Teske, Hermann

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Gustav Wilhelm Hermann Teske (Lebensrune.png 10. Juli 1902 in Berlin; Todesrune.png 1. November 1983 in Tutzing) war ein deutscher Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt als Oberst i. G. Generalstabsoffizier des Heeres und Träger des Deutschen Kreuzes in Silber im Zweiten Weltkrieg sowie Archivar und Sachbuchautor. Der Militärhistoriker und -wissenschaftler war unter anderem Leiter des Militärarchivs beim Bundesarchiv in Koblenz.

Chronologie

  • 1921 Nach dem Abitur Zeitfreiwilliger
  • 1.4.1922 Eintritt in das Ausbildungsbatiallon des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments/3. Infanterie-Division der Reichswehr (Wünsdorf)
  • 1. Mai 1926 in der 14. Kompanie/9. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Wünsdorf) [laut Stellenbesetzung]
  • 1. Mai 1927 in der 9. Kompanie/9. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Berlin) [laut Stellenbesetzung]
  • 1. Mai 1930 in der 13. (MW) Kompanie/9. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Potsdam) [laut Stellenbesetzung]
  • 1. Mai 1931 in der 8. (MG) Kompanie/9. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Potsdam) [laut Stellenbesetzung]
  • 1.10.1931 im Stab des Gruppenkommandos 1 (Berlin)
  • 1932 Adjutant des Lehrgangs für Leibesübungen in Zehrensdorf-Zossen (Waldstadt Süd)
  • 1. Mai 1933 an der Heeressportschule in Wünsdorf
    • Geschichte der Heeressportschule: 1914 bis 1916 Errichtung der Kaiserlichen Sportschule, 1916 bis 1918 genannt Militärturnanstalt (Militär-Turnanstalt), 1919 bis 1933 Lehrgang für Leibesübungen, 1934 bis 1940 Heeressportschule, 1954 bis 1994 Haus der Offiziere.
  • 1.4.1934 9. (Preußisches) Infanterie-Regiment, das seit 1934 „Infanterie-Regiment Potsdam“ hieß
  • 1.2.1935 im III. Bataillon/Infanterie-Regiment 8 (Frankfurt/Oder)
  • 15.10.1935 Chef der 14. (PzAbw) / Infanterieregiment 50 (Küstrin)
  • 6.10.1936 an der Kriegsakademie (Berlin)
  • 5. Juli 1938 im Generalstab der 5. Division (Ulm)
    • bei Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er Zweiter Generalstabsoffizier (Ib) der 5. Infanterie-Division
  • 30.1.1940 kommandiert zum Stab der 12. Infanterie-Division
  • 5.2.1940 Ia der 12. Infanterie-Division
  • 1.11.1940 im Stab des Chefs des Transportwesens im Generalstab des Heeres
  • 20.1.1941 Bevollmächtigter Transportoffizier der 17. Armee
  • 1.1.1942 Deutscher Transportbevollmächtigter Finnland
  • 17.2.1943 General des Transportwesens im Generalstab der Heeresgruppe Mitte
  • 25.10.1944 Führerreserve OKH (V)
  • 9.12.1944 kommandiert zur 198. Infanterie-Division zur Verwendung als Regimentskommandeur
  • 1948 Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft
    • ab 1946 Tätigkeit bei der Operational History (German) Section der Historical Division der United States Army bei Generaloberst a. D. Franz Halder
  • Nachdem er kurzzeitig als Handelsvertreter wurde er Militärschriftsteller
  • Von 1957 bis 1960 Chefredakteur der Zeitschrift „Wehrkunde“
  • Außerdem war er für die „Neue Deutsche Biographie“ (NDB) tätig
  • 1960 Leiter des Militärarchivs beim Bundesarchiv in Koblenz (später nach Freiburg verlegt) im Rang eines Oberarchivrats
  • Als Publizist u. a. Gründer der Buchreihe „Die Wehrmacht im Kampf“
  • Nach seiner Pensionierung im Jahr 1965 lebte er in Tutzing.

