Eschenburg, Theodor Rudolf Georg

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Prof. Dr. Theodor Rudolf Georg Eschenburg

Theodor Rudolf Georg Eschenburg (Lebensrune.png 24. Oktober 1904 in Kiel; Todesrune.png 10. Juli 1999 in Tübingen) war ein deutscher Politologe, Staatsrechtler, Publizist, Mitglied des Deutschen Herrenklubs, und führender Umerzieher.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Abstammung

Sein Vater war bei seiner Geburt Oberleutnant zur See der Kaiserlichen Marine, der sich in Kiautschou bei der Ostasiatischen Besatzungs-Brigade befand und erst 1906 wieder zurück ins Reich kehrte, wo er zum ersten Mal seinen Sohn zu Gesicht bekam. Theodor Eschenburg war zuletzt Konteradmiral der Reichsmarine, am 25. September 1918 hatte er noch als Korvettenkapitän und Leiter der U-Boots-Schule, zugleich Chef des Verbandes der U-Schule, das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern von Kaiser Wilhelm II. erhalten;

Seine Mutter war Ellen, geb. Wieler (1883-1918). Er hatte vier Geschwister, drei Brüder und eine Schwester. Sein Großvater war Bürgermeister von Lübeck. Zu seinen Vorfahren gehört der Schöpfer des Liedes „Tochter Zion, freue Dich“.

Ausbildung und Wirken

Eschenburg studierte Nationalökonomie und Geschichte und promovierte mit der Arbeit „Das Kaiserreich am Scheideweg“ 1928 in Berlin. Er gehörte der DVP, dann der Deutschen Staatspartei an, die für das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich stimmte. Später schloß er sich der SS an; die Begründung lautete nach Jahrzehnten, daß er sich vor Verfolgung durch die SA schützen wollte. Eschenburg unterstützte Carl Vincent Krogmann bei seiner Politik in Hamburg und wirkte danach in Wirtschaft und Industrie. Er war Geschäftsführer von 21 Industrieverbänden und galt in der Zeit des Nationalsozialismus als Kartellfachmann.

Umerzieher im Dienst der Kriegssieger

Sofort nach Kriegsende empfahl er den Besatzern seinen Deutschlandplan:

  • Souveränitätsbeschränkungen (u.a. ein Ausländer als Staatsoberhaupt)
  • Umfangreiche Wiedergutmachung
  • Teilungspläne („Die Freiheit der Deutschen ist durch eigene Schuld beschränkt“)
  • Umerziehung des „politisch verdorbenen deutschen Volkes“

Ohne Habilitation erhielt Eschenburg in Tübingen als erster einen Lehrstuhl für das von den westlichen Kriegssiegern eingeführte Fach Politologie, den er von 1953 bis 1973 innehatte. Als langjähriger Herausgeber der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte des zur Umerziehung von den Westmächten gegründeten Münchener Instituts für Zeitgeschichte wurde Eschenburg Vertreter der radikalen Umerziehung. Er behauptete eine Alleinschuld Adolf Hitlers am Zweiten Weltkrieg und erklärte sie zum Fundament der Nachkriegspolitik. Zu seinem 90. Geburtstag feierten ihn die BRD-Systemmedien als „Lehrmeister Deutschlands“[1]. Der Theodor-Eschenburg-Preis wird allerdings nicht mehr verliehen.[2]

Chronologie

  • 1911-1913 Privatschule in Cuxhafen
  • 1913-1922 Gymnasium in Kiel
  • 1922-1924 Gymnasium in Lübeck
  • 1924-1926 Studium Universität Tübingen
    • seit 1924 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen
  • 1926 Studium Universität Berlin
  • 1928 Promotion Universität Berlin
  • 1929-1933 Wissenschaftlicher Referent VDMA, Berlin
  • 30. Juni 1933 Eintritt in die Schutzstaffel der NSDAP (SS) als Anwärter bei, er wurde am 6. März 1934 SS-Mann
  • 1933-1945 Geschäftsführer industrieller Verbände
    • Verbandsbüro Dr. Eschenburg & Dr. Cohn – Geschäftsführung wirtschaftlicher Verbände
  • 1945-1947 Staatskommissar für das Flüchtlingswesen Württemberg-Hohenzollern
  • 1947-1952 Ministerialrat/Staatsrat Innenministerium Württemberg.-Hohenzollern
    • von 1947 bis 1951 war er auch Stellvertreter des Innenministers von Württemberg-Hohenzollern
  • 1949-1952 Honorar Professor Uni Tübingen
  • 1952-1969 ordentlicher Prof. für Politikwissenschaften an der Uni Tübingen
    • der erste Lehrstuhlinhaber für Politikwissenschaft in Deutschland an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • 1961-1963 Rektor der Uni Tübingen
  • 1960 Schillerpreis der Stadt Mannheim
  • 1962 Karl-Bräuer-Preis des Bundes der Steuerzahler
  • 1968 Mitglied des Ordens „Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
  • 1983 Heinz-Herbert-Karry-Preis
  • 1984 Aschendorfer Historikerpreis
  • 1986 Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes
  • 1971 Mitglied des PEN-Zentrums BRD

Familie

Professor Dr. Eschenburg heiratete 1934 seine Verlobte, die Juristin Erika Kempf (1908-1976)), aus der Ehe sind vier Kinder entsprossen: Ellen Kemmler (1935-1983), Ärztin, Christine E.-Schricker (1939), Rechtsanwältin, Ulrike Störring (1943), Ärztin, Susanne E. (1949), Lehrerin. 1982 heiratete der Witwer ein zweites Mal, seine Frau war Ingrid, geb. Uebelmesser.

Verweise

Fußnoten

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