Zweiter Weltkrieg
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England und Frankreich erklären Deutschland den Krieg um eine Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich zu verhindern.
Schlagzeile des Daily Herald
vom 4. September 1939
Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar.
Zugleich war dieser Krieg in Europa der größte Kampf des deutschen Volkes um seine Freiheit und Selbstbestimmung, den das Deutsche Reich letztendlich gegen eine Übermacht an Feinden unterschiedlichster Interessen und Ideologien, nach einem beispiellosen und heldenhaften Abwehrkampf, verlor. Aus globaler Sichtweise kann gesagt werden, daß es Deutschland im völligen Alleingang dennoch gelang, den sich rasch ausbreitenden Bolschewismus zum Stehen zu bringen.
Als Beginn des Krieges in Europa gilt der sogenannte Polenfeldzug, der die Sicherung der Reichsgrenzen gegen ständige polnische Übergriffe brachte, denen in den 20 Jahren zuvor zehntausende wehrlose deutsche Zivilisten zum Opfer fielen. Hierbei handelte es sich jedoch um einen begrenzten lokalen Konflikt, den das Deutsche Reich aus Notwehr begann und innerhalb von drei Wochen auch wieder beendete.
Siehe auch: Chronologie antideutscher Gewalt von Polen • Polnische Verbrechen an Volksdeutschen zwischen 1918 und 1939
Faktisch begann der Krieg am 3. September 1939 mit der einseitigen Kriegserklärung Frankreichs und Englands an Deutschland. Tatsächlich begann jedoch der erneute Krieg gegen Deutschland bereits unmittelbar mit der Erpressung der Unterschrift unter das Versailler Diktat. So werden der Erste Weltkrieg und der Zweite Weltkrieg im Gesamtzusammenhang auch als Zweiter Dreißigjähriger Krieg bezeichnet.
Die Eskalation zum Weltkrieg erfolgte in den Jahren 1940/41 durch die Weigerung Großbritanniens, den deutschen Friedensvorschlägen entgegenzukommen. Das letzte offizielle Friedensangebot an Großbritannien machte Adolf Hitler in seiner Reichtagsrede vom 19. Juli 1940. Die Briten zogen es jedoch mit dem Ziel einer weiteren Schwächung Deutschlands vor, ein Bündnis mit der damaligen Sowjetunion unter dessen kommunistischem Diktator Stalin einzugehen und nahmen somit die Ausweitung zu einem Weltkrieg, wie zuvor schon im Ersten Weltkrieg, billigend in Kauf.
Ein im August 1939 geschlossener Nichtangriffspakt zwischen dem Reich und der Sowjetunion sollte den Frieden zwischen diesen Nationen zunächst sichern. Osteuropa wurde in deutsche und sowjetische Interessensphären aufgeteilt. 1941 brach jedoch die deutsche Seite den Nichtangriffspakt durch eine Invasion der Sowjetunion, um dem unmittelbar bevorstehenden Angriff der Roten Armee zuvorzukommen.
Siehe auch: Präventivkriegsthese
Die Ausweitung des Krieges auf die Vereinigten Staaten erfolgte durch den provozierten japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und dadurch, daß damit das Deutsche Reich und Italien vier Tage später auf Grund ihrer Bündnisverpflichtung den VSA den Krieg erklären mußten. Praktisch setzte jedoch bereits seit Kriegsbeginn 1939 die USA ihre Flotte unter einseitigem Bruch des Genfer Abkommens in britischem Interesse ein. Zuerst wurden Rüstungsgüter an Feindstaaten geliefert, deutsche Handelsschiffe beschattet und über Funk britische Kriegsschiffe herangeführt und später selbst geschossen, gekapert und versenkt, noch lange vor dem offiziellen Kriegszustand mit dem Deutschen Reich. Dabei wurde dieser Kriegszustand auf Seiten der USA schon am 9. September 1941 in Form eines „Schießbefehls“ auf deutsche und italienische Schiffe außerhalb von jeglichem US-Hoheitsgebiet erklärt.
Siehe auch: Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg endete mit der vollständigen Niederlage der Achsenmächte am 8. Mai 1945 in Europa und am 2. September des selben Jahres in Asien mit der japanischen Kapitulation. Der Krieg war vor allem von Seiten der Alliierten durch zahllose Kriegsverbrechen, sowohl an gefangenen Soldaten und besonders an der Zivilbevölkerung geprägt. So erlaubte die rasche Entwicklung der Rüstungsindustrie großflächige Bombardierung ganzer Wohngebiete in Europa und Asien vor allem durch anglo-amerikanische Terrorbomber. Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildeten die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.
Siehe auch: Rheinwiesenlager
Nach dem Krieg brach die Schein-Allianz der Siegermächte auseinander. Wie zuvor durch Adolf Hitler vorausgesagt, etablierten sich unter Führung der späteren Supermächte Sowjetunion und VSA die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der sich bildenden Staatenblöcke und mündeten in den Kalten Krieg.
Da die meisten Staaten den Zweiten Weltkrieg lediglich durch Waffenstillstände bzw. militärische Kapitulation beigelegt hatten, war der eigentliche Kriegszustand zwischen vielen Nationen über mehrere Nachkriegsjahre offiziell nicht beendet.[1]
Auf dem Territorium des handlungsunfähig gemachten Deutschen Reiches wurden die Besatzungskonstrukte BRD, DDR und Republik Österreich errichtet, der östliche Teil des Reiches wurde unter vorübergehende polnische, tschechische, litauische und russische Verwaltung gestellt.
Siehe auch: Rechtslage des Deutschen Reiches nach 1945
[Bearbeiten] Vorgeschichte
Siehe auch: Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs in Europa
In den 1920er- und 1930er-Jahren erlangte in Teilen Europas - von Mussolinis Italien ausgehend - der Faschismus als politische Richtung, zunehmend Bedeutung. Benito Mussolini ergriff mit dem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien. 1936 eroberte Italien Äthiopien, im April 1939 wurde Albanien annektiert.
In Spanien wurde von 1936 bis 1939 der Spanische Bürgerkrieg zwischen einer hauptsächlich durch Republikaner, Sozialisten und Kommunisten geführten roten Volksfrontregierung und Anhängern einer durch General Franco geführten Militärregierung ausgetragen. Frankreich und die Sowjetunion lieferten der „Volksfront“ Waffen und Kriegsmaterial, während Italien und Deutschland die Truppen der Nationalisten unterstützen. Hitler entsandte später zu diesem Zweck den Fliegerverband Legion Condor, welcher maßgeblich zum Sieg Francos beitrug.
In Deutschland spielte der Nationalsozialismus eine immer größer werdende Rolle, der 1933 mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler seinen Höhepunkt fand. Die Revision der Deutschland aufgezwungenen internationalen Ordnung nach dem sogenannten Versailler Vertrag - schon ein Ziel früherer deutscher Regierungen während der Weimarer Republik - gehörte zum Programm des neu errichteten Führerstaates. Mit dem Beitritt des Saargebiets zum Deutschen Reich 1935, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem Beitritt Österreichs und der Eingliederung des Sudetenlandes, fixiert im Münchner Abkommen von 1938, wurden die ersten beiden Ziele weitgehend erfüllt und durch die britische und französische Beschwichtigungspolitik begünstigt. Im März 1939 erfolgte den Bestimmungen des Münchner Abkommens entgegen die Besetzung der so genannten „Resttschechei“. Kurz darauf gab Litauen, unter dem Zeichen vertraglicher Einigung und unter politischem Druck, das zuvor annektierte Memelland wieder an das Deutsche Reich zurück. Die Slowakei wurde ein eigener Staat und durch einen Schutzvertrag eng an Deutschland gebunden. Großbritannien und Frankreich wollten das deutsche Revisionsstreben eingrenzen und gaben Polen am 31. März 1939 eine Garantieerklärung ab,[2] das kurze Zeit später in ein förmliches Bündnis zu Polen umgewandelt wurde. Am 13. April 1939 erhielten auch Rumänien und Griechenland von Großbritannien Garantieerklärungen.[3]
Durch den sogenannten Versailler Vertrag wurde Ostpreußen als Exklave vom Reich komplett getrennt und Posen, große Teile Westpreußens und Ostoberschlesien, trotz deutscher Bevölkerungsmehrheit, dem damals neu gegründeten polnischen Staat einfach zugesprochen. Die entrechtete deutsche Bevölkerung in den von Polen annektierten Reichsgebieten litt unter ständigen Drangsalierungen. Keine Regierung der Weimarer Republik war bereit die Gebietsabtrennungen anzuerkennen. Erst Adolf Hitler ging daran, auf diplomatischem Wege die Lösung des Problems voranzutreiben, indem er Polen große Zugeständnisse machte. Hitler versuchte gemäß dem Vertrag von 1934 das Korridorproblem gemeinsam mit Polen zu lösen, da die polnischen Übergriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung bereits eine Flüchtlingswelle ausgelöst hatten, der Status der deutschen Stadt Danzig immer unhaltbarer wurde und Ostpreußen durch die Abtrennung seines wirtschaftlichen Hinterlandes beraubt war. Die Vorschläge Deutschlands waren äußerst entgegenkommend, wurden aber, animiert durch die Zusicherungen britischer Politiker, von Polen abgelehnt. Die Antwort war die polnische Mobilmachung im März 1939.[4][5] Es folgten die völkerrechtswidrige Besetzung Danzigs mit polnischem Militär und ein polnischer Truppenaufmarsch im Korridor, die erst im Juni wieder gelockert wurde. Im August 1939 schlossen Deutschland und die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt, später Hitler-Stalin-Pakt genannt. In einem von Stalin geforderten geheimen Zusatzprotokoll des Paktes wurde die Aufteilung Europas in geographisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte „Interessensphären“ beschlossen. Nachdem Polen aufgrund des Bündnisses mit Frankreich und Großbritannien alle Vorschläge ausschlug, brach der Krieg als Notwehrreaktion Deutschlands aus. Bis zum letzten Tag versuchten deutsche Diplomaten, Polen zu einem Entgegenkommen zu bewegen. Die letzten Angebote sahen vor, daß eine exterritoriale Autobahn zum Korridor gebaut werden würde und die freie Stadt Danzig, die zu 95% von Deutschen bewohnt war, politisch an Deutschland, wirtschaftlich an Polen fallen sollte. Deutschland hätte im Gegenzug die Abtrennung der übrigen deutsch besiedelten Gebiete anerkannt. Doch Polen war weiterhin nicht bereit, auf Verhandlungen einzugehen.
Die japanische Expansionspolitik begann in den 1930er-Jahren, als der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer stärker wurde. Man verstand sich als anti-westliche Schutz- und Ordnungsmacht, die dazu auserkoren war, die anderen ostasiatischen Völker zu dominieren. Die Rohstoffvorkommen und das Reservoir an Arbeitskräften, das die Nachbarländer boten, sollten der japanischen Wirtschaft zugute kommen. Das Hauptinteresse galt zunächst der Republik China, deren stark industrialisierte Region Mandschurei bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt wurde. Als Reaktion auf die internationalen Proteste trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloss es sich dem Antikominternpakt an.
1937 begann der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg. Den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa nutzte Japan zur Besetzung von Französisch-Indochina und weiterer Regionen Südostasiens, um die eigene Rohstoffversorgung zu sichern. In der Folge verhängten die USA und das Vereinigte Königreich ein Embargo und froren die finanziellen Mittel Japans ein. 1940 unterzeichnete Japan den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien. Das Embargo hatte fehlende Rohstofflieferungen seitens der europäischen Verbündeten zur Folge, so daß Japan in einem Krieg mit den imperialistischen USA und Großbritannien die einzige Möglichkeit sah, seine wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit dauerhaft zu wahren.
[Bearbeiten] Deutsche Kriegsziele und Kriegführung
Die Kriegsziele Hitlers waren unter anderem eine Revision des sogenannten Versailler Vertrages, die zum Teil schon in Friedenszeiten erreicht wurde, und mit Eskalation des Krieges die Neuordnung des europäischen Kontinents unter deutscher Hegemonie. Das Ziel, den Versailler Vertrag zu revidieren, wurde von allen im Parlament vertretenen Parteien der Weimarer Republik getragen. Auch die Kommunisten agitierten für eine radikale Revision des Versailler Vertrags. 1923 deutete zum Beispiel Karl Radek den Friedensvertrag als Werkzeug des „Ententekapitals“, also des französischen und anglo-amerikanischen Finanzkapitals zur Ausbeutung deutscher Arbeiter. Clara Zetkin argumentierte im gleichen Jahr, der Sturz der Regierung diene „zur Befreiung des Vaterlands“ von den französischen Besatzungstruppen. 1930 verkündete die Gruppierung Die Rote Fahne, eine „Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des Deutschen Volkes“, woraufhin der sozialdemokratische Vorwärts konstatierte: „Die KPD wird nationalistischer als Hitler“. Winston Churchill erkannte bezüglich der Forderungen Deutschlands:
- „Aber selbst das Deutschland von Stresemann war nicht geneigt [wie Hitler], unter die deutschen Forderungen einen Strich zu ziehen oder die territoriale Vertragsposition Polens [gemäß Versailles] hinzunehmen.“[6]
Nach seiner Wahl zum Reichskanzler bekräftigte Hitler, gegenüber Frankreich keine Revisionsansprüche auf Elsaß-Lothringen zu haben. (vgl.: Rede vom 06. Oktober 1939 (Adolf Hitler)). Gegenüber der Frage der deutschen Ostgebiete war die Reichsregierung die erste, die zu Zugeständnissen an Polen bereit war und die polnischen Grenzen zum Teil anerkennen wollte. Wie Gerd Schultze-Rhonhof dokumentiert, war Hitler bis zuletzt um eine friedliche Lösung der Danzig- und Korridorfrage bemüht. Die weiteren Eingliederungen wie der Beitritt des Sudetenlandes und der Beitritt Österreichs konnten, auch mit Einwilligung anderer europäischer Mächte, friedlich geschehen. Die Gewinnung von Lebensraum im Osten war bei Kriegsausbruch kein Thema und entpuppte sich im Nachhinein als alliiertes Propagandamärchen. Nach der raschen Besetzung sowjetischer Territorien nach August 1941 wurden vereinzelt Pläne zur Besiedlung ausgewählter Gebiete in Osteuropa durch Juden erörtert.
