Metzger, Tom

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Thomas „Tom“ Linton Metzger (Lebensrune.png 9. April 1938 in Warsaw, Indiana; Todesrune.png 4. November 2020 in Hemet, Kalifornien) war ein deutschstämmiger VS-amerikanischer politischer Aktivist. Er war bis zu seinem letzten Atemzug bekennender Antikommunist und Verfechter des Rassenbewußtseins.

Werdegang

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NOCH ist es nicht illegal, weiß zu sein!

Nach seinem Militärdienst beim US-amerikanischen Heer von 1956 bis 1959 (zuletzt Private First Class bzw. Gefreiter) zog Metzger nach Kalifornien, um in diesem industriellen Umfeld eine Karriere als Fernseh-Elektroniker zu verfolgen. Er trat der John Birch Society bei und arbeitete in der 1964er Präsidentenkampagne für den Republikaner Barry Goldwater gegen Lyndon B. Johnson.

1968 unterstützte Metzger die Kandidatur von George Wallace, American Independent Party, gegen Richard Nixon. Nachdem er die John Birch Society verlassen hatte, trat Metzger 1975 den Knights of the Ku Klux Klan von David Duke bei und wurde schnell Grand Dragon von Kalifornien.

1979 organisierte er Grenzwachen (Klan Border Watch), um Illegale aus Mexiko aufzuspüren und festzusetzen. Nach einem Krawall in Oceanside im Frühjahr 1980 blieben sieben verletzte Klangegner zurück. Einige Wochen später löste sich Metzger von David Duke, um die „California Knights of the Ku Klux Klan“ zu formieren.

Als solcher betrieb er die Zeitung „California Klan News“ sowie, wie auch später bei „WAR“, eine Telefon-Notzentrale für Weiße, die von anderen Rassen angegriffen, unterdrückt, diskriminiert oder benachteiligt wurden. Bei den Vorwahlen zum Kongreß gewann er 33.000 Stimmen für die Demokraten. 1982 verließ er endgültig die KKK, auch weil er ihr fundamentales Christentum ablehnte, die er als „Sklaven-Religion“ bezeichnete. Er selbst war ein Anhänger der „Third Position“ (Querfront).

Wegen seiner „rassistischen“ und „judengegnerischen“ Äußerungen rückte die Demokratische Partei aber von ihm ab und empfahl die Wahl des republikanischen Kandidaten, der dann 253.949 zu 35.107 gegen Metzger gewann. Den Klan verließ er dann endgültig, um die White American Political Association (WAPA) zu gründen. Da es ihm auch damit nicht gelang, politisch Erfolg zu haben, gründete Metzger die Vereinigung White American Resistance, die später in White Aryan Resistance (WAR) umbenannt wurde.

Er nutzte als einer der Ersten Massenmedien wie das Weltnetz oder Kabelfernsehen. 1984 begann er, seine Sendung Race and Reason über kleine Kabelstationen zu senden (er erreichte 62 Städte in 21 Bundesstaaten), 1985 trat er als Gast von Louis Farrakhan bei einer Nation of Islam-Großveranstaltung in San Diego auf (wobei er 100 US-Dollar spendete), 1988 folgte der gemeinsame Auftritt mit seinem Sohn in der Sendung „The Geraldo Rivera Show“, wo es von Linken zu Gewaltausschreitungen kam. Geraldo Rivera wurde dabei von eine Stuhl getroffen und erlitt einen Nasenbeinbruch.

Im selben Jahr tötete der Skinhead Ken Mieske () mit zwei weiteren) von „East Side White Pride“ (ESWP), die vom Metzger-Schüler Dave Mazella aufgebaut worden war, in Portland, Oregon den Student aus Äthiopien Mulugeta Seraw. In der Polizeiuntersuchung, begleitet vom Southern Poverty Law Center, wurde eine Verbindung Metzgers zur Skinheadgang aufgedeckt. Der Stellvertreter Metzgers, Mazzella, gab in einem vor dem Mord gesandten Brief an die Skinheadgang seine Reisepläne nach Portland bekannt und erklärte ihnen die besten Methoden für gewaltreichen Widerstand. Mit Hilfe der Anti-Defamation League (ADL) wechselte Mazzella die Seite und wurde Hauptzeuge der Anklage. WAR wurde zu 5 Millionen Dollar verurteilt, der Sohn John Metzgers zu 4 Millionen, Tom Metzger zu 3 Millionen und zwei der Täter zu 500.000 US-Dollar.

