Keitel, Wilhelm

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von Wilhelm Keitel)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
Generalfeldmarschall Keitel unterzeichnet in Berlin-Karlshorst am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht
Generalfeldmarschall Keitel unterzeichnet in Berlin-Karlshorst am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht

Wilhelm Bodewin Johann Gustav Keitel (* 22. September 1882 in Helmscherode bei Gandersheim; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg ermordet) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1940 Generalfeldmarschall) und von 1938 bis 1945 Chef des Oberkommandos der Wehrmacht.

Keitel gehörte zu den 24 im sogenannten Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen und wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Leben

Nach dem Abitur trat Keitel 1901 in die kaiserliche Armee ein, wo er im Ersten Weltkrieg als Hauptmann Dienst leistete. Nach dem Krieg blieb er als Berufsoffizier in der auf Grund des sogenannten Versailler Vertrages auf 100.000 Mann verkleinerten Reichswehr. 1931 wurde er zum Oberst und am 1. März 1934 zum Generalmajor befördert. Am 1. Oktober 1935 wurde er als Chef des Wehrmachtamts im Reichskriegsministerium berufen, am 1. Januar 1936 zum Generalleutnant und am 1. August 1937 zum General der Artillerie befördert.

Nach den Rücktritten von Blomberg und Fritsch im Zuge der Fritsch-Blomberg-Affäre und der damit verbundenen Umstrukturierung der Kommandostruktur der Wehrmacht wurde Keitel am 4. Februar 1938 Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Er war Adolf Hitlers engster militärischer Berater. 1939 erhielt er das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. Am 22. Juni 1940 war er in Compiègne der Unterzeichner des Waffenstillstandsabkommens mit Frankreich. Am 19. Juli 1940 wurde er von Hitler zum Generalfeldmarschall befördert.

Am 8. Mai 1945 ratifizierte er als Bevollmächtigter der Regierung Dönitz im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst die am 7. Mai im amerikanischen Hauptquartier in Reims von Generaloberst Alfred Jodl unterzeichnete bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht gegenüber der Roten Armee. Am 13. Mai 1945 wurde Keitel von den Alliierten im Sonderbereich Mürwik bei Flensburg verhaftet und kam in Kriegsgefangenschaft. Keitel wurde im sogenannten Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß am 2. Oktober 1946 für schuldig in allen vier Anklagepunkten erklärt und zum Tode durch den Strang verurteilt. Am 12. Oktober 1946 kam es zu einem Disput, weil er erschossen werden wollte:

"Offiziere werden erschossen, nicht gehängt."

Am 16. Oktober 1946 wurde das Todesurteil dennoch durch den Strang vollstreckt.

Im September 2006 ist der lange unter Verschluss gehaltene Abschiedsbrief Keitels, verfasst kurz vor der Hinrichtung, im Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel geöffnet worden. Das Schreiben enthält neben privaten Worten vor allem eine politische Aussage, eine Aktualisierung seines 1944 in der Wolfsschanze formulierten „Testaments”. Er schreibt darin, er sei durch ein Treueverhältnis besonderer Art an den Führer Adolf Hitler gebunden gewesen:

"Hätte ich diese Gefolgschaft nicht bis zuletzt gewahrt, wäre ich zum Verräter geworden."

Seine letzten Worte unter dem Galgen waren:

"Ich rufe den allmächtigen Gott an und bitte ihn, Mitleid mit dem deutschen Volk zu haben. Mehr als zwei Millionen deutscher Soldaten sind bereits vor mir für das Vaterland gefallen. Ich folge meinen Söhnen."
"Alles für Deutschland!"

[bearbeiten] Verweise

[bearbeiten] Auszeichnungen


[bearbeiten] Literatur

- Maser, Werner (Hrsg.): Wilhelm Keitel. Mein Leben. Pflichterfüllung bis zum Untergang. Berlin 1998.

Persönliche Werkzeuge