Zweiter Irakkrieg

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Pfeil 1 start metapedia.png Für die drei Kriege gegen den Irak siehe Golfkriege

Der (zweite) Irakkrieg oder auch Dritte Golfkrieg begann mit dem Überfall der VSA auf den Irak am 20. März 2003 ohne offizielle Kriegserklärung und endete im April desselben Jahres mit der Kapitulation der irakischen Streitkräfte. Der Irakkrieg war eine Invasion der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs und verbündeter Staaten in der sogenannten „Koalition der Willigen“ im Jahr 2003. Des weiteren stellt er den Gipfel und auch das Ende des Irak-Konflikts.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschobener Grund

Mitten in der BRD lebt Rafid A., der als Asylbewerber in die BRD kam. Tatsächlich ist er ein BND-Informant aus dem Irak, Deckname „Curveball“. Heute hat er einen BRD-Paß – der Lohn für eine Lüge. Denn der von ihm gelieferte Kriegsgrund erwies sich als erfunden, die von ihm „enthüllten“ Produktionsstätten für Massenvernichtungswaffen gab es in Wahrheit nicht. VS-Präsident Bush und Außenminister Powell stützten sich auf „Curveballs“ Aussagen, Zweifel waren Washington ohnehin nicht sonderlich willkommen, suchte man doch nach stichhaltigen Kriegsgründen. Der Bundesnachrichtendienst versorgte ihn danach jahrelang mit Geld und Betreuung.

Großbritannien

Auf dem Höhepunkt des von den VSA angeführten Militäreinsatzes hatte Großbritannien rund 45.000 Soldaten im Süden des Irak stationiert. Bei dem Einsatz kamen 179 britische Soldaten ums Leben.

Sechs Jahre nach Beginn des Irakkrieges hatte die britische Armee ihren Kampfeinsatz offiziell beendet. Der Abzug der 3.700 Mann starken britischen Truppe soll Ende Juli 2009 abgeschlossen sein. Danach sollen nur noch 400 britische Soldaten im Land bleiben und irakische Sicherheitskräfte trainieren.

Britische Firmen hätten im Irak bisher rund 670 Millionen Euro investiert. 250 Unternehmen Planen für 2009 ihre Investitionen, darunter der Ölkonzern Shell und Triebwerkehersteller Rolls Royce.

Zahlen

Getötete Zivilisten

Die Angaben sind sehr unterschiedlich, offizielle Angaben liegen nicht vor.

  • Iraqbodycount zählt auf Grundlage von mindestens zwei übereinstimmenden Berichten, aus unterschiedlichen Medienorganen mindestens 89.111 (Stand 23. November 2008) getötete Zivilisten. Die Seite gibt an, daß ihre Zahlen vermutlich unter den tatsächlichen Opferzahlen liegen. Da sie sich auf die Meldungen von „seriösen“ Nachrichtenorganisationen verläßt und unabhängige Journalisten vermutlich Abstand von den besonders schwer umkämpften Gebieten halten, würden viele Todesopfer nicht von den Medien erfaßt.[1]
  • Eine Studie der Johns Hopkins University vergleicht die Sterblichkeit im Irak von 14,6 Monaten vor dem Invasionsbeginn im März 2003 mit den folgenden 17,8 Monaten. Sie kommt auf bis zu 100.000 (ohne Falluja) zusätzlich Gestorbene.[2] Genauer, mit 95 % Wahrscheinlichkeit, zwischen 8.000 Toten und 194.000 Toten, inklusive Falluja, unter der Zivilbevölkerung.[3] Laut dieser Studie starben die Zivilisten zumeist durch die Koalition, aber auch durch den Widerstand und Anschläge. Die Studie wurde vom britischen Medizinjournal The Lancet im Oktober 2004 veröffentlicht.
  • Eine auf der Lancet-Studie beruhende Untersuchung des Genfer Hochschulinstituts für internationale Studien[4] vom 12. Juli 2005 geht in dem Zeitraum von Januar bis Dezember 2003 von 39.000 durch direkte Gewalteinwirkung getöteten Zivilisten aus.[5]
  • Für April 2006 gibt die BBC allein für Bagdad die Zahl von 1.091 getöteten Zivilisten an.[6] Dies entspricht etwa 30 Toten pro Tag.
  • Eine im Oktober 2006 von The Lancet veröffentlichte und von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore durchgeführte Studie geht von 392.979 bis 942.636 zusätzlichen Todesfällen im Irak durch Kriegsfolgen aus, was bei einem Mittelwert von 654.965 Toten rund 2,5 Prozent der Bevölkerung entspricht. Erneut wird, wie bei den vorherigen Studien, darauf hingewiesen, daß die Ergebnisse der statistischen Methode ungenau seien, allerdings wurden deutlich mehr Menschen als bei vorangegangenen Umfragen erfaßt.[7]
  • Iraq Coalition Casualty Count listet 37.781 getötete Zivilisten seit März 2005 (Stand: 29. September 2007).[8]
  • Laut ORB (Opinion Research Business) sind im Zeitraum von März 2003 bis August 2007 zwischen 946.000 und 1.120.000 Iraker ums Leben gekommen (Stand Januar 2008).[9]

Verletzte Zivilisten

Offizielle Angaben über die Anzahl der verwundeten Iraker stehen nicht zur Verfügung.

