann durch die spanischen und italienischen Söldner am Ende des 16. Jahrhunderts über Flandern nach Deutschland.[2] Sein Ursprung liegt im lateinischen Verb soldare „in Sold nehmen”.

Synonyme

Die Synonyme des Lehnwortes Soldat sind noch älteren Ursprungs: Krieger und Kämpfer sind bereits für das mittelhochdeutsche Mittelalter (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) belegt. In der Zeit der aufkommenden allgemeinen Wehrpflicht wurde das Wort Soldat dann weitergeführt, und die besondere Beziehung zu Sold entschwand aus dem Sprachgefühl; alles gehässige und verächtliche, was sich früher häufig wohl noch mit Soldat verbunden hatte, wurde auf das Wort Söldner übertragen.[2]

Geschichte

Soldaten im eigentlichen Sinne gibt es nach dem Römischen Reich in Europa erst wieder seit der Bildung stehender Heere. Frühere Heere wurden entweder durch feudale Strukturen kurzzeitig oder für den jeweiligen Kriegszug von anderen Landesoberhäuptern verpflichtet. Mit dem Aufkommen der Geldwirtschaft wurde Kriegsvolk (Landsknechte, Söldner usw.) von Kriegsparteien angeworben.

Zitate

  • „Der dem Tod ins Angesicht schauen kann, der Soldat allein ist der freie Mann.“Friedrich Schiller, Wallensteins Lager: Reiterlied (1797)
  • „Jedes Land hat die Pflicht, seine gefallenen Soldaten zu ehren. Was die deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges angeht, so habe ich [in] den letzten Jahren über sie kein einziges anerkennendes Wort des Gedenkens gehört, – jedenfalls keines von deutscher Seite. Nur aus Frankreich und England sind mir Gedenkworte für die tapferen deutschen Soldaten bekannt.“Wolfgang Venohr
  • „Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt.“Leopold von Ranke

Die Stunde des Soldaten

Deutsche Soldaten der Waffen-SS

„Die Stunde des Soldaten“ ist ein Gedicht von Kurt Eggers aus seinem Werk „Kamerad – Gedichte eines Soldaten“.[3]

Hart dröhnt der Schritt der Bataillone,
Hell klingt der Stahl in Männerhand.
Es wanken Reiche, stürzen Throne,
Und aus dem Meer steigt neues Land.
Es schlägt die Stunde des Soldaten!
Er schreitet schweigend zum Gericht
Und formt die Welt mit seinen Taten,
Sein Willen gibt ihr das Gesicht.
Aus Blut und Eisen steht die Erde
Verjüngt aus Trümmern wieder auf.
Ein neuer Gott spricht jetzt sein „Werde"
Und weist den Welten ihren Lauf.

Literatur

  • Friedrich Altrichter: Das Wesen der soldatischen Erziehung (1941) (PDF-Datei)

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Eigentlich „der in Sold Genommene“, substantiviertes 2. Partizip von lat.: soldare„in Sold nehmen“
  2. 2,0 2,1 Vgl.: Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Soldat, in: Deutsches Wörterbuch, Bd. 16, Sp. 1436 bis 1439
  3. Kamerad – Gedichte eines Soldaten, 1940, S. 6
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