Mommsen, Wolfgang J.

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Wolfgang Justin Mommsen (* 5. November 1930 in Marburg an der Lahn; † 11. August 2004 in Bansin auf Usedom) war ein deutscher Historiker.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Wolfgang J. Mommsen, ev., und sein um Minuten älterer Zwillingsbruder Hans wuchsen in Marburg/Lahn auf. Ein Urgroßvater war der Althistoriker und Liberale Theodor Mommsen („Römische Geschichte“), der 1902 den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte. Mommsens Großvater war Bankdirektor, und sein Vater Wilhelm Mommsen arbeitete als Marburger Ordinarius über das 19. Jahrhundert, gehörte zu den wenigen Befürwortern der Weimarer Republik unter den Historikern. Anders als der Mehrheit seiner Kollegen wurde ihm nach 1945 die Rückkehr auf seinen Lehrstuhl verweigert. Mommsens Jugend war entsprechend von materiellen Sorgen und dem erfolglosen Mühen des Vaters um die Rückkehr auf den Lehrstuhl überschattet. Nach dem Abitur an einem Marburger Realgymnasium studierte Mommsen auch daher erst mit dem Berufswunsch Brückenbau-Ingenieur Mathematik und Physik in seiner Heimatstadt.

Am 11. August 2004 verstarb Wolfgang Mommsen beim Baden in der Ostsee.

Schriften

Gesamtausgabe Max Weber

  • Horst Baier, Mario Rainer Lepsius, Wolfgang J. Mommsen: Max Weber-Gesamtausgabe (MWG), 41 Bände, Tübingen: Mohr-Siebeck, 1984ff. (bisher [2008] noch nicht alle Bände erschienen)

Literatur

  • John Breuilly: Wolfgang Mommsen. 1930–2004. In: German History. 22/2004, S. 595–599.
  • Fritz Klein: Erinnerung an Wolfgang Mommsen. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. 52/2004, S. 1035–1037.
  • Wolfgang J. Mommsen (Interview): Die Jungen wollen ganz unbefangen die alte Generation in die Pfanne hauen. In: Rüdiger Hohls, Konrad H. Jarausch (Hg.): Versäumte Fragen. Deutsche Historiker im Schatten des Nationalsozialismus. Stuttgart 2000, S. 191–2117, ISBN 3-421-05341-3 (im Weltnetz).
  • Stefan Rebenich: Die Mommsens. In: Volker Reinhardt (Hg.): Deutsche Familie. Historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker. München 2005, S. 147–179, ISBN 3-406-52905-4.
  • Hans-Ulrich Wehler: Wolfgang J. Mommsen 1930–2004. In: Geschichte und Gesellschaft. 31/2005. S. 135–142.
  • Christoph Cornelißen (Hrsg.): Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation. Berlin 2010.[1]

Fußnoten

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