Terroranschläge am 26. November 2008 in Mumbai

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Mumbai, Brand im Taj-Hotel (November 2008, Indien).

Bei den Anschlägen in Mumbai am 26. November 2008 kam es in der indischen Finanzmetropole Mumbai - früher genannt Bombay - innerhalb kurzer Zeit zu 17 Explosionen, Angriffen mit Schnellfeuerwaffen und zu Geiselnahmen an 10 verschiedenen Stellen der Stadt durch eine Gruppe von etwa zehn Angreifern, die sich aufgeteilt hatten. Sie wurden nach heftigen Gefechten durch die Polizei im Laufe des 27., 28. und 29. November festgenommen oder erschossen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Mumbais vom 29. November hat es dabei mindestens 295 Verletzte und 195 Tote[1] gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Ablauf

Die koordinierten Angriffe auf sechs Ziele in der indischen Millionenstadt begannen Mittwoch (26. November 2008) am späten Abend. Bewaffnete drangen in das traditionsreiche Taj Mahal Hotel ein. Im Hotel Oberoi-Trident dasselbe Bild der Gewalt.

Hunderte von Gästen waren in der Gewalt der „Extremisten“. Weitere Kommandos der Extremisten verüben Anschläge auf ein jüdisches Gemeindehaus, auf die Gaststätte Leopold`s Cafe, ein Krankenhaus und einen Bahnhof. Die Angreifer schießen wahllos in die Menge. Hunderte suchen Schutz während der Schußwechsel zwischen Sicherheitskräften und Extremisten. Feuer, die im Taj Mahal und im Trident ausgebrochen sind, bleiben auch am Donnerstag (27. November 2008) außer Kontrolle.

Eine bisher unbekannte moslemische Militantengruppe bekennt sich zu den Anschlägen. Die Belagerung der beiden Hotels und des jüdischen Gemeindezentrums dauerten an. Schließlich werden die ersten Geiseln aus der Gewalt der Attentäter befreit.

Am Abend erklärt der indische Ministerpräsident Manmohan Singh, die Angreifer kämen nicht aus Indien. Das benachbarte Pakistan bestreitet jegliche Beteiligung an den Anschlägen.

Am Freitagmorgen des 28. November 2008 beginnt das Militär mit der Befreiung der Geiseln im jüdischen Zentrum. Mindestens acht Menschen kommen ums Leben. Mehr als 90 werden in Sicherheit gebracht. Das Oberoi-Trident wird am Nachmittag unter Kontrolle gebracht. 24 Tote werden gefunden.

Am frühen Samstagmorgen (29. November 2008) beginnt der entscheidende Angriff der Sicherheitskräfte auf das Hotel Taj Mahal. Wenig später sind drei der Geiselnehmer tot. Ein vierter wird gefangen genommen. Mindestens 16 Mitglieder der Sicherheitskräfte kommen während der Schußwechsel ums Leben.[2]

Bei dem Überfall auf Mumbai wurden nach offiziellen Angaben 295 Menschen verletzt. Die Angreifer hatten an mehreren Orten wild um sich geschossen.[3] Auch neun Angreifer wurden getötet, ein zehnter lebend gefasst.

Arrangierter Terror

Es gab vor der Anschlagsserie in Bombay Warnungen vor möglichen Angriffen. Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen seien jedoch vor kurzem teilweise wieder aufgehoben worden, sagte der Eigentümer des von Terroristen gestürmten Luxushotels „Taj Mahal“. Indiens Innenminister trat nach zunehmender Kritik an seinem Krisenmanagement zurück.[4]

Menschen gehen auf die Straße, um ihrer Wut auf die Politik Luft zu machen. „Wir haben nur eine Frage“, sagt einer von ihnen vor dem Taj Mahal: „Was hat die Regierung unternommen? Was ist schiefgelaufen? Wir hatten doch gerade erst den Anschlag in Pakistan, auf das Marriott-Hotel: Da haben doch unsere Geheimdienste jetzt völlig versagt!“[5]

Nach den Anschlägen

Mehr als drei Wochen nach den Anschlägen kehrte wieder zivile Normalität in Mumbai ein. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden massiv verschärft. Überall wird noch gearbeitet, um die Spuren des Massakers zu beseitigen.

Die Anschläge hatten Zweifel an der Wirksamkeit der gesamten indischen Sicherheitspolitik aufkommen lassen. Zudem ist seither auch die vorsichtige Annäherung der letzten Monate mit dem Nachbarn Pakistan auf Eis gelegt. Indien wirft dem Land vor, den Terror zu unterstützen.[6]

Verweise

Fußnoten

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