Für die unerlaubte Verwendung von Bart Simpson auf Hemden und eine Kreuzverbrennung von 1983 in Los Angeles wurde Metzger 1992 zu sechs Monaten Haft verurteilt, aber vorzeitig entlassen, um als Sterbebegleitung bei seiner Ehefrau Kathleen sein zu dürfen.

Sein Auswanderungsversuch nach Kanada scheiterte, nachdem er eine Demonstration in Toronto organisiert hatte und ausgewiesen worden war. Jetzt begann er, die von Louis Beam entwickelte „lone-wolf“-Methode anzuwenden und eine schwer greifbare Zellenorganisation zu favorisieren. Mit der 1989 gegründeten antisemitischen Negerorganisation New Black Panther Party (NBPP) pflegte Metzger engen Kontakt.

Mit einer weiteren Rede 1993 über die Notwendigkeit von Separation und die Machenschaften der Juden gewann er viele Sympathien, auch bei den Schwarzen. Auf der politischen Agenda Metzgers steht weiterhin der Kampf gegen den Kapitalismus, Konzerne und außenpolitische Verstrickungen.[1]

Familie

Metzger heiratete 1963 seine Verlobte Kathleen Murphy, die 1992 nach schwerer Krankheit verstarb. Seine spätere langjährige Lebensgefährtin war Mary Arnold. Tom Metzger war Vater, Großvater und Urgroßvater: Sechs Kinder (Carolyn, Dorraine, John, Lynn, Rebecca und Laurie), neun Enkelkinder und ein Urenkel (Stand: 2020).

Zitate

  • „Die politische Rechte ist tot. Die Marxisten sind tot. Es ist nun ein Aufstand der Weißen.“
    • The right wing is dead. The Marxists are dead. It's a white revolution. (Aryan Woodstock 2, 1989)
  • „Wir werden Blut auf den Straßen vergiessen, wie man es nie zuvor gesehen hat. Wir werden mehr Gewalt fördern als in beiden Weltkriegen zusammen.“
    • We will put blood on the streets like you've never seen. And advocate more violence than both world wars put together. (WAR-Telefondienstansage nach zahlreichen Angriffen von Schwarzen auf Weiße, 1990)
  • „Wir müssen infiltrieren! Infiltriert das Militär! Infiltriert eure lokalen Regierungen! Infiltriert die lokalen Schulaufsichtsbehörden! Infiltriert die Strafverfolgungsbehörden!“
    • We have to infiltrate! Infiltrate the military! Infiltrate your local governments! Infiltrate your school board! Infiltrate law enforcement! (aus einer Rede bei einem Skinheadkonzert, 2004)
  • „Meine ganze Aufmerksamkeit gilt dem Überleben des weißen europäischen Volkes in Nordamerika.“
    • My total concern is with the survival of the white European people in North America. (MSNBC-Interview, 2020)

Schriften (Auswahl)

  • Laws for the lone wolf, Teil I und II
  • Mini Manual on Survival, April 2003

Literatur

  • Morris Dees: Hate on Trial: The Case Against America's Most Dangerous Neo-Nazi, Villard, 1993, ISBN 0-679-40614-X (280 Seiten)
  • Elinor Langer: A Hundred Little Hitlers: The Death of a Black Man, the Trial of a White Racist, and the Rise of the Neo-Nazi Movement in America, Henry Holt, New York 2003, ISBN 0-8050-5098-1
  • George Michael: This is WAR! Tom Metzger, White Aryan Resistance, and the Lone Wolf Legacy, Nova Publishers, Inc., 2016, ISBN: 978-1-63484-352-2

Fußnoten

  1. Gitlin, Martin: The Ku Klux Klan – A Guide to an American Subculture. 2009. S. 97-102