Der Jude Emil Ludwig (auch Emil Cohn) sagte im Juni 1934:
- „Hitler will nicht den Krieg, aber er wird dazu gezwungen werden.“[7]
[Bearbeiten] Britische Kriegsziele
Das Kriegsziel Großbritanniens war es, Deutschland endgültig zu schwächen, wie es die britische traditionelle Politik war, immer gegen die stärkste europäische Landmacht vorzugehen. Auf britischer Seite ist man offener als im derzeitigen Protektorat BRD, dies einzugestehen:
- „Wir sind 1939 nicht in den Krieg gezogen, um Deutschland vor Hitler ... den Kontinent vor dem Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft in Europa nicht akzeptieren konnten“.[8]
Winston Churchill erklärte bereits 1936 US-General Robert E. Wood: „Deutschland wird zu stark. Wir müssen es zerschlagen.“[9] Im Rundfunk legte er dementsprechend dar:
Zum ehemaligen Reichskanzler Brüning sagte Churchill 1938: „Was wir wollen ist die restlose Vernichtung der deutschen Wirtschaft.“[12]
Am 3. September 1939, also noch vor dem Polenfeldzug, teilte Churchill in einer Rundfunkrede mit: „Dieser Krieg ist Englands Krieg. Sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“[13]
In seiner Antrittsrede nach Übernahme der Regierung am 10. Mai 1940 sagte Winston Churchill: „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“[14]
Im Jahre 1940, als neuernannter Ministerpräsident, erklärt Churchill:
- „Ich führe keinen Krieg gegen Hitler, sondern ich führe einen Krieg gegen Deutschland.“
Lord Halifax, britischer Botschafter in Washington, erklärte 1939:
- „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so daß er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann“.[15]
Der sowjetische Außenminister Molotow sagte in einer Rede am 31.10.1939:
- „Die Furcht, ihre Vorherrschaft zu verlieren, diktierte der britischen und französischen Regierung ihre Politik der Aufhetzung zum Krieg gegen Deutschland. Die britische Regierung proklamiert, daß der Krieg gegen Deutschland nicht mehr und nicht weniger als die Vernichtung des Hitlerismus zum Ziele habe. Ein solcher Krieg kann aber auf keine Weise gerechtfertigt werden.“
Generalmajor J.F.C. Fuller resümierte in seinem 1948 erschienenen Buch „The Second World War“:
- „Nicht die politischen Lehren Hitlers haben uns in den Krieg gestürzt. Anlaß war der Erfolg seines Wachstums, eine neue Wirtschaft aufzubauen. Die Wurzeln des Krieges waren Neid, Gier und Angst.“[16]
Über die Rolle Großbritanniens ist im Mai 2008 bei der renommierten Verlagsgruppe Random-House das Buch Churchill, Hitler und der unnötige Krieg von Patrick Buchanan erschienen. Der renommierte Schriftsteller Nicholson Baker legte dazu im selben Jahr mit seinem Buch „Human Smoke“ eine Sammlung von Zitaten vor.
In seiner Rede vom 08. November 1939 geht Adolf Hitler ausführlich auf die englischen Kriegstreiber ein.
[Bearbeiten] Polnische Kriegsziele
Siehe auch: Polnischer Imperialismus
Polen hatte in den 1920er-Jahren den „Plan Foch“ ausgearbeitet, mit Angriffshandlungen gegen Berlin und Danzig. 1933 beabsichtigt man eine gemeinsame „Präventivaktion“ gegen Deutschland als „Polizeiaktion“ durchzuführen, ohne ernsthaften deutschen Widerstand von seiten des abgerüsteten Deutschen Reiches erwarten zu müssen. Dieses Vorhaben scheiterte aber am fehlenden Einverständis der Westmächte. Später wurde ein „Plan West“ auch Frankreichs General Gamelin unterbreitet und ab März 1939 weiter ausgearbeitet.
Dem polnischen Generalstab und der polnischen Führung war nur teilweise klar, daß Polens Streitkräfte inzwischen denen der Wehrmacht materiell und operativ unterlegen waren. So meinte der Kriegsminister Tadeusz Kasprzycki:[17]
- Man rät uns zum Bau von Festungen und zur Vorbereitung eines Verteidigungskrieges, empfiehlt uns Rückzugsmanöver und Widerstand an unseren Flußläufen. Nichts davon werden wir tun. Wir kennen nur die Offensive, und im Angriff werden wir siegen.
Die Devise lautete Marsz na Berlin! Marsz na Berlin! Polen verfügte über umgerechnet etwa 44 Divisionen gegenüber etwa 57 deutschen Divisionen, die noch dazu besser ausgerüstet und bewaffnet waren. 3.200 deutschen Panzern (davon ein großer Teil leichte Panzer und tschechische Fabrikate) standen ca. 800 leichte und veraltete Panzer gegenüber. Panzerdivisionen nach deutschem Muster gab es bis auf eine motorisierte Brigade nicht. Den deutschen Luftflotten 1 und 4 mit zusammen 1929 einsatzbereiten, zum Teil modernsten Flugzeugen konnten die Polen nur 842 Maschinen entgegenstellen.
Polen plante im Westen eine Expansion und weitere Annexion deutschen Territoriums bis Berlin und Dresden. Im Sommer 1939 rechnete Polen mit einem schellen Sieg über die deutsche Wehrmacht. Selbst der polnische Generalstab war sich eines schnellen Vormarsches bis Berlin sicher. Als der damalige französische Außenminister George Bonner dem polnischen Botschafter in Paris, Graf Julius Lukasiewicz, bei einer Unterredung am 15. August 1939 warnend vorhielt, daß Hitler die polnische Armee innerhalb von drei Wochen zu besiegen gedenke (was dann bekanntlich auch geschah), antwortete dieser entrüstet: „Im Gegenteil, die polnische Armee wird vom ersten Tage an nach Deutschland eindringen.“[18]
Diese völlig groteske und, wie sich zeigen sollte, tragische Verkennung der Wirklichkeit trug mit dazu bei, daß Warschau im August 1939 die auf einen Ausgleich der Spannung gewidmeten deutschen Vorschläge zur Lösung der Danzig- und Korridorfrage brüsk ablehnte und im Lande eine Kriegshysterie und Kriegsbegeisterung erzeugte, die sich an vielen Beispielen zeigte.
Bezeichnend war ein Vorfall, den Ernst Riezler aus München in einem Leserbrief in der Quick[19] erwähnte: „Der polnische Marschall Rydz-Śmigły ließ sich bereits vor dem September 1939 ein Ölgemälde anfertigen, das ihn hoch zu Roß in voller Galauniform unter dem Brandenburger Tor zeigt.“ Und auch in einem fast ganzseitigen Bericht über „Polen 1939“ in der FAZ heißt es: „Diese Siegeszuversicht [Polens], die sich nicht zuletzt auf den Ausbruch eines „allgemeinen Kriegs“ stütze, entsprach im übrigen auch ein Gemälde, das der polnische Oberkommandierende, Marschall Rydz-Smigly, bereits im Sommer 1939 in Auftrag gab und das ihn hoch zu Roß in voller Galauniform als Sieger unter dem Brandenburger Tor zu Berlin zeigte“.[20]
Im Mai 1939 - nach der englischen Garantie für Polen - fanden auch polnisch-französische Generalstabsbesprechungen in Paris statt. Der polnische Kriegsminister General Kasprzycki und sein Generalstabschef waren in Paris, um mit General Gamelin zu konferieren- bei einem Frühstück wurde - in Anwesenheit des damaligen französischen Außenministers Georges Bonnet - der polnische Kriegsminister nach dem Zustand der Befestigungen an der deutsch-polnischen Grenze gefragt. Kasprzycki antwortete:
- „Wir haben keine [Befestigungen], denn wir gedenken einen Bewegungskrieg zu führen und gleich zu Beginn der Operationen in Deutschland einzufallen.“[21]
Edward Rydz-Śmigły erklärte:
- „Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“[22]
[Bearbeiten] Kriegsverlauf
[Bearbeiten] Polenfeldzug 1939
Siehe auch: Polenfeldzug • Deutsche Besetzung Polens 1939–1945
Dieser „Angriff“ war im engeren Sinne eine Verteidigungsmaßnahme gegenüber Polen, um die Drangsalierung der deutschen Bevölkerung im durch Polen besetzten deutschen Gebiet und die ständigen Grenzprovokationen Polens endlich wirksam zu unterbinden. Im Zuge dieser Übergriffe kamen tausende Volksdeutsche ums Leben oder flohen aus ihrer angestammten Heimat.
Das polnische Großmachtstreben nach dem Ersten Weltkrieg hatte für die Deutschen im Grenzland zu Polen und den durch Polen entrissenen deutschen Gebieten mit mehrheitlich deutscher Bevölkerung - auf Grundlage des sogenannten Versailler Vertrages - bis zu diesem Zeitpunkt unerträgliche Ausmaße angenommen. Die damals durch den polnischen Staat zensierte, Pilsudski nahestehende Zeitschrift „Mocarstwowiec“ - „Die Liga der Großmacht[sic!]“ - schrieb zum Beispiel im Jahre 1930:
- „Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Grunwald (Anspielung auf die Schlacht bei Tannenberg 1410) in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.“[24]
Der die britische Zeitung Manchester Guardian schrieb am 14. Dezember 1931 über die Lage: „Die Minderheiten in Polen sollen verschwinden. Die polnische Politik ist es, die dafür sorgt, daß sie nicht nur auf dem Papier verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorwärtsgetrieben und ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung der Welt, auf internationale Verträge oder auf den Völkerbund. Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrußland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier und in der Wirklichkeit.“
Der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop am 27.08.1939 in einer letzten scharfen Warnung an Polen: (mp3)
Historisch-formal begann der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939 um 04.45 Uhr mit dem Beschuß der Westerplatte bei Danzig. Die Westerplatte war deutsches Territorium, das nach dem sogenannten Versailler Vertrag, der Kontrolle des Völkerbundes unterstellt und somit dem neu geschaffenen Freistaat Danzig, unterstellt wurde. Im Jahre 1920 besaß dieser - aus deutschem Reichsgebiet herausgelöste und künstlich gebildete sogenannte Freistaat - etwa 380.000 Einwohner, davon waren ca. 368.000 Deutsche. Die ständigen polnischen Provokationen und verübten Greueltaten an der deutschen Bevölkerung führten schließlich am 1. September 1939 zu der durch Adolf Hitler befohlenen Verteidigungsmaßnahme, die bis heute als Ausbruch des Zweiten Weltkriegs postuliert wird.
Voraus gingen eine Reihe von Verständigungsversuchen Polen gegenüber, die jedoch allesamt abgelehnt und verworfen wurden. Die Ursache in der ablehnenden Haltung Polens lag vorrangig in der britischen Garantieerklärung Polen gegenüber, „in jedem Fall“ dem Staat beizustehen. Diese Beistandserklärung war an keinerlei Voraussetzungen gebunden und beinhaltete somit nicht nur den Verteidigungsfall, sondern auch einen möglichen zuerst geführten polnischen Angriff auf Deutschland. „Polen konnte demnach nämlich selbst frei bestimmen, was seine „Unabhängigkeit“ bedrohen würde. Das konnten auch Dinge sein, die sich außerhalb der polnischen Grenzen ereigneten, etwa in Danzig, in Litauen, ja sogar in Deutschland selbst. Der englisch-polnische Vertrag wurde in diesem Sinn genau ausformuliert und er richtete sich ausdrücklich ausschließlich gegen Deutschland. Wenn die deutsche Regierung irgend etwas unternahm, was aus Warschauer Sicht bedrohlich war, oder so dargestellt werden konnte, dann konnte Polen gegen Deutschland den Krieg eröffnen und England war (ebenso wie Frankreich) automatisch gezwungen, an polnischer Seite in den Krieg zu ziehen. Dies war eben keine Garantie für den Fall eines drohenden oder gar stattfindenden deutschen Angriffs auf Polen, sondern eine Ermächtigung zum polnischen Angriff auf Deutschland aus fast beliebigem Grund.“[25]
Der Krieg brach genau dort aus, wo es der französische Generalfeldmarschall Foch 20 Jahre zuvor bei Abschluß des Versailler Diktates prophezeit hatte. Seit Ende des Ersten Weltkriegs, stand die seit dem Jahre 1237 deutsche Stadt Danzig, unter dem angeblichen Protektorat des Völkerbundes und Polen versuchte ständig, Danzig mit fast 100 % deutscher Bevölkerung unter seine Kontrolle zu bringen. Das Warschauer Abkommen von 1921 erlaubte Polen sogar den Aufbau eines Munitionslagers auf der strategisch wichtigen Danziger Westerplatte. Die Hälfte der Kosten mußten - wie zum Hohn - auch noch die Deutschen in Danzig dafür aufbringen. Diese Munitionslager wurde vertragsbrüchig von polnischer Seite ständig weiter ausgebaut und zusätzlich wurde völkerrechtswidrig polnisches Militär darauf stationiert mit dem Ziel, Danzig von dort endgültig unter polnische Kontrolle zu bekommen.
Das Linienschiff Schleswig-Holstein erhielt somit zum Schutz der deutschen Bevölkerung in und um Danzig den Auftrag, die Westerplatte bei Danzig zu beschießen, auf der sich völkerrechtswidrig ein polnisches Munitionsdepot befand und polnisches Militär stationiert war. Vom Völkerbund war lediglich eine kleine polnische Wachmannschaft erlaubt. Die Erlaubnis war auf zwei polnische Offiziere, 20 Unteroffiziere und ein kleineres Mannschaftskontingent beschränkt. Die Westerplatte war darüberhinaus kein polnisches Staatsgebiet.
In seiner bekannten Rede vom 01. September 1939 vor dem Reichstag sagt Hitler demzufolge auch: „[...] Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen. Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. [...]“).
Die persönliche Weisung Hitlers (Geheime Kommandosache Nr. 170/39) vom 31. August 1939 enthielt folgende Passagen:
- „Der Angriff gegen Polen ist nach den für Fall Weiß getroffenen Vorbereitungen am 1.9.39 um 4 Uhr 45 zu führen. […] Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. […] Eröffnet England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzung für den siegreichen Abschluß der Operation gegen Polen zu erhalten. […] Auf die uns von Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten. […] Die Ostsee ist gegen feindlichen Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zweck die Ostsee-Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft Ob.d.M. […] Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. […] Die Angriffe gegen das englische Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, daß unzureichender Erfolg mit Teilkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist.“ [26]
Den militärischen Angriff begann das deutsche Linienschiff Schleswig-Holstein auf die Westerplatte in Danzig. Die polnische Armee war der vordringenden Wehrmacht zwar zahlenmäßig ebenbürtig, doch technisch und in der Art der Kriegführung unterlegen. Die polnische Regierung rechnete auf die Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien, welche am 2. September aufgrund der „Garantieerklärung vom 30. März 1939“ ein Ultimatum an das Deutsche Reich stellten.
Es forderte den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Die britisch-französische Garantieerklärung hätte diese Staaten verpflichtet, spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff, selbst eine Offensive im Westen Deutschlands zu beginnen. Hitler hoffte, daß die beiden Westmächte ihn ebenso wie beim Einmarsch in die „Resttschechei“, gewähren lassen würden und hatte den Westwall nur schwach besetzt. Dieser Angriff aus dem Westen blieb tatsächlich aus, jedoch erklärten England und Frankreich am 3. September nach Ablauf des Ultimatums, Deutschland den Krieg und somit begann erst jetzt, der eigentliche Zweite Weltkrieg.
Am 17. September nach der Zerschlagung der organisierten polnischen Verteidigung durch die Wehrmacht, dem Zusammenbruch des polnischen Staates und der Flucht der polnischen Regierung nach Rumänien, begann die sowjetische Besetzung der zuvor durch Polen geraubten Gebiete des dann sogenannten Ostpolens in Übereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des Nichtangriffspaktes zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion. Dabei besetzte die Rote Armee Teile des so bezeichneten Ostpolens - in erster Linie die Westukraine - den westlichen Teil Weißrutheniens und das Gebiet um Wilno), ohne dabei auf organisierten, militärischen Widerstand zu stoßen. Diese Gebiete waren zuvor in einem polnischen Angriffskrieg der Sowjetunion geraubt worden. Dennoch hatte die Rote Armee 3.000 Opfer zu beklagen. Diese Aktion hatte erst am 18. Dezember 1939 die Deklaration eines Kriegszustandes mit der Sowjetunion seitens der Polnischen Exilregierung zur Folge. Eine Kriegserklärung der Briten und Frankreichs an die Sowjetunion, erfolgte dagegen merkwürdigerweise nicht.
