Worfengrund

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Worfengrund

Staat: Deutsches Reich
Gau: Ostpreußen
Landkreis: Ortelsburg
Provinz: Ostpreußen
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Worfengrund befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Worfengrund ist ein deutscher Ort in Ostpreußen im Bezirk Allenstein, Kreis Ortelsburg.

Geschichte

Die Gründungshandfeste für sechs Eigenkätner, „die bereits 1777 auf Scheffelplätzen in der Korpeller Forst wohnten“, wurde am 7. Juni 1787 ausgestellt (Ostpr. Fol. 15 586, Die Wirte: Adam Frassa, Michael Frassa, Thomek Majewski, Barbek Gorontzi, Michael Wieschollek, Martin Kottowski erhielten ihr Land zu Hochzinsrechten. Eine im Göttinger Archivlager vorhandene Karte, 1787 von Kondukteur Tite gezeichnet, gibt Auskunft über die Verteilung der Ländereien: Acker: 4 H 2 M 26 R, Wiesen: 3 H 19 M 176 R, Acker zu Land: 5 H 1 M 96 R, Land zu Wiesen: 2 H 14 M 105 R. Das Ackerland lag westlich des Dorfes, die Wiesen unmittelbar am Waldpuschfluß. Die Dorfgemarkung wurde 1799, 1822 und 1834 (24. Juli, Separationsrezeß) um 256 M 128 R preuß. erweitert. Die Zahl der Wirte war 1840 (Prästationstabelle Ortelsburg Nr. 17) die gleiche wie im Gründungsjahre. Wesentliche Fortschritte in der wirtschaftlichen Entwicklung lassen sich erst nach Gründung der Entwässerungsgenossenschaft Maldannen (Maldarnietz)-Worfengrund 1927 feststellen. Der Waldpuschfluß, dessen Querschnitt beim ersten Ausbau nicht breit und tief genug vorgesehen war, mußte erneut reguliert werden. Sein weiterer Ausbau wurde 1938 bis zum Omulef durchgeführt, Nach dieser erfolgreichen Melioration konnten in Worfengrund im Jahre 1938 30 Prozent mehr Flächen landwirtschaftlich genutzt werden als 1927. Zugleich wurden die früher genutzten Ländereien erheblich verbessert.

1939 gab es im Dorf 18 landwirtschaftliche Betriebe: 3: 0,5-5 ha, 5: 5-10 ha, 5: 10-20 ha, 4: 20-100 ha, 1: über 100 ha.

Die in Worfengrund vorhandene Schule war eine Gründung Friedrichs des Großen. Das Schulgebäude wurde 1928 neu gebaut (ein Klassenraum, sechs Wohnräume).

Der Ort hatte beim Einmarsch der Russen im Januar 1945 keine Opfer zu beklagen. Drei Einwohner sind als Wehrmachtangehörige gefallen.[1]

Fußnoten

  1. Max Meyhöfer: Die Landgemeinden des Kreises Ortelsburg



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