Fegelein, Waldemar

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SS-Untersturmführer Fegelein, um 1936

Waldemar „Axel“ Fegelein (Lebensrune.png 9. Januar 1912 in Ansbach; Todesrune.png 20. November 2000 in Obermeitingen, Landkreis Landsberg am Lech[1]) war ein deutscher Offizier der Reiterei in der Waffen-SS und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges. Er war der jüngere Bruder von Hermann Fegelein.

Leben

SS-Hauptsturmführer W. Fegelein auf „Nordrud“, 1939 in Aachen
SS-Obersturmbannführer Fegelein

Waldemar Fegelein wurde am 9. Januar 1912 in Ansbach als jüngerer Bruder Hermann Fegeleins geboren, sie stammten aus kleinbürgerlichen Verhältnissen und hatten über den elterlichen Reiterhof bei München frühzeitig Kontakt mit der Reiter-SS, der sie schließlich beitraten.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1936 gehörten sowohl der ältere Hermann als auch Waldemar zur Nationalmannschaft der Springreiter und nahmen an den Wettbewerben im Einzel und in der Mannschaft teil. Im Juli 1937 wurde der elterliche Reiterhof bei München zur SS-Hauptreitschule ernannt und diese der „besonderen Verwendung“ Heinrich Himmlers unterstellt. Die Fegeleins bauten zusammen das heutige Olympia-Reitzentrum in München-Riem auf, das auf dem Gelände der damaligen SS-Hauptreitschule lag. Waldemar Fegelein gewann am 24. Juni 1939 auf seinem Pferd „Nordrud“ das Deutsche Spring Derby in Hamburg, er blieb als einziger von 37 Startern fehlerfrei.

Zweiter Weltkrieg

Der verwundete Waldemar Fegelein mit seinem Bruder Hermann
Fegelein mit Franziska Braun, Mutter von Ilse, Eva und Gretl Braun, bei der Hochzeit seines Bruders Hermann am 3. Juni 1944

Im Zweiten Weltkrieg war Fegelein als Angehöriger der SS-Verfügungstruppe und der dem Kommandostab RFSS unterstellten SS-Kavallerie-Brigade im Sommer 1941 im Gebiet nördlich der Pripjetsümpfe aktiv, u. a. als zeitweiliger Kommandeur des 1. SS-Kavallerie-Regiments und von dessen 1. Schwadron. Später kommandierte er das SS-Reiter-Regiment 2 der 8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“. Am 26. Februar 1945 übernahm er das Kommando über einen neu gegründeten Freiwilligenverband, nämlich die 37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Lützow”, die er nur wenige Wochen bis März 1945 führte.

Im Rang eines SS-Sturmbannführers wurde er am 16. Dezember 1943 von Heinrich Himmler mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Das Deutsche Kreuz in Gold erhielt er am 2. Dezember 1944. Zudem war er Träger der Nahkampfspange erste Stufe (Bronze), sein letzter Dienstgrad bei Kriegsende war SS-Standartenführer der Reserve.

Endkampf

Im April 1945 bekam Waldemar Fegelein den Befehl, als Führer einer Kampfgruppe einige Alpenpässe zur Alpenfestung zu sperren.

Kapitulation Görings

Hermann Göring wurde im Beisein von Waldemar Fegelein und anderen im Raum Zell am See (Salzburger Land) am – je nach Quelle – 8. oder 9. Mai 1945 von VS-amerikanischen Truppen in Bayern festgenommen, nachdem er sich freiwillig Brigadier General Robert I. Stack (aus Kufstein kommend) von der 36th Infantry Division mit seinem Entourage von 75 Personen zwischen Brucht und Zell am See gestellt hatte. Dieses Treffen geschah auf Vermittlung und im Beisein von Oberst Bernd von Brauchitsch, der auch die Amerikaner durch die deutschen Sperren lotste, da zu diesem Zeitpunkt die Region noch in bewaffneter und wehrbereiter deutscher Hand war. Mit Göring reisten u. a. seine Ehefrau, seine Schwägerin, seine Tochter, sein Adjutant, sein Kammerdiener, seine Leibwächter der Luftwaffe, General Franz Ritter von Epp und weitere, die sich einem Zugriff der Russen entziehen wollten.

General Stack berichtete später, daß Göring, der zuerst nur vorläufig in Gewahrsam war, Angst um sein Leben hatte, als er unterwegs zu den VS-amerikanischen Linien auf Waldemar Fegelein und seine SS-Kampftruppe (die Reste der 37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division) traf und in dessen Obhut alle die Nacht verbringen mußten. Stack übergab Görings Wachen sogar wieder die Maschinenpistolen, da er die Gefahr für gegeben hielt.[2] Am nächsten Tag fuhr General Stack mit seinem Halbzug nur mit Göring, General von Epp, SS-Standartenführer Fegelein und dessen Adjutant zu General Dahlquist nach Kitzbühel, während ein Leutnant und ein Halbzug eines VS-Aufklärungstrupps die Reste der SS-Kampftruppe und Görings Begleitung bewachte, bis reguläre Truppen eintrafen. Unterwegs soll der Adjutant Fegeleins einen Fluchtversuch unternommen haben und wurde von den GIs hinterrücks erschossen. Nach einem Mittagessen im „Grand Hotel“ und einer erneuten Befragung wurde Göring zum Hauptquartier der 7. Armee (7. Army) nach Augsburg ausgeflogen, wo er dann offiziell kapitulierte.

Fegelein wurde aus einem Lager in Darmstadt am 25. November 1946 entlassen.

Nachkriegsjahre

Das Gemeinschaftsgrab Waldemar und Anneliese Fegeleins

Fegelein gründete mit seiner Frau Anneliese (1921–1990) eine Familie. SS-Standartenführer a. D. Fegelein leitete zuletzt als Axel Fegelein einen Reiterhof in der Nähe von Bad Wörishofen und war viele Jahre bei der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) aktiv.

Tod

Waldemar „Axel“ Fegelein verstarb im Alter von 88 Jahren am 20. November 2000 im oberbayerischen Obermeitingen[1] und ruht, je nach Quelle, ebenda oder auf dem Waldfriedhof von Ansbach (Knebelstraße; Endgrablage: Grab 11) mit seiner Frau Anneliese in einem Gemeinschaftsgrab.[3]

Sonstiges

Mitgliedschaften

Fegelein war Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 2.942.829) und der SS (SS-Nr. 229.780).

Familie

Waldemar Fegelein war der jüngere Bruder von Hermann Fegelein und der Schwager von Margarete „Gretl“ und Eva Braun. Nach dem Krieg heiratete er Anneliese (1921–1990). Sowohl Fegeleins Eltern als auch der jüngere Bruder überlebten den Krieg.

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Manche Quellen geben an, er wäre in Berlin gestorben, aber in Obermeitingen bestattet.
  2. Capture of Goering
  3. ww2gravestone.com