Tschechien

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Tschechien ist die in der BRD-Sprache gängige und fälschliche Bezeichnung für die Tschechei bzw. für die derzeitige amtliche Staatsbezeichnung Tschechische Republik.

Tatsächlich schließt der Ausdruck in seiner ursprünglichen Bedeutung jedoch die Slowakei mit ein. So erklärte der Duden in seiner 10. Auflage (1929) den Eintrag Tschechien lapidar mit „Tschechoslowakei“, ebenso das Wörterbuch „Das Deutsche Wort“ von Richard Pekrun aus dem Jahre 1933. Ursächlich für die derzeitige Neusprech-Verwendung dieses Begriffs ist der innerhalb Deutschlands und insbesondere in der BRD seit Jahrzehnten betriebene Schuldkult, welcher in seiner unterwürfigen Grundattitüde eine überzogene und vorauseilende Rücksichtnahme gegenüber tatsächlichen oder vermeintlichen Befindlichkeiten anderer Staaten oder Völker einschließt.

Im Falle des Begriffes Tschechei schwingt hierbei die Angst mit, die Tschechen könnten sich durch dessen Verwendung eventuell beleidigt fühlen, wobei man insbesondere wegen der angeblich „dunklen deutschen Vergangenheit“ in Böhmen und Mähren sowie aufgrund der 1945 erfolgten Massenermordung und Vertreibung der Sudetendeutschen durch die Tschechen eine ausgeprägte Rücksichtnahme gegenüber den vermeintlichen tschechischen Opfern und tatsächlichen tschechischen Tätern zu nehmen habe. Ganz allgemein wird in dem Zusammenhang auch häufig die Behauptung geäußert, daß die Tschechen nicht wollen, daß die Deutschen ihr Land Tschechei nennen. Hierzu äußerte sich der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider folgendermaßen:

„Welch ein Argument! Wir heißen Deutsche – was schert das die Engländer, die uns Germanen, die Franzosen, die uns Alemannen, die Italiener, die uns tedeschi nennen?[1]

Fußnoten

  1. In: Wolf Schneider: Deutsch für Profis
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