Am 28. September kapitulierte die Hauptstadt Warschau, nachdem sie am 18. September von deutschen Truppen eingeschlossen worden und am 27. und 28. einem intensiven Bombardement ausgesetzt war. Mehrere Angebote zur Kapitulation Warschaus und zur Schonung der Zivilbevölkerung, wurden zuvor von polnischer Seite abgelehnt. Einen Tag später folgte die Aufgabe der Festung Modlin.
Am 8. Oktober teilten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das eroberte Gebiet durch eine Demarkationslinie, was auch als die „Vierte Teilung Polens“ bezeichnet wurde. Nicht nur die nach dem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete wurden wieder in das Reich eingegliedert, sondern darüber hinaus vorübergehend weite Bereiche Zentralpolens, dies einschließlich der Stadt Lodsch (Litzmannstadt) mit dem Ziel der Neuordnung des Warthegaues. Der Rest Polens wurde deutsches Generalgouvernement, geleitet von Gauleiter Hans Frank. Adolf Hitler bot eine Wiederherstellung Polens in den deutsch besetzten Grenzen an. Eine Erklärung in Hinsicht auf den russisch besetzten Teil Polens war ihm allerdings nicht möglich. Großbritannien unter Churchill hatte jedoch kein Interesse an einer Wiederherstellung der polnischen Souveränität, sondern ihm war primär an einer Ausweitung des Konfliktes gelegen. Im östlichen Teil Polens gingen die sowjetischen Besatzer derweil brutal gegen „Klassenfeinde“ vor.
Siehe auch: Massaker von Katyn
Der schnelle Sieg über Polen prägte den Begriff „Blitzkrieg“ und die taktische Kriegführung Deutschlands bis Ende 1941.
- Video
Wochenschaubericht über das Versailler Diktat
und die wahren Ursachen des Polenfeldzuges
[Bearbeiten] Stellungskrieg an der Westfront 1939
Am 3. September erklärten Frankreich und das Vereinigte Königreich Deutschland den Krieg. Aufgrund dessen begann am 5. September eine begrenzte und eher symbolische Offensive der Franzosen gegen das Saargebiet. Die Deutschen leisteten, trotz der zuvor erfolgten Kriegserklärung Frankreichs, keinerlei Widerstand und zogen sich zum stark befestigten Westwall zurück, um auf Weisung Adolf Hitlers, die Möglichkeit eines Friedens nicht zu gefährden. Danach blieb es ruhig an der Westfront. Diese Phase wird als Sitzkrieg (französisch: „drôle de guerre“, englisch: „phony war“) bezeichnet. Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützel erfolgten keine weiteren Angriffe. Auf deutscher Seite begannen nun weitere Bemühungen, den Frieden im Westen trotz der vorausgegangenen Kriegserklärungen seitens Frankreich und Großbritanniens dennoch zu sichern. Mit Plakaten und Parolen über Lautsprecher rief man den Franzosen „Warum führt ihr Krieg?“ oder „Wir werden nicht zuerst schießen!“ zu.
Am 27. September erfolgte eine Weisung Hitlers an das Oberkommando des Heeres (OKH) zur Ausarbeitung eines Präventivplanes, den so bezeichneten „Fall Gelb“. Schon am 29. Oktober stand der Plan. Er sah vor, daß zwei Heeresgruppen durch die Niederlande und Belgien vorstoßen sollten, um somit sämtliche alliierten Kräfte nördlich des Flußes Somme zu zerschlagen.
Letzten Endes fand jedoch 1939 kein Angriff statt. Wegen schlechter Witterungsbedingungen und größeren Verlusten in Polen (22% Verluste bei den Kampfflugzeugen, 25% bei den Panzern - also mehr als erwartet), verschob Hitler die Abwehr gegen den französischen Feind insgesamt 29 mal.
[Bearbeiten] Der Finnisch-Sowjetische Winterkrieg 1939/40
Siehe auch: Winterkrieg
Am 30. November 1939 überrannten sowjetische Truppen unter Marschall Kiril Meretskow im so bezeichneten Winterkrieg die 950 km lange Grenze zu Finnland. Die Rote Armee griff mit 1.500 Panzern und 3.000 Flugzeugen an und erwartete einen schnellen Sieg, aber die Sowjets unterschätzten die Finnen. Die Rote Armee verlor etwa 200.000 Mann, die Finnen jedoch nur 25.000 Soldaten. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings seine Neutralität aufzugeben. Eine Unterstützung der Briten und der Franzosen gegen die Sowjetunion erfolgte, trotz des eindeutig agressiven Charakters dieses Krieges, nicht. Ein Friedensvertrag, der am 12. März 1940 unterzeichnet wurde, legte fest, dass Finnland Teile Kareliens und die Halbinsel Kalastajansaarento am Nordmeer gelegen, an die Sowjetunion abtreten musste.
Als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff nahm Finnland 1941 im Fortsetzungskrieg, dem deutschen Russlandfeldzug, teil, um sich die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.
Eine wesentliche Folge des Winterkriegs war, daß Stalin mit einer Reorganisation der Roten Armee begann, in deren Verlauf auch Offiziere rehabilitiert wurden, die bei den innersowjetischen Säuberungen 1936/37, nach Sibirien verbannt worden waren. Diese Reorganisation trug erheblich dazu bei, daß die Rote Armee 1941 über eine größere Kampfkraft verfügte, als die Deutschen es erwartet hatten.
[Bearbeiten] Die Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940
Siehe auch: Unternehmen Weserübung
Zum Ende des Jahres 1939, nach dem Verlust der französischen Eisenerzeinfuhr, stellten die Lieferungen aus dem neutralen Schweden 40 % des Eisenerzbedarfs für Deutschland dar. Ein weiterer wichtiger Rohstoff war das finnische Nickel. Durch die Erzbahn von Schweden nach Narvik war Norwegen für Deutschland von außerordentlichem wirtschaftlichen und militärischen Wert. Die Briten wollten diese wichtigen Rohstofflieferungen abschneiden, weswegen am 5. Februar 1940 beim obersten britischen-französischem Generalstab, die Planung der Landung von vier Divisionen in Narvik vereinbart war. Die vorgesehene Besetzung des norwegischen Hafens durch die Briten veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zusätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21. Februar erfolgte eine direkte Weisung Hitlers für die Planung bestimmter Operationen im skandinavischen Raum. Am 1. März wurde das Unternehmen Weserübung endgültig beschlossen. Es sah vor, Dänemark vorübergehend einzunehmen und es als „Sprungbrett“ für die Eroberung Norwegens zu benutzen. Im März kam es zu diversen Gefechten mit britische Marineeinheiten.
Am 5. April fand die anglo-französische Operation Wilfred statt, bei der die Gewässer vor Norwegen vermint und weitere Truppen ins Land gebracht werden sollten. Einen Tag später lief auf deutscher Seite das Unternehmen Weserübung an. Dabei wurde fast die gesamte deutsche Flotte mobilisiert und in Richtung Narvik kommandiert. Am 9. April begann das Unternehmen endgültig mit der Landung einer Gebirgsjägerdivision vor Narvik.
In Großbritannien hielt man eine Landung der Deutschen für recht unwahrscheinlich, was dazu führte, daß von alliierter Seite nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Jedoch wurde ebenfalls eine Invasion Norwegens durch britische Truppen vorbereitet. Die deutsche Wehrmacht kam in einer grandiosen, amphibischen Operation, einer bereits geplanten britischen Landung in Norwegen um nur 24 Stunden zuvor. Die Deutschen konnten ihren Brückenkopf ohne größeren Widerstand ausweiten, so daß am 10. April bereits Stavanger, Trondheim und Narvik erfolgreich besetzt wurden, nachdem zuvor bereits Dänemark kampflos besetzt worden war. Großbritannien besetzte daraufhin im Nordatlantik die dänischen Färöerinseln.[27]
Vidkun Quisling erklärte zuvor in Berlin, „...daß Absprachen der norwegischen Regierung mit den Engländern über eine mögliche Landung in Norwegen bestünden.“ Im Juni 1940 wurden beim Frankreich-Feldzug in La Charité an der Loire, von deutschen Truppen Geheimakten des französischen Generalstabs erbeutet, die alliierte Pläne für die Schaffung von Fronten in Skandinavien und auf dem Balkan enthielten. Bereits für den 23. März 1940 war ein britischer Vorstoß gegen die norwegische Küste mit anschließender Besetzung geplant gewesen. Endgültig beschloß der Kriegsrat in London am 28. März 1940, den direkten Angriff auf die norwegische Neutralität. Deutschland war durch den „Altmark-Zwischenfall gewarnt und kam dann mit seiner Besetzung des Landes ab 7. April 1940 den Briten, die am 8. April landen wollten, nur um Stunden zuvor.“[28] [29]
[Bearbeiten] Der Westfeldzug 1940
Siehe auch: Westfeldzug 1940
Während Deutschland den Westwall zur Verteidigung der Front hatte, stand in Frankreich die stark befestigte Maginot-Linie. Die Ardennen galten als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie. Die französische Generalität glaubte nicht an einen Vorstoß durch dieses Gebiet, da es besonders für Panzerkräfte, als unüberwindbar galt.
Der Plan für einen Feldzug im Westen wurde von Generalleutnant Erich von Manstein mit seinen beiden Stabsofizieren, Oberst Günther Blumentritt und dem damaligen Major i. G. Henning von Tresckow, entwickelt. Er sah einen schnellen Vorstoß durch die Ardennen vor, um dann die Alliierten im Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen gedachte er durch das „Loch in den Ardennen“ zur sogenannten „Operation Sichelschnitt“ bis zur Kanalküste hin durchzustoßen.
Der vorausgegangene Venlo-Zwischenfall machte weite Teile des britischen Spionagenetzes in West- und Mitteleuropa nahezu wertlos und führte zum Rücktritt des niederländischen Geheimdienstchefs. Im nachfolgenden Treffen zwischen Walter Schellenberg und dem deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop sagte dieser:
- "Der Führer ist fest davon überzeugt, dass durch das Venlo-Material die Neutralitätsverletzung Hollands zugunsten Großbritanniens einwandfrei erwiesen ist, und er wünscht, dass ein entsprechender Bericht darüber angefertigt wird."
Auch aus diesem Grunde erfolgte, ein halbes Jahr darauf, im Mai 1940 der deutsche Einmarsch in den Niederlanden, deren angebliche Neutralität durch die Zusammenarbeit mit dem englischen Secret Service unglaubwürdig geworden war.
Am 3. Juli versenkten die Briten im algerischen Hafen Mers-el-Kébir die Flotte ihres eigenen französischen Verbündeten in der Operation Catapult.
Am 22.7. 1940 übermittelt der englische Botschafter Lord Lothian aus Washington, Deutschland hätte „überaus befriedigende“ Friedensbedingungen übermittelt. Der englische Außenminister Halifax lehnt das deutsche Angebot auf Anweisung Churchills ab. Hugh Dalton, der Minister für ökonomische Kriegsführung, notierte Churchills Auftrag, „Europa in Brand zu stecken“. „Setzen Sie Europa in Brand!“ befahl Churchill.[30][31]
[Bearbeiten] Die Luftschlacht um England 1940/41
Siehe auch: Luftschlacht um England
Nach der britischen Kriegserklärung versuchte Deutschland in der Luftschlacht um England, die Vorbereitung einer Invasion, um die englische Bedrohung abwehren zu können. (Unternehmen Seelöwe) Erklärtes Ziel war vor allem die Vernichtung der Kampfkraft der Royal Air Force. Hitler hoffte jedoch, die Briten doch noch zum Frieden bewegen zu können, ohne die Invasion tatsächlich durchführen zu müssen. Deutsche Friedensangebote wurden jedoch von der britischer Seite unter Churchill wiederholt abgelehnt, da Großbritannien an einer Ausweitung und Eskalation des Krieges maßgebliches Interesse hatte. Höhepunkt der deutschen Friedensbemühungen der Briten gegenüber, war der Flug von Rudolf Hess nach Schottland, um in direkte Friedensverhandlungen mit der Regierung eintreten zu können. Hess wurde trotz seiner Funktion als Parlamentär völkerrechtswidrig verhaftet, an Frieden war Großbritannien nicht interessiert. In den zwei Jahren zwischen dem Münchner Abkommen und der Luftschlacht um England, arbeiteten die Briten fieberhaft am Aufbau einer modernen Luftwaffe. Allein in den drei Monaten vor Beginn der Luftschlacht, konnten die britischen Fabriken vorrangig um Coventry über 1.400 Jagdflugzeuge fertigstellen. Um dem dringenden Personalbedarf nachzukommen, wurden Piloten aus dem Commonwealth sowie Frankreich, Polen und der Tschechoslowakei unter dem Oberbefehl der Royal Air Force eingesetzt.
Britische Flugplätze und Flugzeugfabriken wurden häufig von der Luftwaffe bombardiert. Unter anderem zählten auch Hafenanlagen zu den vorrangigen Zielen. Die deutschen Bomber erhielten Begleitschutz von Jagdflugzeugen, um die britischen Abfangjäger abzuwehren. Diese Schlacht führte auf beiden Seiten zu großen materiellen Verlusten, weshalb sich die Luftwaffe ab Oktober 1940 größtenteils auf Nachtbombardements beschränkte.
Entscheidend für die Niederlage der deutschen Luftwaffe war unter anderem auch die Fehlbewertung von Radartechnologie im Luftkrieg durch den Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring. Dadurch konnte die Royal Air Force ihre weitgehend verschont gebliebenen Radarstationen in Küstennähe zur präziseren und schnellen Ortung deutscher Luftstreitkräfte nutzen und diese so wesentlich effizienter bekämpfen.
Luftwaffenchef Göring betrachtete dies als eine Niederlage der deutschen Luftwaffe. Die deutschen Jägerpiloten wurden in der Folge von ihm der Feigheit bezichtigt. Göring erneuerte diesen Vorwurf im weiteren Verlauf des Krieges verschiedene Male, um Niederlagen der Luftwaffe zu erklären und von seinem eigenen Versagen als Oberkommandierender abzulenken.
Bei den Bombardements von London und anderen englischen Industrie- und Rüstungszentren wurden im Verlauf des gesamten Krieges insgesamt ca. 32.000 Zivilisten getötet. Die Anzahl der Toten des anglo-amerikanischen Terrorangriffes auf eine einzige deutsche Stadt, Dresden, schwankt zwischen 35.000 und 300.000 Zivilisten!
[Bearbeiten] Jugoslawien und Griechenland 1940/41
Siehe auch: Balkanfeldzug (1941)
Mussolinis Ambitionen waren bereits seit den 1930er-Jahren auf den Balkan gerichtet. Am 28. Oktober 1940 griffen italienische Verbände von dem seit 1939 italienisch okkupierten Albanien aus Griechenland an. Italien hatte zuvor versucht, Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, was jedoch wegen der ablehnenden Haltung von König Boris III. misslang. Hitler war über den Angriff zuvor nicht unterrichtet worden, demzufolge war er völlig überrascht. Auch hatte er Operationen in dem Gebiet gar nicht geplant, da es vermutlich eher seine Absicht war, gemeinsam mit Italien das europäische Festland gegen England zu sichern.
