Staßfurt

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Staßfurt

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Landkreis: Salzlandkreis
Einwohner (2009): 29.277
Bevölkerungsdichte: 200 Ew. p. km²
Fläche: 146 km²
Höhe: 73 m ü. NN
Postleitzahl: 39418
Telefon-Vorwahl: 03925
Kfz-Kennzeichen: SLK
Koordinaten: 51° 51′ N, 11° 35′ O
Staßfurt befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Bürgermeister: René Zok (parteilos)

Staßfurt ist eine deutsche Stadt in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Staßfurt liegt am Südrand der Magdeburger Börde, südlich von Magdeburg. Die Stadt wird von dem Fluß Bode durchquert.

Geschichte

Ältere Zeit

Im Jahre 806 erfolgte die erstmalige (gesicherte) urkundliche Erwähnung von Staßfurt im Zusammenhang mit einer Einladung durch Kaiser Karl den Großen an den Abt Fulrad von St. Quentin zur Abhaltung einer Heeresversammlung in Starasfurt an der Bode.

Die Bedeutung Staßfurts im Mittelalter war durch seine Lage an dieser Furt durch die Bode bedingt. Hier führte die alte Handels- und Salzstraße von Lüneburg kommend nach Halle/Saale entlang. Das Dorf Alt-Staßfurt nördlich der Bode unterstand weltlich und geistlich dem Erzstift Magdeburg.

Im 11. Jahrhundert wurde die Burg (Wehranlage) südlich der Bode errichtet. Bereits 1180 wurde dem Staßfurter Siedlungsbereich südlich der Bode innerhalb der Wehrmauern das Stadtrecht verliehen. Die Stadt Staßfurt stand bis 1277 weltlich im Besitz anhaltischer Grafen. Die Nachkommen Albrecht des Bären und Herzöge von Sachsen, Johann I. und Albrecht II., hatten bei der Feier ihres Ritterschlages einen so bedeutenden Aufwand betrieben, daß sie zur Begleichung der Schulden auch die in ihrem Besitz befindliche Stadt Staßfurt am 8. Juli 1276 an den Erzbischof Konrad II. von Magdeburg verpfänden mußten.

Da die Herzöge in Jahresfrist die hohe Schuldsumme von 6.000 Silbermark nicht bezahlen konnten, fiel Staßfurt ab 1277 an das Erzstift Magdeburg. Seit 1680 war Staßfurt als sogenannte Immediatstadt direkt dem brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg unterstellt und lag bis 1807 im Holzkreis. Ab 1815 gehörten Alt-Staßfurt und die Stadt Staßfurt im Regierungsbezirk Magdeburg zur Provinz Sachsen und blieb damit bis zur Auflösung des preußischen Staates 1947 auf preußischem Hoheitsgebiet.

Jüngere Zeit

Von 1952 bis 1994 war Staßfurt Kreisstadt des Kreises Staßfurt im DDR-Bezirk und später Regierungsbezirk Magdeburg. Mit der Kreisgebietsreform 1994 wurde durch die Zusammenlegung der Kreise Aschersleben und Staßfurt der neue Landkreis Aschersleben-Staßfurt mit der neuen Kreisstadt Aschersleben gebildet. Im Zuge der Kreisgebietsreform 2007 wechselte Staßfurt in den neu gebildeten Salzlandkreis.

Die SWAPO schickte während der Unabhängigkeitskämpfe in Südwestafrika in den 1980er Jahren Kinder zur Erziehung und Ausbildung in die DDR. So befanden sich Anfang 1990 auf der Schule der Freundschaft in Staßfurt 291 solcher Kinder. Sie wurden im August 1990 – zusammen mit 134 Kleinkindern aus Bellin – in das inzwischen unabhängige und von der rot-terroristischen SWAPO regierte Namibia zurückgebracht.

Zu DDR-Zeiten entstanden die beiden Plattenbau-Siedlungen „Leninring“ (heute „Nord“) und „Am Tierpark“, während die Bausubstanz der Innenstadt - sofern sie nicht durch Bergschäden abgerissen werden musste - zunehmend verfiel. Erst die seit 1991 durchgeführte Stadtsanierung führte zu einer Trendwende.

Am 1. April 1946 wurde die benachbarte anhaltische Stadt Leopoldshall nach Staßfurt zwangseingemeindet. Der 1873 auf anhaltischem Gebiet unmittelbar neben Staßfurt gegründete Ort erhielt am 29. Januar 1919 das Stadtrecht. Seit 28. Februar 2003 sind auch die Orte Löderburg (mit den Ortsteilen Rothenförde, Lust und Athensleben als Ortschaft) und Hohenerxleben, und seit 1. Januar 2004 der Ort Rathmannsdorf in die Stadt Staßfurt eingemeindet worden. Am 1. Januar 2009 wurden die Gemeinden Neundorf (Anhalt) und Förderstedt in die Stadt Staßfurt eingegliedert.

Bekannte, in Staßfurt geborene Personen

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