Zentrum gegen Vertreibungen

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Das Zentrum gegen Vertreibungen ist eine Stiftung mit Sitz in Wiesbaden, die im Jahre 2000 vom Bund der Vertriebenen (BdV) gegründet wurde. Die Stiftung setzt sich dafür ein, daß in Berlin ein Dokumentationszentrum über die Vertreibungen des 20. Jahrhunderts in Europa errichtet wird, da es aufgrund der gegenwärtigen politischen Korrektheit nicht möglich ist, an das singuläre Vertreibungsverbrechen an Deutschen zu erinnern, das in seiner Grausamkeit und seinen Ausmaßen als einmalig in der Menschheitsgeschichte gelten kann. Durch eine Verallgemeinerung des Begriffs „Vertreibung“ wird versucht, von diesem singulären Menschheitsverbrechen an Deutschen abzulenken, dessen Dimension zu verharmlosen oder gar zu leugnen (Vertreibungsleugnung).

Inhaltsverzeichnis

Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Stiftungsrat für Vertriebenen-Zentrum

„Im Stiftungsrat für das Vertriebenen-Zentrum bleibt nach dem Streit um Erika Steinbach ein Sitz für den Bund der Vertriebenen frei. Das Bundeskabinett ernannte am 8. April 2009 in Berlin die Stiftungsratsmitglieder der ‚Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘. Damit sei der Weg zum Aufbau der geplanten Ausstellungs- und Dokumentationsstätte im Berliner Deutschlandhaus endgültig frei.
Mitte Februar 2009 hatte der Bund der Vertriebenen (BdV) seine Präsidentin Steinbach für den Beirat der Stiftung nominiert. Das hatte heftige Proteste in Polen, aber auch seitens bundesdeutscher Politiker ausgelöst. Nach einer wochenlangen Debatte nahm der BdV die Nominierung vorerst zurück, wollte aber keinen anderen Vertreter benennen. Für den BdV werden die Vizepräsidenten Christian Knauer und Albrecht Schläger einen Sitz im Stiftungsrat einnehmen. Für den dritten dem BdV zustehenden Sitz habe der Verband vorläufig niemanden benannt.
Neben Vertretern der Bundesregierung und des Bundestags werden die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Petra Bahr, und der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke die Kirchen im Stiftungsrat repräsentieren.“[1]

Für den Zentralrat der Juden sind dessen Vizepräsident Salomon Korn und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlins, Lala Süsskind, im Stiftungsrat vertreten.

Die Fraktionsspitzen von Union und FDP verständigten sich am 11. Februar 2010 mit der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Die Einigung sieht vor, daß Erika Steinbach auf einen Sitz im Stiftungsrat verzichtet. In Zukunft benennt nun der Bundestag die Mitglieder im Rat. Das Kabinett verzichtet hier auf sein Vetorecht, und der Bund der Vertriebenen erhält sechs statt drei Sitze. Allerdings bekommt auch das Parlament mehr Sitze im Rat. Gegen Erika Steinbach hatte sich vor allem neben der SPD auch FDP-Chef Westerwelle gesträubt. Frau Steinbach stellte dann Bedingungen für einen Verzicht auf den Posten – so wollte sie unter anderem mehr Einfluß für ihren Bund der Vertriebenen.[2]

Zusammensetzung des Stiftungsrates

21 Mitglieder gehören dem Beirat an:

  • 6 Mitglieder: Je zwei Mitglieder entsenden die Katholische und die Evangelische Kirche sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland.
  • 6 Mitglieder „Bund der Vertriebenen“
  • 4 Mitglieder „Bundestag“
  • 3 Mitglieder „Bundesregierung“
  • 1 Mitglied Stifungspräs. „Deutsches Historisches Museum“
  • 1 Mitglied Stifungspräs. „Haus der Geschichte“

19 Mitglieder werden vom Bundestag gewählt. Der Vertriebenenbund kann für sechs Mitglieder Vorschläge einreichen. Auswärtiges Amt, Innenministerium und der Kulturbeauftragte der Regierung schicken je einen Vertreter, der Bundestag wählt vier Mitglieder aus seinen Reihen. Die Beiratsmitglieder sollen als Liste gewählt werden, damit kann das Parlament nicht einzelne Mitglieder ablehnen.

Mitglieder des Stiftungsrates

Petra Bahr, Raphael Gross, Hans-Jochen Jaschke, Christian Knauer, Salomon Korn, Stephan Mayer, Hartmut Saenger, Albrecht Schläger, Lala Süsskind, Arnold Tölg

weitere Mitglieder

Klaus Brähmig, Bernd Fabritius, Monika Grütters, Hiltrud Lotze, Dietmar Nietan, Michael Roth

Berater

Krzysztof Ruchniewicz (Pole)

Wissenschaftlicher Beirat[3]
Jörg Baberowski Historiker, Humboldt-Universität Berlin
Arnulf Baring Zeithistoriker und Politikwissenschaftler
Peter Becher Historiker, Seliger-Gemeinde München
Lothar Gall Historiker, Universität Frankfurt a. M.
Bernhard Graf Diplompädagoge, Leiter Institut für Museumskunde Berlin
Walter Homolka Rabbiner, Member of the Executive Board World Union for Progressive Judaism
Eckart Klein Völkerrechtler, Direktor Menschenrechtszentrum Potsdam
Hubertus Knabe Historiker, Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Hilmar Kopper Aufsichtsratsvorsitzender der HSH Nordbank
Rudolf Kucera Politikwissenschaftler, Karlsuniversität Prag, Tschechei
Horst Möller Historiker, Direktor Institut für Zeitgeschichte München
Christoph Pan Sozialwissenschaftler, Direktor Südtiroler Volksgruppen- Institut, Italien
Rüdiger Safranski Philosoph, Schriftsteller
Julius H. Schoeps Historiker; Dir. Moses Mendelssohn Zentrum
Christian Tomuschat Völkerrechtler, Humboldt Universität Berlin
Krisztian Ungvary Historiker, Institut für die Erforschung der ungarischen Revolution 1956, Budapest
Georg Wildmann Historiker
Michael Wolffsohn Historiker, Bundeswehruniversität München
Alfred-Maurice de Zayas Völkerrechtler; Generalsekretär PEN-Club Genf, Schweiz
Zoran Ziletic Historiker und Germanist, Serbien-Montenegro

Realisierung des Dokumentationszentrums

Am 13. Juni 2013 wurde der Grundstein für das Dokumentationszentrum in Berlin gelegt. Bei diesem Anlaß versuchte die BRD-Kanzlerin Merkel, Hitler die Schuld an der Vertreibung der Deutschen zuzuschieben. Für die Errichtung steht ein Kostenbetrag von 30 Millionen Euro im Raum.

Verweis

Fußnoten

  1. Stiftungsrat für Vertriebenen-Zentrum berufen, 3sat, 8. April 2009
  2. Deutschlandradio Kultur, 11. Februar 2010: „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“: Streit um Erika Steinbach offenbar beendet
  3. Zentrum gegen Vertreibung: Wissenschaftlicher Beirat
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