[Bearbeiten] Der Präventivschlag gegen die Sowjetunion
Siehe auch: Rußlandfeldzug • Stalins verhinderter Erstschlag
Generaloberst Franz Halder, 1941 Chef des Generalstabes des Heeres und Mitglied der Opposition gegen den Nationalsozialismus, bestätigt in seinem Buch „Hitler als Feldherr“, daß „...Hitler mit seiner festen und nicht unbegründeten Überzeugung, daß Rußland sich zum Angriff auf Deutschland rüste, recht hatte, was man heute aus guten Quellen wisse.“ Der Historiker Erich Helmdach bestätigt, daß der deutsche Einmarsch in die UdSSR im Jahre 1941 einem sowjetischen Angriff zuvorkam. [32] Der bekannte englische Historiker A.J.P. Taylor schrieb: „Es ist über jeden Zweifel erhaben, daß er (Hitler) den Krieg 1941 nur aus präventiven (vorbeugenden) Gründen ausweitete.“[33]
Die sowjetische Rüstung war der deutschen Militärführung nicht verborgen geblieben. Ziel Stalins war nach einer militärischen Abnutzung der Kräfte des Deutschen Reiches, die man in Ruhe abwarten wollte, Deutschland mit der größten Militärmaschinerie zu überfallen und europaweit ein kommunistisches System zu errichten. Auf Grund der ungleichen Kräfteverteilung war eine Abwehr dieses Vorhabens nur durch einen, völlig ungeplanten, Präventivschlag möglich. Der Balkanfeldzug hatte den Präventivschlag gegen die Sowjetunion um vier Wochen verschoben. Der Einmarsch fand nun erst am 22. Juni 1941 statt. Diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führten dazu, daß der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen konnte und das operative Ziel, das Erreichen der Linie Archangelsk-Astrachan, nicht realisiert wurde. Obwohl man auf deutscher Seite errechnete, daß die Versorgung der Wehrmacht nur bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlang Pleskau, Kiew und der Krim verlief, verlangte Hitler die Eroberung Moskaus im Rahmen eines einzigen, ununterbrochenen Feldzuges, da für einen Winterkrieg keinerlei Vorbereitungen getroffen worden waren. Für den Feldzug standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit. Die Heeresgruppe Nord (von Leeb) sollte die baltischen Staaten erobern und dann nach Leningrad vorstoßen. Auf der Heeresgruppe Mitte (von Bock) lag die Hauptlast. Sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet. Die Heeresgruppe Süd (von Rundstedt) sollte die Ukraine erobern. Ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren Verbände aus befreundeten und Freiwilligeneinheiten aus eroberten Ländern der Achsenmächte. Auch vom besetzten Norwegen aus wurden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen. Sie zielten insbesonders auf Murmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die „Murman-Bahn“, sowie den Hafen.
„Mitte Juni wurden die Anzeichen drohend, und so in der zweiten Hälfte des Juni konnte es keinen Zweifel mehr geben, daß es sich hier um eine Frage von vielleicht Tagen, von vielleicht Wochen noch handeln würde. Und so gab ich denn den Befehl für den 22. Juni, nun unsererseits sofort anzutreten. Glauben Sie mir, meine alten Parteigenossen, es war das der schwerste Entschluß meines ganzen bisherigen Lebens, ein Entschluß, von dem ich wußte, daß er uns in einen sehr schweren Kampf verwickeln würde, von dem ich aber hoffte, daß die Chancen, ihn zu gewinnen, um so größer wären, je schneller wir dem anderen zuvorkommen würden. “
— Adolf Hitler, Rede vom 09. November 1941
[Bearbeiten] Filmbeitrag
Auszug aus der Deutschen Wochenschau zum Beginn des Unternehmens Barbarossa:
[Bearbeiten] Der Partisanenkrieg
Siehe auch: Fackelmännerbefehl
Schon bald nach dem Einmarsch deutscher Truppen begann in den verschiedenen Staaten Europas die Neuordnung. Bedingt durch die Kriegslage konnte auf die Ernährung der Einheimischen teilweise wenig Rücksicht genommen werden. Die Bedingungen in den besetzten Gebieten verschlechterten sich ständig. Dadurch kam es bald zu Widerstand. In den Niederlanden streikten zum Beispiel die Polizei und die Eisenbahner. In Frankreich kam es zu bewaffneten Angriffen aus dem Hinterhalt. Besonders in den Balkanstaaten und in Osteuropa war der Widerstand am stärksten. In Jugoslawien konnten Aufständische unter Josip Broz Tito sogar einzelne geschlossene Gebiete zurückerobern, in Griechenland kontrollierten Partisanen der ELAS, EDES und EKKA die Berge und in der Sowjetunion bildeten sich kommunistische und anarchistische Gruppen, welche die Arbeit der Deutschen sabotierten und Überfälle durchführten.
Der Partisanenkrieg in der Sowjetunion war jedoch von der Roten Armee bereits vor dem Krieg geplant worden, es wurden entsprechende Einheiten aufgestellt, die nach der Eroberung eines Gebietes den Widerstand im Hinterland der Front durchführen sollten. Stalin hatte sogleich am 3. Juli 1941, zum allgemeinen Partisanenkampf aufgerufen. Dies widersprach dem internationalen Kriegsrecht. Das Vorgehen der Partisanen war durch zahlreiche Verstöße gegen das Kriegsrecht - wenn dieses überhaupt für dies Zutraf bzw. von denen anerkannt wurde - gekennzeichnet. Gefangene wurden von denen in der Regel nicht gemacht oder zum Überlaufen gezwungen. Von deutscher Seite wurde der Partisanenkrieg in West- und Osteuropa unterschiedlich geführt. Während es in Griechenland, Frankreich oder Italien dabei vereinzelt zu seinerzeit völkerrechtlich erlaubten Vergeltungsmaßnahmen an der Partisanen-unterstützenden Zivilbevölkerung kam, nahm der Kampf gegen die in Osteuropa wesentlich stärkeren Partisanen exzessive Formen an.
Ab 1942 wurde der Widerstand der sowjetische Partisanenarmee im rückwärtigen Raum für die Wehrmacht zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung, da sie vor dem Krieg diesen Gegner in den Planungen nicht beachtet und lange unterschätzt hatte. Der Kampf zwischen Wehrmacht und Partisanen wurde ab 1942 von beiden Seiten mit unerbittlicher Härte gegen den jeweiligen Gegner sowie die Zivilbevölkerung geführt, die oft überführt wurde, mit dem Feind zu kooperieren.
Einen eindeutigen rechtlichen Status für Partisanen kannte das damalige Völkerrecht nicht, so daß diese nur bei Tragen eines ständigen und von weitem erkennbaren Zeichens, dem offenen Tragen der Waffen, der Beachtung der Gesetze und Gebräuche des Krieges, und Existenz eines verantwortlichen Anführers, evtl. als Kriegsgefangene galten. Diese Punkte trafen auf die sowjetischen Partisanen nicht zu. Zudem war die Hinrichtung gefangener irregulärer Kämpfer vom damals geltenden Kriegsrecht nach der Haager Landkriegsordnung gestattet. Wie selbst die französische Anklage und amerikanische Richter beim Nürnberger Tribunal urteilten, stellte allein die Erschießung gefangener Partisanen – selbst ohne Gerichtsverfahren – noch kein Kriegsverbrechen dar. Auch seien Geiselerschießungen und Repressalien im „angemessenen Rahmen“ nach damaligem Kriegsrecht nicht generell verboten, allerdings auch nicht ausdrücklich erlaubt, gewesen. In Prozessen nach dem Krieg, wie z.B. gegen Friedrich Engel, folgten die Gerichte der Auffassung der Verteidiger, Geiselerschießungen seien „völkerrechtliches Gewohnheitsrecht“. Massaker an der Zivilbevölkerung wurden so als legitime Sühnemaßnahmen und Vergeltungsaktionen gegen „ungesetzliche Partisanenaktionen“ ausgewiesen. In deutschen Strafkammern wurde entschieden, Exekutionen seien grundsätzlich als sogenannte „Repressaltötungen“ gedeckt gewesen.
- Beispiele von organisierten Partisanengruppen
- ZOB (polnisch Żydowska Organizacja Bojowa), die Jüdische Kampforganisation im Warschauer Ghetto
- Bielski-Partisanen in Weißrussland
- die Polnische Heimatarmee
- die Résistance Frankreich
- die Resistenza Italien
- Sowjetische Partisanen
- Zentraler Stab der sowjetischen Partisanenbewegung
- Jugoslawische Partisanen (Tito-Partisanen)
- Griechenland
[Bearbeiten] Kriegseintritt der USA 1941
Siehe auch: Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg
Die Vereinigten Staaten hatten in dem Konflikt zunächst formal Neutralität gewahrt. Die isolationistische Grundstimmung in der US-Bevölkerung ermöglichte es Präsident Roosevelt nicht, direkt an der Seite Großbritanniens und der Sowjetunion in den Krieg einzugreifen. Der Kongress schuf jedoch mit dem Leih- und Pachtgesetz vom 11. März 1941 die schein-legale Grundlage für die vorher bereits praktizierte Unterstützung Großbritanniens. Das Land wurde, wie später auch die Sowjetunion, in großem Umfang mit Waffen und Hilfsgütern aller Art aus den USA beliefert.
Die von Roosevelt geschürte und vorangetriebene Krise mit dem Kaiserreich Japan hatte einen bewußt einkalkulierten Angriff von japanischen Kampfluzeugverbänden auf die Pazifikflotte in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 zur Folge. Am 11. Dezember 1941 erklärte das Deutsche Reich den USA ebenfalls den Krieg, um vorrangig die Waffenlieferungen der Vereinigten Staaten an Großbritannien und der Sowjetunion nunmehr uneingeschränkt bekämpfen zu können. Zudem stand Tokio spätestens mit der Schließung des Antikominternpaktes 1936 Berlin sehr nahe. In Deutschland konnte man sich erhoffen, daß Japan eine zweite Front gegen die Sowjetunion eröffnen würde, was aber nicht eintrat.
Trotz des japanischen Angriffs einigten sich die Regierungen der USA und Großbritanniens auf den Grundsatz „Germany first“, also auf die Zerschlagung Deutschlands, als vordringliches Kriegsziel. Zu ersten Kampfhandlungen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen kam es bereits Ende 1942 in Nordafrika. Der Angriff Japans auf den amerikanischen Flottenstützpunkt mußte als Auslöser für den Kriegseintritt der USA herhalten, da die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung nach wie vor gegen einen Krieg eingestellt war. Der japanische Funkverkehr konnte abgehört werden und durch gezielte provokative Maßnahmen seitens der US-Regierung (Durchfahrtverbot durch den Panamakanal) wurde auf japanischer Seite das Verlangen geweckt, die amerikanische Pazifikflotte durch einen gezielten Schlag auszuschalten. Die These vom plötzlichen und völlig überraschenden Angriff ist im Kontext der damaligen Zeit nicht im entferntesten haltbar, sondern reiht sich ein in die Propaganda der damaligen US-amerikanischen Regierung, um eine Rechtfertigung für den Kriegseintritt zu erhalten. Adolf Hitler hatte bis dahin alles versucht, um die USA aus einem Krieg gegen Deutschland herauszuhalten.
Adolf Hitler: Ansprache auf dem Heldengedenktag am 15.03.1942: (mp3)
[Bearbeiten] Der Kriegsschauplatz Nordafrika 1940–1943
Siehe auch: Afrikafeldzug
Ähnlich wie auf dem europäischen Kriegsschauplatz hatten die Italiener in Nordafrika schwere Rückschläge gegen die Briten hinnehmen müssen. Eine italienische Offensive zum Ende des Jahres 1940 führte zur Vernichtung der italienischen Verbände in Libyen.
Der deutsche General Erwin Rommel bekam deshalb im Februar 1941 den Befehl, mit schwachen Verbänden des Deutschen Afrikakorps, den erfolglosen Bündnispartner bei seiner Verteidigung zu unterstützen.
Rommel hielt eine defensive Haltung für unangebracht, stattdessen wollte er angreifen. Am 31. März begann Rommel den Vormarsch. Sein Hauptvorstoß richtete sich auf Mersa Brega, um damit das Tor zur Cyrenaika aufzustoßen. Die Offensive führte zum Erfolg, so daß bald auch Bengasi besetzt werden konnten. Am 10. April standen deutsche Panzer vor der ostlibyschen Hafenstadt und Festung Tobruk, die kurz zuvor noch von den Italienern ausgebaut und dann beinahe kampflos geräumt worden war. Bis zum 13. April unternahm Rommel drei Angriffe auf die Festung, die jedoch alle fehlschlugen. Rommel musste vorerst die Eroberung Tobruks zurückstellen. Auch weitere Vorstöße konnten auf Grund von Versorgungsengpässen nicht durchgeführt werden, so daß beide Seiten in einen Stellungskrieg übergingen.
Im November griffen die Briten dann erneut an. Am 26. November erfolgte ein zweiter Angriff, wobei der Besatzung von Tobruk nun endlich der Ausbruch aus dem Belagerungsring gelang. Am 7. Dezember zog sich das Afrikakorps zur Gazala-Linie zurück. Nachdem Tobruk augenscheinlich vor einer Eroberung des Afrikakorps gefeit war, griff Rommel im Januar 1942 wieder an.
Am 26. Mai begann Rommel das Unternehmen Theseus mit dem Ziel, Tobruk endgültig zu erobern. Nach schweren Panzergefechten gelang es den Achsenmächten, Bir Hacheim am 10. Juni einzunehmen, um dann den Vormarsch auf Tobruk einzuleiten. Am 20. Juni wurden Stadt und Festung besetzt, daraufhin wurde Rommel zum Generalfeldmarschall befördert.
Der weitere Vormarsch sollte nun durch Ägypten erfolgen. Die Stadt Alexandria sollte eingenommen und der Suezkanal besetzt werden. Kurz vor El Alamein hatten die Briten einen 65 Kilometer langen Verteidigungsgürtel aufgebaut. Die deutsche Offensive blieb stecken. Der neue britische Befehlshaber Bernard Montgomery startete am 23. Oktober zum Gegenangriff. Das Afrikakorps war zahlenmäßig unterlegen und musste den Rückzug antreten.
Die Lage wurde vollends hoffnungslos, als am 8. November im Zuge der Operation Torch amerikanische Truppen in Casablanca und Algier landeten und somit den Zwei-Fronten-Krieg in Nordafrika einleiteten. Am 13. November fiel Tobruk wieder in britische Hand.
1943 blieb Rommel nur noch der Rückzug. Am 23. Januar besetzten die Briten Tripolis. Im März und April wurden die Achsenmächte durch den Tunesien-Feldzug schließlich eingeschlossen. Lediglich an der Mareth-Linie wurde noch erbitterter Widerstand geleistet. Am 13. Mai mussten die Achsenmächte in Nordafrika kapitulieren.
[Bearbeiten] Italien 1943 und 1944
Am 10. Juli landeten die Alliierten im Zuge der Operation Husky auf Sizilien, worauf der Große Faschistische Rat Mussolini Versagen vorwarf. Der „Duce“ wurde daraufhin auf Befehl des italienischen Königs Viktor Emanuel III. verhaftet. Als neuer Ministerpräsident wurde Pietro Badoglio eingesetzt.
Am 22. Juli 1943 konnte die sizilianische Hauptstadt Palermo von den Alliierten besetzt werden. Am 3. September landeten zwei britische Divisionen bei nur minimalem Widerstand der Verteidiger auf dem italienischen Festland. Fünf Tage nach der Landung schloss die feige neue italienische Regierung einen Waffenstillstand mit den Alliierten, worauf der Fall Achse eingeleitet wurde, in dem die Deutschen alle italienischen Verbände entwaffneten und zugleich Rom besetzten. Am 12. September gelang es einigen deutschen Fallschirmjägern, Mussolini aus dessen Gefangenschaft im Hotel Campo Imperatore zu befreien. Mussolini wurde nach Ostpreußen gebracht, um wenig später eine neue Regierung in Norditalien leiten zu können, die sogenannte Republik von Salò, um den Kampf an deutscher Seite fortzusetzen. Nachdem sich die auf der griechischen Insel Kephalonia stationierten italienischen Soldaten ihrer Entwaffnung widersetzten, wurden zwischen dem 18. und dem 23. September etwa 5.000 Italiener gefangengenommen oder bei Kämpfen mit deutschen Gebirgsjägertruppen erschossen.