Familie

Heiratseintrag, Stettin 1932
Nahkampf-Schule. E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1930, Hermann Teske.jpg
Hermannn Teske Zehntausend Mann, die zogen ins Manöver – Ein Erlebnisbericht.jpg

Hermann Teske war der Sohn des Ingenieurs und Oberpostbauinspektors Gustav Adolf Wilhelm Paul Teske (Lebensrune.png 15. Juli 1870 in Berlin; Todesrune.png 17. Juli 1937) und seiner am 23. Februar 1897 in Berlin geehelichten Gemahlin Maria Charlotte „Lotte“, geb. Wiens (Lebensrune.png 18. August 1873 in Berlin). Hermanns Großeltern waren Friedrich Wilhelm Teske und Pauline Luise Emelie, geb. Nicolas sowie der Kaufmann Johann Hermann Wiens und Bertha Maria, geb. Beckert.[1]

Ehe

Am 30. März 1932 heiratete Oberleutnant Teske in Stettin seine Verlobte Ruth Margarethe Martha Liese (Lebensrune.png 24. Dezember 1908 in Berlin-Charlottenburg). Ihr Vater war der Oberst (und später General der Infanterie) Kurt Liese, ihr jüngerer Bruder Ritterkreuzträger Kurt-Günther Liese. Aus der Ehe ist ein Sohn entsprossen (Lebensrune.png 1934).

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Als Autor:

  • Nahkampf-Schule. E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1930.
  • Wehrhaft durch Körpererziehung. Wehrmacht-Sport-Verlag, Stuttgart 1933.
  • Zehntausend Mann, die zogen ins Manöver – Ein Erlebnisbericht. Ludwig Voggenreiter, Küstrin 1936
  • Vormilitärische Schulerziehung. J. Beltz, Langensalza 1936.
  • Aufgaben und Stellung des Unteroffiziers (= Der Unteroffizier. H. 1). Bernard & Graefe, Berlin 1938.
  • Der Sport- und Sportgeräte-Unteroffizier (= Der Unteroffizier. H. 7). Bernard & Graefe, Berlin 1938.
  • Wir marschierten für Großdeutschland. Erlebtes und Erlauschtes aus dem großen Jahre 1938 (= Kleine Wehrmacht-Bücherei. Bd. 6). Verlag Die Wehrmacht, Berlin 1939.
  • Die silbernen Spiegel. Generalstabsdienst unter der Lupe. Vorwinckel, Heidelberg 1952.
  • Bewegungskrieg. Führungsprobleme einer Infanterie-Division im Westfeldzug 1940 (= Die Wehrmacht im Kampf. Bd. 6). Vorwinckel, Heidelberg 1955.
  • Colmar Freiherr von der Goltz. Ein Kämpfer für den militärischen Fortschritt (= Persönlichkeit und Geschichte. Bd. 6). Musterschmidt, Göttingen u. a. 1957.
  • Berlin und seine Soldaten. 200 Jahre Berliner Garnison (= Berlinische Reminiszenzen. Bd. 22). Haude u. Spener, Berlin 1968.
  • Wenn Gegenwart Geschichte wird... (= Die Wehrmacht im Kampf. Bd. 50). Vowinckel-Verlag, Neckargemünd 1974, ISBN 3-87879-091-0.

Als Bearbeiter:

  • General Ernst Köstring. Der militärische Mittler zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, 1921–1941 (= Profile bedeutender Soldaten. Bd. 1). Mittler, Frankfurt am Main 1965.

Als Herausgeber:

  • Hasso von Wedel: Die Propagandatruppen der Deutschen Wehrmacht (= Die Wehrmacht im Kampf. Bd. 34). Vowinckel, Neckargemünd 1962.

Fußnoten

  1. Abstammung nach Urkunden durch den Ahnenforscher Ph M belegt.