Getötete Journalisten

  • 9 Journalisten während der sogenannten Hauptkampfhandlungen (20. März bis 14. April 2003)
  • 167 Journalisten und 55 Medienassistenten seit Beginn des Krieges im Irak

(Quelle: Reporter ohne Grenzen, Stand: 10. Oktober 2008)

Soldaten im Einsatz

  • Alliierte: 300.000 Soldaten, davon
    • 255.000 VS-Amerikaner
    • 45.000 Briten
    • 2.200 Australier
  • Irak: 380.000

Getötete Soldaten

bis zum erklärten Ende größerer Kampfhandlungen am 1. Mai 2003

  • Alliierte: 171 Soldaten, davon
    • 138 VS-Amerikaner
    • 33 Briten
  • Irak (VS-amerikanische Schätzung)
    • mindestens 2.300 Soldaten

insgesamt seit Kriegsbeginn (Stand vom 31. März 2009[10])

  • 4.581 getötete Koalitionssoldaten davon
    • 4.263 VS-Soldaten
    • 179 britische Soldaten
    • 33 italienische Soldaten
    • 23 polnische Soldaten
    • 18 ukrainische Soldaten
    • 13 bulgarische Soldaten
    • 11 spanische Soldaten
    • 7 dänische Soldaten
    • 5 Soldaten aus El Salvador
    • 5 georgische Soldaten
    • 4 slowakische Soldaten
    • 3 rumänische Soldaten
    • 3 lettische Soldaten
    • 2 estnische Soldaten
    • 2 niederländische Soldaten
    • 2 thailändische Soldaten
    • 2 australische Soldaten
    • 1 ungarischer Soldat
    • 1 kasachischer Soldat
    • 1 tschechischer Soldat
    • 1 südkoreanischer Soldat
    • 1 aserbaidschanischer Soldat
  • 8.970 getötete irakische Soldaten und Polizeikräfte (Stand vom 31. März 2009[11])
  • 1.001 getötete Angehörige von privaten Sicherheits- und Militärunternehmen (z. B. Blackwater Worldwide)

Verletzte Soldaten

  • 31.102 verwundete VS-amerikanische Soldaten seit Beginn des Krieges. (Daten vom 31. März 2009[8]). Bei den Verletzungen spielen toxische Beeinträchtigungen ein große Rolle, neurologische Schäden, Unfruchtbarkeit, chronisch unheilbare Defekte unbekannter Herkunft. Die Region Basra gilt bis heute als hochtoxisch verseucht (→ „Todesstaub“).

Kriegsgefangene

  • Iraker: über 7.000. Irakische Soldaten und ausländische Kämpfer (größtenteils aus anderen arabischen Ländern). Sie wurden während der ersten Kriegswochen in mehreren provisorischen Lagern sowie im britischen Hauptgefangenenlager in Umm Qasr (später Camp Bucca) gefangengehalten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) begann seine Gefangenenbesuche dort am 31. März 2003. Viele blieben noch Monate, teilweise Jahre später gefangen.
  • VS-Amerikaner: 7. Sie wurden in einem Bauernhof nördlich von Bagdad gefangengehalten und beim Vordringen der VS-Armee wieder freigelassen. Das IKRK bemühte sich um Zugang, der aber wegen der sich überstürzenden Ereignisse nicht mehr gewährt wurde. Über Mißhandlungen ist nichts bekannt.

Waffeneinsatz der Alliierten

  • 15.000 Präzisionsbomben, 8.000 ungesteuerte Sprengkörper und 800 Marschflugkörper wurden bei 30.000 Einsätzen eingesetzt.
    • Brigadegeneral Stephen Mundt von der VS-Armee erklärte am 30. März 2007 in Washington D.C., daß die VSA in den Kriegen im Irak und in Afghanistan bisher schon 130 Hubschrauber verloren hätten, davon wurden über 40 Hubschrauber abgeschossen. Ein Großteil der Hubschrauber wurde durch das schwierige Einsatzterrain unbrauchbar oder stürzte ab. Nach einer Studie der Brookings Institution sind seit Beginn des Irak-Konflikts im März 2003 mindestens 33 Hubschrauber verlorengegangen, mindestens 20 davon wurden abgeschossen.

Kosten

  • VSA: 79 Milliarden US-Dollar für den Krieg und seine Folgen, davon 62,6 Milliarden US-Dollar reine Kriegskosten
    • Seit Beginn des Krieges etwa 497,2 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Februar 2008[12]); 616 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Juli 2008[13])
    • Laut Joseph Stiglitz belaufen sich die „wahren Kosten“ auf etwa 3 Billionen Dollar (Zeit-Artikel vom 26. Februar 2008[14])
  • Großbritannien: 3 Milliarden Pfund = 3,7 Milliarden Euro

Im Umfeld der Kriegsaktivitäten fand offensichtlich in großem Umfang Mißwirtschaft statt, außerdem wurden weitverbreitet betrügerische Aktivitäten durch beteiligte Unternehmen ermittelt, die bis zu 23 Milliarden Dollar in dunklen Kanälen verschwinden ließen. Die Untersuchung dieser Vorkommnisse wird aber von der VS-Regierung unterbunden.[15]

Chronik


Siehe auch

Filmbeiträge

Geheimakte Irak. Die wahre Geschichte des Krieges.
Die Lügen vom Dienst: Der BND und der Irakkrieg.
Die Premierminister von Kanada und Australien, Stephen Harper bzw. John Howard, halten im März 2003 exakt dieselbe Rede, um ihre Nationen in den Irakkrieg zu stürzen.

Zitat

  • „Der Krieg im Irak wurde von 25 neokonservativen Intellektuellen, die meisten von ihnen jüdisch, konzipiert, die Präsident Bush drängen, den Lauf der Geschichte zu ändern.“ — Ari Shavit, Haaretz[16]

Verweise

Fußnoten

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