Am 13. Oktober 1943 erklärte die Badoglio-Regierung dem Deutschen Reich den Krieg. An der Seite der offiziellen italienischen Verbände operierte eine kampfstarke Partisanenarmee von etwa 256.000 Frauen, Männern und sogar Kindern, die 1944 mit ihren Hinterhalt-Kampfhandlungen die Streitmachtskapazitäten von über zehn Wehrmachtsdivisionen band.
Der Vormarsch der Alliierten erfolgte nur sehr langsam. Die Deutschen verteidigten ihre Stellungen bis zum äußersten, während im Hinterland schon die nächsten Verteidigungsstellungen erstellt wurden. Erst wenn der Druck zu stark wurde, zogen sie sich zurück, um sich wieder neu zu verschanzen.
Die Entscheidung der Alliierten, in Sizilien und nicht gleich bei Rom zu landen, verlängerte den Krieg möglicherweise erheblich. Es gibt Einschätzungen, daß die übergelaufenen italienischen Verbände und die Partisanen bei einer Landung der Alliierten bei Rom, angeblich Süditalien selbst hätten erobern können.
Während sich die Alliierten schwere Gefechte mit den Truppen der Wehrmacht lieferten, führten sie noch eine Landung bei Anzio, die Operation Shingle, am 21. Januar durch, die sie mit erheblichen Verlusten zu bezahlen hatten. Zusätzliche deutsche Divisionen wurden in der Folge nach Italien verlegt. Die Alliierten errichteten in Italien eine zweite Front, waren aber nicht in der Lage, bis Rom vorzustoßen.
Am 15. Februar wurde bei der Schlacht um Monte Cassino das von keinerlei Truppen besetzte Bergkloster Monte Cassino von US-Bombern angegriffen und zwei Tage später durch Artilleriebeschuß völlig in Trümmer gelegt. Die Kunstschätze wurden durch deutsche Transporteinheiten zuvor noch in Sicherheit gebracht, da man die absolute Mißachtung der USA gegenüber den Kriegsgesetzen und von Kulturgütern schon hinreichend erfahren hatten. Die US-Armee hatte bei mit diesem Überfall aber nicht bedacht, daß sich nun in den Ruinen des Klosters Fallschirmjäger verschanzten, die schon bei der Landung auf Kreta eingesetzt gewesen waren. Diese verteidigten die Ruine erbittert. Erst drei Monate später, am 18. Mai 1944, konnte der Feind, unter hohen Verlusten nach mehreren Tagen härtester Kämpfe, das total zerstörte Kloster einnehmen, nachdem alle vorhergehenden Angriffe der Hilfstruppen der USA aus vielen Nationen, gescheitert waren.
Später begann der Vormarsch auf Rom. Am 25. Mai 1944 vereinten die alliierten Kräfte ihre beiden Fronten und drängten die deutschen Truppen auf die „Grüne Linie“ zwischen La Spezia und Rimini zurück.
Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber der Heeresverbände in Italien, lehnte es ab, in der „ewigen Stadt“ zu kämpfen und befahl seinen Einheiten, Rom am 4. Juni widerstandslos zu verlassen. Die Wunschvorstellung der Alliierten, die Wehrmacht bis in die Alpen zurückzutreiben, wurde bei der Apennin-Verteidigungslinie zerstört, so daß 1944 noch keine Entscheidung in Italien stattfand.
In diesen Zeitraum fallen ebenfalls alliierte Überlegungen eines weiteren Vorrückens über den Balkan, die jedoch, um Spannungen mit den Sowjets zu vermeiden, verworfen wurden.
[Bearbeiten] Die Westfront 1944/45
Siehe auch: Deutsche Westfront 1944/1945
Mit Jahresbeginn übernahm Erwin Rommel den Oberbefehl der deutschen Heeresgruppe B an der Westfront nördlich des französischen Flusses Loire. Am 21. Januar 1944 begann die deutsche Luftwaffe wieder mit Angriffen auf London, die bis zum April fortgesetzt wurden.
Während die Alliierten damit beschäftigt waren, Berge von Versorgungsmaterial anzuhäufen, verstärkten die Deutschen ihre Küstenbefestigungen am Atlantikwall. Durchgeführt wurden die Befestigungen von Bausoldaten der Organisation Todt. Dennoch gelang, auch auf Grund deutschen Verrates, am 6. Juni 1944 die Landung von Amerikanern, Briten und Kanadiern in der Normandie. Trotz anschließender heldenhafter Gegenwehr unter - verzögerter - Hinzuziehung von Panzereinheiten der Waffen-SS, war die Errichtung eines Brückenkopfes und der anschließende Vormarsch des Gegners auf das Reich nicht mehr aufzuhalten.
[Bearbeiten] Das Kriegsende in Europa 1945
Siehe auch: Endkampf um Deutschland 1945
Bevor Hitler sich am 30. April nach gängiger „Geschichtsschreibung “das Leben nahm, hatte er in seinem politischen Testament Großadmiral Karl Dönitz zum Reichspräsidenten und Oberbefehlshaber der Wehrmacht bestimmt. Dieser erklärte in einer Rundfunkansprache am 1. Mai über den Reichssender Hamburg die Fortsetzung des militärischen Kampfes gegen „den vordrängenden bolschewistischen Feind“. Dönitz wollte die deutschen Soldaten lieber in amerikanisch-britische Gefangenschaft bringen um sie vor sowjetischer Gefangenschaft retten. Er schlug sein Hauptquartier am 3. Mai im von Deutschen noch gehaltenen Flensburg auf und benannte eine Geschäftsführende Reichsregierung unter Graf Schwerin von Krosigk. Am gleichen Tag kapitulierte die deutsche Reichshauptstadt nach der Schlacht um Berlin. Am 4. Mai unterzeichnete der neu ernannte Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, auf dem Timeloberg eine Urkunde zur Kapitulation der Wehrmachtseinheiten, die im Nordwesten gegen den britischen Feldmarschall Montgomery gekämpft hatten – diese Teilkapitulation trat am 5. Mai um 7 Uhr in Kraft. Nachdem Eisenhower im operativen Hauptquartier der SHAEF in Reims das Ansinnen eines separaten Waffenstillstands mit den Westalliierten zurückgewiesen hatte, unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl in den Morgenstunden des 6. Mai die Bedingungslose Kapitulation aller deutschen Truppen, die am 8. Mai, 23:01 Uhr in Kraft treten sollte. In einem weiteren Dokument wurde die Ratifizierung dieser Kapitulation, dann durch das Oberkommando der Wehrmacht sowie die Oberbefehlshaber von Heer, Luftwaffe und Marine vereinbart.
Nach der Niederlage am 8. Mai 1945, - dem seit den 1980er-Jahren durch Richard von Weizsäcker zum umgedeuteten - „Tag der Befreiung“, befanden sich im Westen immer noch die britischen Kanalinseln und die französischen Städte Lorient, St. Nazaire, La Rochelle sowie die lettische Halbinsel Mazierbe unter Kontrolle der Wehrmacht. Auch in Dänemark blieb die deutsche Herrschaft bis zur Kapitulation unangefochten. Das Deutsche Reich selbst war weitgehend besetzt, lediglich der Alpenraum, Teile von Böhmen und Mähren und Schleswig-Holstein waren noch unter Kontrolle deutscher Truppen.
Am 9. Mai 1945 sendete der Reichssender Flensburg um 20.03 Uhr einen letzten Wehrmachtsbericht:
- „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Seit Mitternacht schweigen nun an allen Fronten die Waffen. Auf Befehl des Großadmirals (Dönitz) hat die Wehrmacht den aussichtslos gewordenen Kampf eingestellt. Damit ist das fast sechsjährige heldenhafte Ringen zu Ende. Es hat uns große Siege, aber auch schwere Niederlagen gebracht. Die deutsche Wehrmacht ist am Ende einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll unterlegen. Wir brachten den Wortlaut des letzten Wehrmachtsberichts dieses Krieges. Es tritt nun eine Funkstille von drei Minuten ein.“
In Norwegen und zum Teil auch in Nordwestdeutschland waren die deutschen Truppen in Gewahrsam der britischen Streitkräfte. Sie waren formal Kriegsgefangene, jedoch nicht entwaffnet und in ihrer militärischen Gliederung und Kommandostruktur unverändert. Sie wurden in Einsatzbereitschaft gehalten und zum Teil auch weiter ausgebildet. Die Truppenteile unterstanden britischem Kommando. Während der sogenannten Potsdamer Konferenz wurde bei der 9. Vollsitzung am 27. Juli 1945 der britische Premier Churchill vom sowjetischen Generalissimus Stalin auf diese nicht entwaffneten und sich in Norwegen befindenden 400.000 Soldaten angesprochen. In Nordwestdeutschland wurden Infanterieeinheiten von den Briten zur Bekämpfung marodierender Banden eingesetzt. Am 10. Mai 1945 verurteilte das Kriegsgericht der 6. Gebirgsdivision fünf Soldaten zum Tode durch Erschießen, weil sie beim Versuch, nach Schweden zu entkommen, ihren Batteriechef und einen Leutnant erschossen haben sollen. Am 8. und 9. Mai flohen fast zwei Millionen deutsche Soldaten aus dem sowjetischen Machtbereich in die von den Westalliierten kontrollierten Gebiete, vor allem aus dem Anfangs nicht besetzten Böhmen auf Grund der dort einsetzenden bestialischen Übergriffe auf Deutsche seitens der tschechischen Bevölkerung, die ihren eigentlichen Höhepunkt in der völkerrechtswidrigen Ermordung und Vertreibung der Sudetendeutschen fanden.
Der jüdische „Historiker“ und Bundeswehrdozent Michael Wolffsohn vertrat im Gegensatz zu Herrn von Weizsäcker jedoch die Auffassung, daß der 8. Mai vor allem für die [Mittel- und] Ostdeutschen keine „Befreiung“ gewesen sei, da sie „bis 1989 unfreiwillig die braune gegen die rote Unfreiheit […] tauschten. Wie und weshalb hätten sich die Ostdeutschen befreit fühlen können – oder gar die 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen, die Vergewaltigten und unschuldig Verfolgten?“
[Bearbeiten] Der Krieg in Asien und im Pazifik
Siehe auch: Pazifikkrieg
Nachdem Japan von den USA durch nackte Gewalt aus Motiven der eigenen wirtschaftlichen Bereicherung zur „Öffnung“ gezwungen wurde und nicht mehr in Ruhe seinen eigenen Angelegenheiten nachgehen konnte, nahm es sich an den imperialistischen Staaten ein Beispiel und baute ebenfalls eine starke Armee auf, die Japans Interessen durchsetzen konnte. Der starke Mangel an eigenen Rohstoffen zwang Japan zusehends zur Expansion. Japan war vor dem Zweiten Weltkrieg bereits an mehreren Kriegen beteiligt gewesen. Unter Tennō Yoshihito beteiligte sich Japan an der Seite der Alliierten am Ersten Weltkrieg, und konnte die pazifischen Kolonien des deutschen Kaiserreichs als leichte Beute übernehmen, unter anderem auch die Kolonie Tsingtau in China. Etwa zehn Jahre zuvor kam es wegen Streitigkeiten um die Mandschurei zum Russisch-Japanischen Krieg (1904–1905).
Nachdem es nicht gelang, die Weltwirtschaftskrise ab 1929 einzudämmen, wurden verstärkt Stimmen laut, die eine territoriale Expansion als Lösung der Probleme sahen.
Ab den 1930er-Jahren erlangten Militärs verstärkt Kontrolle über die Regierung, einschließlich des Amts des Premierministers, politische Gegner wurden verfolgt, Medien zensiert. Der aggressive Einsatz für eine Neuordnung der Pazifikregion hatte zum Ziel, die Beherrschung der asiatischen Länder durch europäische Staaten und die USA zu beenden und sie durch eine japanische Hegemonie im Rahmen eines Panasiatismus zu ersetzen.
Das Hauptinteresse der japanischen Expansion galt dem Gebiet der damaligen Republik China. Nach dem Mukden-Zwischenfall am 18. September 1931, der angeblich von den Japanern selbst inszeniert wurde, kam es zur Mandschurei-Krise und die Guandong-Armee besetzte, ohne Rücksprache mit der japanischen Regierung, die Mandschurei. Am 1. März 1932 wurde dort der Staat Mandschuko ausgerufen, dessen offizieller Präsident und späterer Kaiser Pu Yi war. Aufgrund internationaler Proteste über das Vorgehen in China, trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloß es sich dem Antikominternpakt an.
[Bearbeiten] Besondere Formen der Kriegsführung
[Bearbeiten] Luftkrieg
Siehe auch: Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg
Die deutsche Luftwaffe erhielt ihren erste Bewährungsprobe im Spanischen Bürgerkrieg. Im Polenfeldzug erlangte sie schnell die Lufthoheit, da die größtenteils veralteten polnischen Jagdflugzeuge wenig Widerstand leisten konnten.
Der Luftangriff auf Mönchengladbach im Mai, 1940 durch die Royal Air Force (RAF) eröffnete den Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung. In der Luftschlacht um England - August 1940 bis Mai 1941 - erlitt die deutsche Luftwaffe jedoch eine Niederlage gegen die RAF. Die Luftwaffe flog ab September 1940 massive Bombenangriffe gegen Industrieziele in der Nähe von englischen Städten, darunter auch Coventry und London. Im Russlandfeldzug spielte die Luftwaffe eine bedeutende Rolle, konnte aber weder die Schlacht um Moskau noch die Schlacht um Stalingrad für die deutsche Seite entscheiden. Ab 1942 flog auch das US-Army Air Corps - der Vorläufer der US Air Force - Angriffe in Europa und im April 1942 auch einen Bombenangriff auf Tokio.
Ebenfalls in diesem Jahr wurde Arthur Harris der Oberkommandierende des RAF Bomber Command. Im Mai begann mit einem Angriff auf Köln das Flächenbombardement deutscher Städte, das im Juli 1943 mit der Operation Gomorrha gegen Hamburg seinen ersten Höhepunkt erreichte. Hier wurden erstmals Täuschungstechniken eingesetzt. Dabei gab es auch beträchtliche Verluste der amerikanischen Tagbomberverbände, beispielsweise bei Angriffen auf Schweinfurt und Essen.
Gerade in den letzten Kriegsmonaten wurden zahlreiche deutsche Städte großflächig zerstört, darunter Braunschweig, Dresden, Heilbronn, Pforzheim und Würzburg. Der Tod der Zivilbevölkerung wurde dabei von den anglo-amerikanischen Terrorbombern billigend in Kauf genommen. Mit der Entwicklung der Raketen V1 und V2 hoffte die deutsche Seite auf die „Wunderwaffe“, ihr Nutzen war jedoch beschränkt. Zwischen Juni 1944 und März 1945 wurden mit ihnen Ziele in London angegriffen. Tokio wurde im Februar/März 1945 bei amerikanischen Angriffen erheblich zerstört, dies verbunden mit immensen Menschenverlusten ausschließlich unter der Zivilbevölkerung. Den schrecklichen Schlußpunkt setzten die US-amerikanischen und militärisch sinnlosen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945, die nur dem Zweck dienten, ihren damaligen Noch-Verbündeten Stalin einzuschüchtern.
