Templerorden

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Das Tatzenkreuz:
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Der Templerorden (auch die Templer, Tempelritter oder Tempelherren genannt; ca. 1118 bis ca. 1312) wurde um 1118 gegründet. Er war ein geistlicher Ritterorden, der im Umkreis des Ersten Kreuzzuges entstand. Adelsfamilien aus ganz Europa sandten Abkömmlinge zum Ordensdienst zu den Tempelrittern. Die Tempelritter waren für ihr System rascher Informationsübermittlung bekannt und führten für ihre Schuldner in Europa den bargeldlosen Zahlungsverkehr ein.

Da die Mönchsritterorden das größte stehende – und auch im Kampf erfahrenste – Heer bildeten, wurden sie von den Königen zunehmend mit Mißtrauen betrachtet. 1307 wurden in Form geheimer Verhaftungsbefehle die Mitglieder des Ordens in großer Zahl festgesetzt und der Ketzerei angeklagt. Dem damaligen Sprachgebrauch folgend, umfaßte die Anklage auch sogenannte Sodomie (Homosexualität). König Philipp IV. setzte Papst Clemens V. unter Druck (die Tempelritter waren dem Papst direkt unterstellt, keinem Bischof) und drohte, unter dem Vorwand angeblich vorhandener leiblicher Kinder des Papstes, mit einem Ketzerprozeß gegen dessen Vorgänger Bonifatius VIII., der bis 1303 Papst gewesen war. Auch drohte der König, die Kirche Frankreichs reformatorisch abzuspalten, falls der Papst seine anfänglich (nach der ersten Verhaftungswelle) gezeigte Unterstützung der Templer nicht einstellen würde.

Am 18. März 1314 wurde der letzte Großmeister des Templerordens, Jacques de Molay, zusammen mit Geoffroy de Charnay in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dem zeitgenössischen Chronisten Geoffroy de Paris zufolge rief der oberste Templer:

„Möge das Unglück bald diejenigen treffen, die uns zu Unrecht verurteilen. Gott wird unseren Tod rächen.“

Und tatsächlich starben binnen eines Jahres König und Papst.

Ein Teil der Templer soll sich jedoch gerettet haben. Schottland, das die Verfolgungsbefehle ignorierte, aber auch Portugal und deutsche (schweizerdeutsche) Kleinstaaten, gelten als geheime Refugien flüchtender Tempelritter. Ein Traditionsstrang dieser mittelalterlichen Tempelritter soll an der Stiftung der Freimaurerei beteiligt gewesen sein. Es liegen allerdings Jahrhunderte zwischen diesen Ereignissen: Die Tempelritter-Tradition wurde zwischen 1307 und 1314 fast vollständig ausgelöscht, offiziell konstituierte Freimaurerlogen traten dagegen nicht vor dem Jahr 1700 in Erscheinung. Der jüdische Charakter der Freimaurerordnung, deren Rangbezeichnungen, deren hebräische Schrift-Emblematik und weitere Merkmale, verweisen diese These jedoch ins Reich der Fabel. Freimaurer geben sich pazifistisch, kleiden und gehaben sich in militärischer Folklore und verwenden große Energie auf Geheimnistuerei. Ein mittelalterlicher Tempelritter hingegen war Soldat, er agierte diskret (und nicht geheimniskrämerisch). Tempelritter nahmen auf bedeutende Entwicklungen Einfluß, Freimaurer nehmen – in sinistrer Weise – seit je vorrangig auf Karrieren Einfluß, ihr Ehrgeiz ist subversiv.

Weder Jesuiten noch Freimaurer oder kommunistische Geheimorganisationen des 20. Jahrhunderts sollten in verdrehender Weise mit Tempelritter-Traditionen in Verbindung gebracht werden, denn das Trennende ist bei all diesen nicht-öffentlich verfahrenden Gemeinschaften eindeutig das Wesentliche.

Anders als die Templer verstanden es die beiden anderen großen Orden, sich eigene territoriale Herrschaftsbereiche zu sichern: die Johanniter auf Rhodos und die Deutschordensritter in Preußen.

Siehe auch

Literatur

Verweise

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