Ständestaat

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Ein Ständestaat bezieht sich auf die natürliche Ständeordnung,die der Staatlichkeit vorausing und durch diese abgelöst wurde und stellt somit eine Synthese von beidem dar.

Erläuterung

Die Idee, die Gesellschaft nach Berufsgruppen oder Ständen zu gliedern entstand als Alternative zum Kapitalismus im späten 19. Jahrhundert in Analogie zur Ständeordnung im Mittelalter. Der Ständestaat steht gegen Liberalismus und Demokratismus und bezieht sich idealerweise nur auf die natürlich gewachsenen Ordnungen und Hierarchien innerhalb einer Gesellschaft, wie sie Max Weber in seinem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“ beschrieb.

Erste Theorien entwickelte Jean Bodin in „Der absolutistische Ständestaat als idealer Staat“. Der dem Feudalismus nachfolgende Absolutismus wird oft mit einem Ständestaat gleichgesetzt, entspricht diesem jedoch nur bedingt.

Republik Österreich

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde diese Idee im Bundesstaat Österreich (von linken Historikern „Austrofaschismus“ genannt) umgesetzt.

Literatur

  • Christian Friedrich Schlosser: „Ständische Verfassung, ihr Begriff, ihre Bedingung“ (1817) (PDF-Datei)
  • Othmar Spann: „Der wahre Staat. Vorlesungen über Abbruch und Neubau des Staates.“ (PDF-Datei)
  • Max Weber: „Wirtschaft und Gesellschaft“ (PDF-Datei)
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