[Bearbeiten] Atlantik- und U-Boot-Krieg
Siehe auch: U-Boot-Krieg (Zweiter Weltkrieg) • Unternehmen Rheinübung
Am 14. Oktober 1939 gelang es U 47 mit Kapitänleutnant Günther Prien, in die Bucht von Scapa Flow, dem Hauptstützpunkt der Home Fleet der britischen Marine einzudringen und das Kriegsschiff Royal Oak mit 1.400 Mann Besatzung zu versenken. Dies war der Beginn des U-Bootkriegs, geplant durch Karl Dönitz. Fanden bis zur Mitte des Jahres 1940 hauptsächlich Aktionen durch einzelne U-Boote statt, konnten nach der Eroberung Frankreichs an der Biskaya in Brest, Lorient, St-Nazaire und La Rochelle vorerst provisorische U-Bootstützpunkte errichtet werden. Die U-Boote konnten dank dieser neuen Häfen wesentlich schneller die Operationsgebiete auf den westlichen Zufahrtswegen zum Ärmelkanal erreichen. Die alliierten Konvois waren aus Mangel an militärischen Geleitschiffen nur schwach gesichert. Außerdem setzten die U-Bootkommandanten die neue Taktik eines nächtlichen Überwasserangriffs ein, der die nur Unterwasserziele ortenden alliierten Sonargeräte (ASDIC) wirkungslos werden ließ.
Mit den jetzt folgenden Siegen der deutschen U-Bootwaffe wurden viele Kommandanten als Helden gefeiert. 1940 gingen ungefähr 4,5 Millionen Bruttoregistertonnen Schiffsraum bei den Alliierten verloren.
Um den Druck auf die britischen Nachschubtransporte zu erhöhen und um den U-Bootkrieg zu unterstützen, lief im Mai 1941 ein Geschwader aus Gotenhafen mit Ziel Atlantik aus. Es bestand aus dem gerade erst in Dienst gestellten Schlachtschiff Bismarck, dem sich ebenfalls erst wenige Monate im Dienst befindenden Schweren Kreuzer Prinz Eugen und einigen Zerstörern. Die Aktion bekam den Decknamen Unternehmen Rheinübung und führte zur Versenkung des britischen Schlachtkreuzers HMS Hood. Die Aktion endete mit der Versenkung der Bismarck am 27. Mai 1941 durch eine zusammengezogene britische Marineübermacht.
Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg und der Bindung großer amerikanischer Kräfte im Pazifik setzte Admiral Dönitz Langstrecken-U-Boote zum Unternehmen Paukenschlag nach Amerika in Marsch, wo sie in den ersten Januartagen 1942 eintrafen. Die zunächst schlecht organisierte US-Küstenverteidigung stand den Angriffen auf die Handelsschiffe hilflos gegenüber. Als die Verteidigung im Frühjahr zunahm, weiteten die U-Boote ihr Einsatzgebiet in die Karibik und den Südatlantik aus. Mit kürzerer Reichweite ausgelegte Boote operierten zur gleichen Zeit im Nordatlantik in Rudeln und konnten so den Druck auf die Konvois aufrechterhalten. Es kam im Laufe des Jahres zu mehreren großen Geleitzugschlachten. Im Herbst 1942 steigerten sich die Erfolge der deutschen U-Boote noch weiter, da die Geleitkräfte für die Sicherung in Nordafrika benötigt wurden. 1942 konnten über 8 Millionen BRT Schiffsraum versenkt werden.
Ende 1942 gelang es den Alliierten, den Code der deutschen Enigma-Verschlüsselungsmaschine zu brechen. Im Mai 1943 konnten die Alliierten ihre Luftüberlegenheit und ihre Geleitkräfte in vollem Maße nutzen, so daß in diesem Monat 43 deutsche U-Boote versenkt wurden. Dönitz stellte daraufhin den U-Bootkrieg vorübergehend ein und ließ die U-Boote zurückrufen. Die Schlacht im Atlantik hatte somit eine Wende genommen.
Mit der Invasion in Frankreich im Juni 1944 wurden bald auch die deutschen U-Bootstützpunkte an der französischen Atlantikküste erobert. Die U-Boote waren auf die Stützpunkte an Nord- und Ostsee und in Norwegen zurückgedrängt und operierten nun mehr vor der englischen Küste.
Neue revolutionäre U-Boot-Typen befanden sich jedoch bereits im Bau und hätten der feindlichen Schiffahrt schwer zugesetzt wenn der Krieg noch länger gedauert hätte. Bei Bekanntwerden der Kapitulation wurde am 4. Mai 1945 die Operation Regenbogen gestartet: Alle in den Häfen liegenden U-Boote versenkten sich selbst. Die U-Boote, die noch im Einsatz waren, liefen nach dem 8. Mai britische oder US-amerikanische Häfen an.
[Bearbeiten] Politische Aspekte
[Bearbeiten] Kriegsverbrechen
Siehe auch: Kriegsverbrechen der Alliierten • Völkermord • Verbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg
Die Rote Armee hat in den von ihr eroberten Ländern Osteuropas unvorstellbare Kriegsverbrechen begangen. Dazu gehören die Vergewaltigungen von europaweit etwa vier Millionen Frauen durch die Soldaten der Roten Armee und deren Verbündete, davon 1,9 bis 2 Millionen vergewaltigte Frauen in Deutschland (mit 240.000 Todesfällen in deren Folge) während des Vormarsches der Roten Armee - auch noch weit nach Kriegsende.
Japan ging insbesondere gegen Chinesen mit großer Brutalität vor. Dabei kam es zu Kriegsverbrechen japanischer Soldaten in China beim Massaker von Nanking, sowie grausame medizinische Experimente an Gefangenen. Nach chinesischen Angaben sollen zwischen 5 und 10 Millionen chinesische Zivilisten getötet worden sein. Die Bombardierung Shanghais 1937 setzt den Auftakt des japanischen Eroberungsfeldzuges durch Südostasien. Er kostete bis 1945 insgesamt etwa 20 Millionen Menschen das Leben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden nur die angeblichen deutschen Kriegsverbrechen in den Nürnberger Prozessen verhandelt, die alliierten Kriegsverbrechen fanden hierbei keinerlei Erwähnung. Zahlreiche Personen aus der nationalsozialistischen Führung wie Ärzte, Juristen und führende Personen aus der Wirtschaft und dem Oberkommando der Wehrmacht wurden völkerrechtswidrig verurteilt. Dabei mussten sich erstmals in der Geschichte Politiker, Militärs und andere Verantwortungsträger persönlich für das angebliche Planen und Führen eines Angriffskrieges und für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Diese Prozesse wurden jedoch insbesonders von deutschen Politikern als Siegerjustiz und Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot kritisiert.
Der ehemalige Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop sagte vor dem Internationalen Militärtribunal Nürnberg in seinem Schlußwort:
- „Daß Deutschland keine Angriffskriege geplant hatte, wird durch die Tatsache bewiesen, welche Stärke wir im Verlauf des Zweiten Weltkrieges entfaltet haben und wie schwach wir dagegen zu Beginn des Krieges waren. Die Geschichte wird es uns glauben, wenn ich (Ribbentrop) sage, daß wir einen Angriffskrieg ungleich besser vorbereitet haben würden ...
- Was wir beabsichtigten, war, unsere elementaren Lebensbedingungen wahrzunehmen, genau so wie England sein Interesse wahrgenommen hat, um sich ein Fünftel der Erde untertan zu machen, wie die USA und Rußland einen ganzen Kontinent unter ihre Hegemonie gebracht ... Der einzige Unterschied der Politik dieser Länder zu der unsrigen lag darin, daß wir die gegen jedes Recht uns genommenen Länderpartikel wie Danzig und den Korridor beanspruchten, während jene Mächte nur in Kontinenten zu denken gewohnt sind.“
Dies deckt sich mit dem politischen Testament Adolf Hitlers vom 29. April 1945 in dem er unter anderem folgende Aussage niederschreibt:
- „Es ist unwahr, dass ich oder irgendjemand anderer in Deutschland den Krieg im Jahre 1939 gewollt haben. ...
- Ich habe zuviele Angebote zur Rüstungsbeschränkung und Rüstungsbegrenzung gemacht, welche die Nachwelt nicht auf alle Feigheiten wegzuleugnen vermag, als daß die Verantwortung für den Ausbruch dieses Krieges auf mir lasten könnte. Ich habe weiter nie gewollt, daß nach dem ersten unseligen Weltkrieg ein zweiter gegen England oder gar gegen Amerika entsteht. Es werden Jahrhunderte vergehen, aber aus den Ruinen unserer Städte und Kunstdenkmäler wird sich der Hass gegen das letzten Endes verantwortliche Volk immer wieder erneuern, dem wir das alles zu verdanken haben...
- Ich habe noch drei Tage vor Ausbruch des deutsch-polnischen Krieges dem britischen Botschafter in Berlin eine Lösung der deutsch-polnischen Probleme vorgeschlagen - ähnlich der im Falle des Saargebietes unter internationaler Kontrolle. Auch dieses Angebot kann nicht weggeleugnet werden. Es wurde nur verworfen, weil die massgebenden Kreise der englischen Politik den Krieg wünschten, teils der erhofften Geschäfte wegen, teils getrieben durch ...Propaganda.“
Auch japanische sogenannte „Hauptkriegsverbrecher“ wurden vom International Military Tribunal for the Far East in den Tokioter Prozessen abgeurteilt.
[Bearbeiten] Flächenbombardierungen
Siehe auch: Flächenbombardement
Während sich der Luftkrieg in den ersten Monaten noch gegen ausschließlich militärische Ziele wie Panzer, Schiffe und auf das Erringen der Lufthoheit richtete, radikalisierte sich das Klima Anfang September 1940. Die Royal Air Force griff seit Mai 1940 vermehrt deutsche Städte jeglicher Größe an, während die deutsche Luftwaffe sich ausschließlich auf militärische Ziele konzentrierte.
Da konzentrierte Bomberangriffe, bestehend aus wenigen Maschinen hohe Verlustquoten aufwiesen und ihr Ziel meistens verfehlten gingen die Alliierten ab 1942 dazu über, große Bomberschwärme mit über 1.000 Maschinen und mehr nach Deutschland zu schicken, um die Städte großflächig zu zerstören und dabei „so viele Deutsche wie möglich zu töten“. Ziel war es, sowohl Militär und Industrie zu vernichten als auch die Moral der Bevölkerung zu brechen. Großstädte wie zum Beispiel Köln und fast sämtliche Städte des dichtbesiedelten Ruhrgebiets, aber auch Hamburg, Braunschweig, Heilbronn, Magdeburg, Pforzheim, Schweinfurt, Düren, Mainz, Wiesbaden, Karlsruhe und Würzburg wurden großflächig zerstört, wobei hunderttausende deutsche Zivilisten getötet wurden. Für die verheerenden Luftangriffe auf Dresden war ebenso, wie bei allen anderen Städtebombardierungen, Winston Churchill verantwortlich. Bei den kriegsbedingten Bombardements von London und anderen englischen Industrie- und Rüstungszentren durch die deutsche Luftwaffe wurden im Verlauf des gesamten Krieges insgesamt ca. 32.000 Zivilisten getötet. Ein Zehntel der Opfer, die allein der englische Terrorangriff auf Dresden forderte.
Am 9. März 1945 flogen die amerikanischen Bomber einen der verheerendsten Luftangriffe auf Tokio. Ganze Stadtteile mit in traditioneller Holzbauweise errichteten Gebäuden wurden ein Raub der Flammen, über 100.000 Menschen starben.
[Bearbeiten] Zivilbevölkerung
Für die deutsche Zivilbevölkerung hatte der Kriegsbeginn zunächst keine direkten Konsequenzen. In den ersten Kriegsjahren gab es keine Hungersnot, wenngleich im Laufe des Krieges fast alle Waren des täglichen Bedarfs rationiert wurden. Dies lag vor allem daran, daß Güter und Rohstoffe aus den besetzten Gebieten nach Deutschland transferiert werden konnten, meist zu Ungunsten der dortigen Bevölkerung. Unmittelbare Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung begannen erst mit den alliierten Luftangriffen auf deutsche Städte und mit der zunehmenden Totalisierung der Kriegsführung durch Forderung nach bedingungsloser Kapitulation Deutschlands spätestens seit der Casablanca-Konferenz. Immer jüngere Jahrgänge wurden zum Dienst an die Front einberufen. Der Kulturbetrieb wurde während des gesamten Krieges aufrechterhalten und diente der Zerstreuung und Ablenkung vom Kriegsalltag. Für die Zivilbevölkerung im Osten Deutschlands erreichten die Kriegseinwirkungen ihren Höhepunkt mit dem Einmarsch und der Besetzung durch die bolschewistischen Horden der Roten Armee. Im Westen kamen durch die eingedrungenen Briten, Franzosen und US-Amerikaner - auch weit nach Kriegsende - noch zehntausende Deutsche um.
Siehe auch: Rheinwiesenlager
[Bearbeiten] Propaganda
[Bearbeiten] Deutsche Propaganda
Reichspropagandaminister Dr.Joseph Goebbels hatte kontrollierte weitgehend die Instrumente der Meinungslenkung in Deutschland. Während des Krieges beschwor Goebbels den Endsieg und glorifizierte die Erfolge der Wehrmacht, indem er zukünftige Positionen des deutschen Heeres als teilweise schon erreicht darstellte. Auch verkündigte er die Einnahme von Städten, die erst wenige Tage später tatsächlich eingenommen wurden. Desweiteren verhöhnte Goebbels die Gegner Deutschlands, so wurde beispielsweise Winston Churchill als Trunkenbold dargestellt.
1941 kam es zum Präventivschlag gegen die Sowjetunion mit der offiziellen Begründung der „Verteidigung des Abendlandes gegen den Bolschewismus“ und gegen die „jüdisch-bolschewistischen Untermenschen“.
Als der Vormarsch des deutschen Heeres in der Sowjetunion 1942 jedoch endgültig ins Stocken geriet und die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen drohte, setzte Goebbels zunehmend auf Durchhalteparolen. Nach dem Desaster in Stalingrad und der Forderung der Alliierten nach einer bedingungsloser Kapitulation des Reiches auf der Konferenz von Casablanca, rief er die deutsche Bevölkerung in der Sportpalastrede zum totalen Krieg auf. Viele Deutsche entschieden sich anschließend zur Mobilisierung ihrer letzten Reserven und unterstützten weiterhin die Kriegführung in der Hoffnung auf eine glückliche Wende. Im weiteren Verlauf stieg der Widerstandswillen der Bevölkerung, bis zum immer noch erhofften Endsieg, gegen den „anglo-amerikanischen Bombenterror“ und die „rasende Rachsucht“ der Roten Armee, dies immer stärker, je näher die Alliierten auf die Reichsgrenzen vorrückten.
[Bearbeiten] Englische Propaganda
Auch in Großbritannien wurde gegen den Kriegsgegner mit allen erdenklichen Mitteln gehetzt. Allerdings hetzte die britische Propaganda, wie schon im Ersten Weltkrieg, im Gegensatz zur deutschen nicht nur gegen die politische Führung des Gegners sondern gegen das ganze Volk. Dabei wurde sich auch der Mittel der Desinformation und Lüge bedient. Gegner von Churchills Kriegspolitik wurden, ungeachtet der Ansprüche auf „Demokratie“ und „Meinungsfreiheit“ einfach eingesperrt, wie z.B. Sir Oswald Mosley. 1940 gelang es Churchill in mehreren bekannten Reden, darunter der „Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede“ und ihrer Fortsetzung (We Shall Fight on the Beaches), das Einverständnis der britischen Bevölkerung für einen Krieg gegen Deutschland zu gewinnen. Folglich ignorierte er auch das Friedensangebot, das Hitler Großbritannien in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940 machte und trug damit zur Eskalation des Krieges maßgeblich bei.
[Bearbeiten] Rundfunkpropaganda
Bei der Suche nach einem geeigneten Mittel, um schnell eine breite Masse anzusprechen, fiel die Wahl auf den Rundfunk, da er ein zuverlässiges und ohne merkbaren Zeitverlust funktionierendes Medium ist. Vor allem während des Kriegs nahmen die Anzahl der Propagandasendungen in allen beteiligten Ländern schnell zu. Auf deutscher Seite wurden englischsprachige Immigranten, die der deutschen Politik zugeneigt waren eingesetzt, um den Kriegsgegner in seiner Muttersprache perfekt ansprechen zu können. Die bekannteste Moderatorin war „Axis Sally“, deren Sendungen von Radio Berlin ausgestrahlt wurden.
Der britische Soldatensender Calais war so gut durchorganisiert, daß er über einen langen Zeitraum von der deutschen Bevölkerung für einen eigenen Wehrmachtssender gehalten wurde.
Auch im pazifischen Raum setzten die Japaner ab 1943 verstärkt auf Propaganda gegen die Amerikaner, indem sie über Radio Tokyo ihre Sendung „The Zero Hour“ ausstrahlten. Für die überwiegend weiblichen Moderatoren, die Amerikanisch mit einem japanischen Akzent sprachen, bürgerte sich im US-Soldaten-Sprachgebrauch der Begriff Tokyo Rose ein.
[Bearbeiten] Opposition gegen den Nationalsozialismus
Siehe auch: Opposition gegen den Nationalsozialismus
Die deutsche Zivilbevölkerung stand dem Kriegsbeginn zunächst skeptisch gegenüber, war jedoch wegen der polnischen Kriegsdrohungen und der seit vielen Jahren andauernden Polnischen Verbrechen an Volksdeutschen zwischen 1918 und 1939, für eine endgültige Lösung dieses Problems.
Die Revision des sogenannten Versailler Friedensdiktates, mit seiner auszehrenden Ungerechtigkeit stand hierbei im Vordergrund.
[Bearbeiten] Internationale Blockbildung
Mit der Unterzeichnung des Antikominternpaktes zwischen Deutschland und Japan wurde bereits 1936 der Grundstein für die spätere Achse Deutschland–Japan–Italien gelegt. Durch den Hitler-Stalin-Pakt verschlechterte sich das Verhältnis zu Japan zwar zunächst, da sich Japan jedoch Zugriff auf die von Großbritannien und den Niederlanden besetzten Kolonien in Asien erhoffte, wurde 1940 durch den Dreimächtepakt ein neuer Vertrag für die militärische Kooperation geschlossen, dem zahlreiche osteuropäische Staaten beitraten.
Großbritannien jedoch widersetzte sich 1940 nicht nur einem Bündnis mit Deutschland und somit dem Frieden, sondern vertraute stattdessen auf wirtschaftliche und militärische Unterstützung durch die USA. Insbesonders der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt, wollte die USA aus machtpolitischen, strategischen und ökonomischen Gründen, zu einem entscheidenden militärischen Widersacher Deutschlands machen. Obwohl die USA offiziell neutral blieben, unterstützen sie seit März 1941 die Briten durch massive Rüstungslieferungen. Im August trafen sich die Staatschefs von Großbritannien und den USA, um Grundsätze ihrer gemeinsamen Kriegs- und Nachkriegspolitik festzulegen. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember traten die USA offiziell in den Krieg ein.
[Bearbeiten] Alliierte Kriegskonferenzen
- Atlantikkonferenz (9. bis 12. August 1941) auf dem britischen Schlachtschiff Prince of Wales
- ARCADIA-Konferenz (22. Dezember 1941 bis 14. Januar 1942) in Washington, DC, USA
- Casablanca-Konferenz (12. bis 24. Januar 1943) in Casablanca, Marokko
- Konferenz von Moskau (19. Oktober bis 1. November 1943) in Moskau, Sowjetunion
- Konferenz von Teheran (28. November bis 1. Dezember 1943) in Teheran, Persien
- Jalta-Konferenz (4. bis 11. Februar 1945) in Jalta, Krim, Ukraine
- Dreimächtekonferenz von Berlin (17. Juli bis 2. August 1945) in Berlin
Anfang 1943 einigten sich in Casablanca Roosevelt und Churchill, Deutschland bis zur bedingungslosen Kapitulation weiter zu zerstören und der Welt ihren Krieg aufzuzwingen. Diese bedingungslose Kapitulation war das eigentliche Ziel des Krieges, um in Folge das besiegte Deutschland wirtschaftlich ausplündern zu können, einhergehend mit einem zuvor nie dagewesenen Raub geistigen und kulturellen Eigentums.
Siehe auch: Operation Paperclip • Operation Overcast
Ende des Jahres 1943 fand in Teheran eine erste Konferenz zusammen mit der Sowjetunion statt, die ebenfalls durch massive Rüstungslieferungen der USA gestützt wurde, auf der über die Nachkriegszeit nach einem Sieg über Deutschland debattiert wurde. Da jedoch die Alliierten zu keinen konkreten Garantien oder Vereinbarungen mit der Sowjetunion für die Nachkriegsordnung in Europa bereit waren, gab es bereits 1944 erste Risse in der Anti-Deutschland-Koalition. Die Sowjetunion begann deshalb, in ihrem Einflussbereich kommunistische Marionetten-Regierungen zu etablieren. Der Regierungswechsel in den USA 1945 führte auch zu einem Politikwechsel., Harry S. Truman schlug einen strikt antikommunistischen und antisowjetischen Kurs ein und stützte sich dabei auf die wirtschaftliche Überlegenheit und später auf das Atomwaffenmonopol.
Diese Konflikte führten in der Folge zum, bereits durch Adolf Hitler vorhergesagten, Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion und zur Teilung Deutschlands, die erst durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag 1990 ein vorübergehendes Ende fand, da sich die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße und das Sudetenland bis heute immer noch unter der völkerrechtswidrigen Besetzung durch Polen, Rußland, Litauen und der Tschechei befinden.
[Bearbeiten] Opferzahlen und Nachwirkungen
[Bearbeiten] Die Opferzahlen
Siehe auch: Tote im Zweiten Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkrieges fanden Schätzungen zufolge etwa 50 Millionen Menschen den Tod, darunter nicht nur viele Soldaten, sondern – charakteristisch für den „modernen Krieg“ – auch viele Zivilisten (so beispielsweise in der Schlacht um Stalingrad), in Dresden und in Königsberg. Am stärksten betroffen war die Sowjetunion mit angeblich etwa 17 Millionen getöteter Zivilpersonen und 8,6 Millionen Soldaten. Wobei diese Zahlen nach dem Krieg propagandistisch erhöht wurden und somit nur begrenzt aussagefähig sind. In der Gesamtzahl sind auch die vielen politisch Verfolgten enthalten, die in den Konzentrationslagern (KZ) der Polen, der damaligen Sowjetunion und auch der Deutschen umkamen. Insgesamt sind von den 5,7 Millionen Kriegsgefangenen der Sowjetarmee 3,3 Millionen verhungert oder gestorben. Dies bedeutet, dass 56% der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Gefangenschaft umkamen, während von den 3,1 Millionen deutschen Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft rund 1,3 Millionen (42%) umkamen. Die Zahl der in deutscher Kriegsgefangenschaft gestorbenen westalliierten Kriegsgefangenen betrug ca. 3%.
Es gab auch hunderttausende tote Zivilisten durch die Bombardierungen der Großstädte (Köln, Düsseldorf, dem Ruhrgebiet, Hamburg, Warschau, Dresden, London), die Belagerung von Leningrad und Charkow, die Versenkung von Flüchtlingsschiffen (Gustloff, Goya, Steuben), die Härte des Winters, die Straflager in der Sowjetunion und die gewaltsame Vertreibung von Deutschen nach dem Krieg - z. B. als Folge der Beneš-Dekrete.
Die direkten und indirekten Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki belaufen sich ebenso in die Hunderttausende.
[Bearbeiten] Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
Siehe auch: Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg
Insgesamt befanden sich 11 Millionen deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft, davon 7,7 Mio. auf Seiten der Westmächte und 3,3 Mio. auf Seiten der UdSSR. Etwa 3,6 Mio. Soldaten der Wehrmacht befanden sich in britischen Lagern in Großbritannien, Deutschland, Kanada, Malta, Madagaskar, Äthiopien und anderen Ländern. Ungefähr 3,1 Mio. deutsche Kriegsgefangene befanden sich in amerikanischen Lagern, zumeist in den Vereinigten Staaten, wobei diese Angaben differenziert betrachtet werden müssen. So hatten die USA einem Teil ihrer Gefangenen in den Rheinwiesenlagern diesen völkerrechtlich zugesicherten Status in den ersten Nachkriegsjahren verweigert und somit rund eine Million deutsche Soldaten verhungern lassen. Mit dem erfundenen Status »DEF« (Disarmed Enemy Forces, „entwaffnete Feindkräfte“) hatte man sie in US-Lagern am Rhein menschenunwürdig gehalten, oder in Niederösterreich kurzerhand zu Tausenden aus US-Gewahrsam an die Sowjets übergeben.
Zur Zwangsarbeit wurden zwischen sieben und elf Millionen Menschen fast überall im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten eingesetzt. Zum Teil arbeiteten sie in Fabriken neben KZ-Häftlingen unter ähnlichen Bedingungen, zum kleineren Teil glichen die Lebensbedingungen denen der arbeitgebenden Handwerker- und Bauernfamilien. Der für sie als oberster Verantwortlicher ernannte ehemalige Gauleiter Fritz Sauckel (Generalbevollmächtigte), wurde 1946 im Rahmen des Nürnberger Tribunals zum Tode verurteilt und ermordet.
[Bearbeiten] Folgen
Durch den Zweiten Weltkrieg schieden Deutschland und Japan aus dem Kreis der militärischen Großmächte aus; Italien verlor an Bedeutung. Die westeuropäischen Staaten wie Frankreich, Niederlande und Großbritannien waren so stark geschwächt, daß sie nach dem Krieg ihre Kolonialreiche aufgeben mussten. An ihre Stelle traten die VSA und die Sowjetunion als neue Weltmächte, durch die atomare Rüstung dann später sogar als so bezeichnete Supermächte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa berieten die Siegermächte im Juli/August 1945 auf der Potsdamer Konferenz über die weitere Zukunft Europas und vor allem Deutschlands. Die Zielrichtung der gefassten Beschlüsse hatte sich bereits auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 angedeutet.
Deutschland wurde danach in vier Besatzungszonen eingeteilt; seine Ostgebiete (Pommern, Schlesien, Ostpreußen) wurden vorbehaltlich einer endgültigen Friedensregelung der vorübergehenden Verwaltung Polens und der Sowjetunion unterstellt Das durch die Bestimmungen des Münchner Abkommens von 1938 Deutschland zugesprochene Sudetenland wurde völkerrechtswidrig durch die Tschechoslowakei annektiert und die deutsche Bevölkerung in den Nachkriegsjahren systematisch ermordet oder vertrieben. Polen vertrieb die deutsche Bevölkerung aus den ostdeutschen Gebieten ebenso und annektierte diese völkerrechtswidrig bis zur Oder-Neiße-Linie und zum teil noch darüberhinaus. Das deutsche Memelland wurde der vorübergehenden Verwaltung Litauens unterstellt, das damals Teil der UdSSR war.
Österreich wurde dem Reich abermals entrissen – dies hatten die späteren Siegermächte bereits 1943 in der Moskauer Deklaration angekündigt –, die Zweite Republik gegründet und ebenfalls in vier Besatzungszonen eingeteilt, bis der österreichische Teil Deutschlands 1955 mit dem Österreichischen Staatsvertrag neutral wurde.
Japan musste die besetzten pazifischen Inseln an Australien und Großbritannien abtreten; es verlor desweiteren Korea, Formosa ( heute Taiwan), mehrere ozeanische Gebiete, Südsachalin und die Kurileninseln, die durch die Sowjetunion völkerrechtswidrig annektiert wurden. In einem Teil des britischen Mandatsgebietes Palästina wurde der Raub-Staat Israel gegründet. Aufgrund der durch die Siegermächte beschlossenen völkerrechtswidrigen Gebietsverkleinerung Deutschlands wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen 12 und 14 Millionen Deutsche (Sudetendeutsche, Schlesier, Pommeraner und Ostpreußen) aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. So wurden noch nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht nach unterschiedlichen Quellen zwischen 2 und 3 Millionen Deutsche Zivilisten ermordet. Die deutschen und japanischen angeblichen Kriegsverbrechen wurden in mehreren Prozessen „verhandelt“. In Folge der alliierten Besatzung kam es zu einer bis dahin beispiellosen Ausplünderung des deutschen Volksvermögens durch Demontagen, Patentdiebstähle und Entführung deutscher Wissenschaftler als Arbeitssklaven, diese Plünderungen sollten Deutschland gemäß dem Morgenthau-Plan zu einem Agrarland machen.
Die durch den alliierten Bombenterror total zerstörten Städte und der Mangel an Lebensmitteln sorgten bei der Bevölkerung für ein Leben in bitterer Armut. Weil viele Männer im Krieg gefallen oder in Kriegsgefangenschaft waren, beseitigten sogenannte „Trümmerfrauen“ den Schutt in den Städten und begannen mit dem Wiederaufbau. Lebensmittel waren nur über Lebensmittelmarken oder aus eigenem Anbau zu haben, deshalb fuhren Stadtbewohner massenhaft aufs Land, um gegen noch vorhandene Sachgüter, Lebensmittel einzutauschen. Diese Situation wurde erst 1948 mit der Währungsreform und durch den bald darauf einsetzenden und vielfach als Wirtschaftswunder bezeichneten rasanten Wirtschaftsaufschwung in den 1950er-Jahren besser.
Später kam es zunehmend zu Spannungen zwischen den einstigen Verbündeten, den westlichen Alliierten auf der einen und der Sowjetunion auf der anderen Seite. Während die Westmächte die sogenannte parlamentarische Demokratie in ihren Einflusszonen und auf deutschem Boden das Besatzungskonstrukt BRD installierten, errichtete die Sowjetunion in den Staaten Osteuropas und Mitteldeutschlands so bezeichnete Volksdemokratien unter Führung der Kommunisten. In der Folge verschärften sich die Spannungen und führten zu einer unversöhnlichen Gegnerschaft der einstigen Verbündeten, zur Teilung Deutschlands und Europas und dem Beginn des Kalten Krieges, an dem Großbritannien, ebenso wie Polen, die Hauptschuld trugen. Mit dem Zusammenbruch der osteuropäischen Diktaturen und der damit einhergehenden Selbstbestimmung der Menschen wurden die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges mehrheitlich beseitigt, leben aber immer noch im Form von quasi-kommunistischen Demokratien teilweise weiter. Bis heute ungesühnt bleiben jedoch die Vertreibungen deutscher Volksangehöriger sowie die Rückgabe des geraubten deutschen Landes östlich von Oder und Neiße und des Sudetenlandes sowie deren Wiedereingliederung unter deutsche Verwaltungshoheit.
[Bearbeiten] Der Übergang zum Kalten Krieg
Der Zweite Weltkrieg ging sowohl in Europa als auch in Asien relativ nahtlos in den Kalten Krieg über. Schon während des Krieges gab es Differenzen zwischen der Sowjetunion und den westlichen Alliierten, die zugunsten des gemeinsamen Ziels der Zerstörung Deutschlands noch nicht in den Vordergrund gestellt wurden. An diesen Differenzen war nicht allein die Sowjetunion schuld. In diesem Sinne waren Hiroshima und Nagasaki nicht nur die letzten Bomben des Zweiten Weltkrieges, sondern auch die ersten Bomben des Kalten Kriegs. Ebenso waren die gewaltigen Erweiterungen der sowjetischen Hemisphäre in den Westen und das beständige kommunistische Vordringen in Asien nicht nur ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, sondern auch Verfestigung für den Kalten Krieg aufgrund der ideologischen Blöcke, die durch einen rechtzeitigen Friedensschluß mit Deutschland hätte verhindert werden können.
[Bearbeiten] Zitate
Der erste Ministerpräsident der polnischen Exilregierung Wladislaw Sikorski sagte schon im September 1939: „In diesem Kampf wird der preußische Geist vernichtet werden, und zwar gründlich – unabhängig davon, ob er nach außen von Hitler oder von irgendjemand anderem verkörpert wird.“ (rbb „online“: Lager für Deutsche)
„Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so daß er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann“. Lord Halifax, englischer Botschafter in Washington, 1939 {vgl. „Nation Europa“, Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46)
„Nicht die politischen Lehren Hitlers haben uns in den Krieg gestürzt. Anlaß war der Erfolg seines Wachstums, eine neue Wirtschaft aufzubauen. Die Wurzeln des Krieges waren Neid, Gier und Angst.“ Generalmajor J.F.C. Fuller, Historiker, England (vgl. „Der Zweite Weltkrieg“, Wien 1950)
„Wir sind 1939 nicht in den Krieg gezogen, um Deutschland vor Hitler ... den Kontinent vor dem Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft in Europa nicht akzeptieren konnten“. Sunday Correspondent, London, 17.9.1989 (vgl. „Frankfurter Allgemeine“, 18.9.1989)
„Wir sind bereit, mit dem Teufel einen Pakt abzuschließen, wenn er uns im Kampf gegen Hitler hilft. Hört ihr: Gegen Deutschland, nicht nur gegen Hitler. Das deutsche Blut wird in einem kommenden Krieg in solchen Strömen vergossen werden, wie dies seit Entstehung der Weit noch nicht gesehen worden ist.“ Die Warschauer Zeitung „Depesza“ vom 20. August 1939
„Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“ Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren, Sommer 1939 (vgl. Splittgerber, „Unkenntnis ,..“, a.a.0. S, 7)
„Ich will den Frieden — und ich werde alles daransetzen, um den Frieden zu schließen. Noch ist es nicht zu spät. Dabei werde ich bis an die Grenzen des Möglichen gehen, soweit es die Opfer und Würde der deutschen Nation zulassen. Ich weiß mir Besseres als Krieg! Allein wenn ich an den Verlust des deutschen Blutes denke — es fallen ja immer die Besten, die Tapfersten und Opferbereitesten, deren Aufgabe es wäre, die Nation zu verkörpern, zu führen. Ich habe es nicht nötig, mir durch Krieg einen Namen zu machen wie Churchill. Ich will mir einen Namen machen als Ordner des deutschen Volkes seine Einheit und seinen Lebensraum will ich sichern, den nationalen Sozialismus durchsetzen, die Umwelt gestalten.“ Adolf Hitler nach Beendigung des Frankreich-Feldzuges in einem Gespräch mit seinem Architekten Prof. Hermann Giesler. Giesler: „Ein anderer Hitler“, Seite 395
„... ich befragte Joe Kennedy, (US-Botschafter in London), über seine Unterredungen mit Roosevelt und N. Chamberlain von 1938. Er sagte, Chamberlains Überzeugung 1939 sei gewesen, daß Großbritannien nichts in der Hand habe, um zu fechten, und daß es deshalb nicht wagen könne, gegen Hitler in den Krieg zu gehen ... Weder Franzosen noch Engländer würden Polen zum Kriegsgrund gemacht haben, wenn sie nicht unablässig von Washington angestachelt worden wären ... “ US-Verteidigungsminister 3. Forrestal am 27.12.1945 in seinem Tagebuch (The Forrestal Diarie's, New York, 1951, S. 121 ff) (Zit, nach G. Franz-Willing „Kriegsschuldfrage“, Rosenheim 1992, S. 112)
Wir müssen darum das Polentum im Korridor stärken, besonders aber die Masuren aus dem nationalen Scheintode erwecken und organisieren und eine Starke Handels- und Kriegsflotte schaffen. Es hängt viel von Rußland ab. Doch können wir uns mit Rußland leicht verständigen und Rußlands Expansionsgelüste auf Delhi und Kalkutta lenken, während wir selbstverständlich unseren Marsch auf Stettin und Königsberg richten. Die natürliche Grenze Polens ist im westen die Oder... Darum lautet unsere Parole: Von Stettin bis Riga ! Doch für’s erste wollen wir Rußland nicht reizen, weil es Riga nicht für immer aufgeben möchte. Es wird uns so später gehören. Unsere jetzige Parole lautet: Von Stettin bis Polanen. Deutschland ist machtlos. England wird mit Rußland zu tun haben, und wir werden mit Hilfe Frankreichs freie Hand gegen Deutschland haben. (Kurier Pozanski 5.4.1926)
Immer allgemeiner ist jetzt die Auffassung, daß „Karthago“ zerstört werden müsse. Mit raschen Schritten nähert sich der Augenblick, in dem die Meinung über die Notwendigkeit der Beseitigung des „Pestherdes“ im Zentrum Europas Allgemeingut wird. Dann wird von Deutschland nur noch ein Trümmerhaufen übrigbleiben. (Kurjer Polski 10.8.1939)
In den polnischen Offizierskreisen herrscht die Ansicht vor, daß der Krieg zwischen Polen und Deutschland unvermeidlich ist.... Der Gedanke eines Präventivkrieges hat Anhänger nicht nur in Marschall Pisundski, sondern auch im Generalstab, der schon gewisse Maßnahmen an den Grenzen getroffen hat. (Bericht eines technischen Gesandten in Warschau vom 10.5.1933)
Die Teilmobilmachung überzeugte auch den Durchschnittspolen davon, daß seine Führung vorhatte, demnächst mit Deutschland Krieg zu führen. (aus „Die polnische Legende“ Richthofen, Bolko)
Wir haben keine Grenzbefestigungen., denn wir beabsichtigen, einen Bewegungskrieg zu führen und von Beginn der Operation an in Deutschland einzumarschieren. (polnischer Kriegsminister Kasprycki im Gespräch mit franz. Generalstabsoffizieren, 18.5.1939)
[Bearbeiten] Filmbeiträge
Vortrag von Gerd Schultze-Rhonhof zu seinem Buch:
„1939: Der Krieg, der viele Väter hatte“ und Vortrag vom 6. Mai 2006 in München: „Wollte Hitler den Krieg?“:
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Verweise
Bitte beachten Sie auch den Warnhinweis zu den aufgeführten Verweisen!
[Bearbeiten] Weltnetz
- Geschichte ohne Legende: „Überfall auf Polen“ - oder „Polnischer Krieg“?
- Die Geschichtslüge des angeblichen Überfalls auf Polen
- Die polnische Generalmobilmachung und Polens Schuld am 2. Weltkrieg
- Auswärtiges Amt, Berlin: Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges
- Historische Dokumente: Unterredung des Reichsministers des Auswärtigen mit dem Britischen Botschafter, 30. August 1939 um Mitternacht
- Der Weg in den Krieg
- FAZ.net: Stalins Pläne: Niederschlesien wäre deutsch geblieben
- Auswärtiges Amt: Urkunden zur letzten Phase der Deutsch-Polnischen Krise (HTML-Version)
- Der Vernichtungskrieg gegen Deutschland
- Die Ursachen des Zweiten Weltkriegs gegen Deutschland
- Virtuelles Museum: Dokumentation wider das Vergessen
[Bearbeiten] Videos
„Der letzte Mythos, wer entfesselte den Zweiten Weltkrieg“ (Dokumentation von Viktor Suworow in 18 kurzen Teilen):
- Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16, Teil 17, Teil 18
- Medig Dokumentation 1988: Hitler kommt! (280 MB)
- Reportage über Adolf Hitler und die Ursachen des 2. Weltkriegs (155MB)
[Bearbeiten] Audio
Zu den Ursachen des Krieges und des Rußlandfeldzuges:
- Adolf Hitler in einem privaten Gespräch mit dem finnischen Feldmarschall Mannerheim in einem Cafe in Finnland im Juni 1942 - Teil 1
- Adolf Hitler in einem privaten Gespräch mit dem finnischen Feldmarschall Mannerheim in einem Cafe in Finnland im Juni 1942 - Teil 2
- Joachim von Ribbentrop: Rede in Danzig zur Kriegsschuldfrage der Polen (mp3 zum herunterladen, 70MB)
[Bearbeiten] Schriften
- Auswärtiges Amt: Urkunden zur letzten Phase der Deutsch-Polnischen Krise (PDF-Datei 35MB)
- Udo Walendy: „Fakten zum Kriegsausbruch“ (PDF-Datei 38MB)
- Auswärtiges Amt: Dokumente über die Alleinschuld Englands am Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung (PDF-Datei, 38MB)
[Bearbeiten] Literatur
- Udo Walendy: Wahrheit für Deutschland, Die Schuldfrage des 2. Weltkriegs, Verlag f. Volkstum u. Zeitgeschichtsforschung, ISBN-13: 978-3922252078, Das Buch als PDF-Datei
- Joachim Nolywaika: „Die Sieger im Schatten ihrer Schuld“, Archiv der Zeit Rosenheim (PDF-Datei)
- Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte, Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg
- Gerd Schultze-Rhonhof: „Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939: Errichtung und Zusammenbruch eines Vielvölkerstaates als Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg“, Olzog Verlag, ISBN-13: 978-3789282652
- Stefan Scheil: 1940/41: Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs
- Viktor Suworow: Stalins verhinderter Erstschlag
- Der große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Bände I-III, Grabert-Verlag Tübingen
- Ulrich Stern: Die wahren Schuldigen am Zweiten Weltkrieg; München 1990 (3.Auflage)
- Pit Pietersen: Kriegsverbrechen der alliierten Siegermächte: Terroristische Bombenangriffe auf Deutschland und Europa 1939-1945, BoD, 2006, ISBN 3833450452
- Peter H. Nicoll: Englands Krieg gegen Deutschland; Ursachen, Methoden und Folgen des Zweiten Weltkriegs (Klappentext)
- David L. Hoggan: Der erzwungene Krieg, Die Ursachen und Urheber des Zweiten Weltkrieges (Klappentext)
- Franz-Willing, G.: Kriegsschuldfrage der beiden Weltkriege, Rosenheim 1992 (Klappentext)
- Dr. Max Klüver: Die Kriegstreiber, Englands Politik gegen Deutschland 1937 bis 1939 (Klappentext)
- Schröcke, H.: Kriegsursachen, Kriegsschuld des Zweiten Weltkrieges, Husum, 1997 (Klappentext)
- Dr. Gert Sudholt, Hg.: So war der Zweite Weltkrieg, 7 Bände (Klappentext)
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Italien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Finnland erhielten am 10. Februar 1947 Friedensverträge mit den Alliierten und damit ihre volle Souveränität zurück. Japan als einer der letzten Staaten schloss am 8. September 1951 einen Friedensvertrag mit den Alliierten (sog. Vertrag von San Francisco). Die Bundesrepublik Deutschland erhielt statt eines Friedensvertrages im Jahre 1955 den „Deutschlandvertrag“, den „Überleitungsvertrag“ und weitere „Zusatzverträge“ von den Westalliierten. Ein Friedensvertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten wurde bis heute nicht unterzeichnet.
- ↑ Bekanntgabe der britisch-französischen Garantieerklärung gegenüber Polen im Britischen Unterhaus durch Nevile Chamberlain
- ↑ Mitteilung des Deutschen Geschäftsträgers in London vom 13. April 1939 an das Auswärtige Amt anlässlich der britischen Garantieabgabe an Rumänien und Griechenland
- ↑ Bericht des Deutschen Konsuls in Gdingen vom 24. März 1939 über die polnische Teilmobilmachung
- ↑ Aufzeichnung Dirigenten der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amts vom 25. März 1939 über die polnische Teilmobilmachung
- ↑ vgl. Höltje, Ch. „Die Weimarer Republik“. Würzburg, 1958, S. 165
- ↑ vgl. Hennig, E. „Zeitgeschichtliche Aufdeckung“, München, 1964, S. 39
- ↑ Sunday Correspondent, London, 17.9. 1989, vgl. „Frankfurter Allgemeine“, 18.9.1989
- ↑ Churchill, November 1936 zu US-General Robert E. Wood, vgl. Leher, H.: „Das Tribunal“, München 1965, S. 161
- ↑ Churchill, 1936 im Rundfunk, vgl. Walendy, Udo, „Wahrheit für Deutschland“, Vlotho, 1965, S. 267
- ↑ Friedensvertrag.info: Die Geschichtslüge des angeblichen Überfalls auf Polen durch Deutschland im Jahre 1939
- ↑ Dietrich Aigner: „Winston Churchill“, 1975, S. 141.
- ↑ Friedensvertrag.info: Die Geschichtslüge des angeblichen Überfalls auf Polen durch Deutschland im Jahre 1939
- ↑ Verband deutscher Soldaten e.V.: „Wessen Krieg?“
- ↑ vgl. „Nation Europa“, Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46
- ↑ John Frederick Charles Fuller: „Der zweite Weltkrieg 1939–1945. Humboldt-Verlag“
- ↑ zitiert nach Raymond Cartier: Der Zweite Weltkrieg, Band 1, Lingen Verlag, Köln 1967, S. 16
- ↑ Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr 202 vom 31. 8. 1979 S. 6
- ↑ Quick Nr 45, 1979
- ↑ Dr Alfred Schickel „Polen 1939 - gesehen mit britischen Augen“ in Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr 202 vom 31. 8. 1979 S 5 f
- ↑ Einzelheiten bei Georges Bonnet, Vor der Katastrophe, Köln 1951, S 220-228
- ↑ zitiert in: Heinz Splittgerber: Unkenntnis oder Infamie? - Darstellungen und Tatsachen zum Kriegsausbruch 1939; Recklinghausen 1996, S.7
- ↑ zitiert in „Die Wehrmacht: Der Freiheitskampf des Großdeutschen Volkes“ (PDF-Datei 18MB)
- ↑ Pit Pietersen: Kriegsverbrechen der alliierten Siegermächte, S. 262 (Die polnische Provokationsstrategie)
- ↑ Stefan Scheil: http://www.sezession.de/5480/o-schreck-der-blankoscheck.html
- ↑ Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik 1918–1945, Serie D, Band VII M 70604, S. 397, 1946; hrsg. v. Beauftragten der Siegermächte USA, GB und Frankreich
- ↑ zum „Unternehmen Weserübung“
- ↑ Der Große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Bände I-III, 3. Auflage 2007, Grabert-Verlag, Band I: S. 716
- ↑ dhm.de: „Nur um wenige Stunden entschieden die Deutschen den Wettlauf nach Norwegen für sich.“
- ↑ zitiert auf: „Vernichtungskrieg gegen Deutschland“
- ↑ zitiert in: „Der Spiegel“, 4/1959
- ↑ vgl.: „Überfall? - Der Sowjetisch-deutsche Aufmarsch 1941-1945“
- ↑ Nation Europa 7/1960
