Zwischen Hamburg und Haiti

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FILM

Zwischen Hamburg und Haiti.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Zwischen Hamburg und Haiti
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1940
Laufzeit: 87 Minuten
Sprache: Deutsch
Filmproduktion: Universum-Film AG
Erstverleih: Universum-Film Verleih GmbH
IMDb: deueng
Stab
Regie: Erich Waschneck
Regieassistenz: Friedrich Westhoff
Drehbuch: Josef Maria Frank
Musik: Werner Eisbrenner
Ton: Alfred Zunft
Dialogregie: Josef Maria Frank (Roman „Ein Traum zerbricht“)
Kamera: Robert Baberske
Bauten: Ernst H. Albrecht
Kostüm: Vera Mügge
Aufnahmeleitung: Heinz Fiebig
Herstellungsleitung: Hermann Grund
Schnitt: Walter Wischniewsky
Besetzung
Darsteller Rolle
Gisela Uhlen Bella Wittstock
Gustav Knuth Henry Brinkmann
Michael Symo Tänzer
Albert Florath Wilm
Walter Franck Melchoir Schlömpp
Ruth Eweler Ingeborg
Kurt Waitzmann Gustav Petersen
Karl-Heinz Peters Jackson
Will Dohm Miguel Braga
Grethe Weiser Kitty
Walter Lieck Hermann Polt
Angelo Ferrari Angestellter im mexikanischen Hotel
Hans Adalbert Schlettow Gast im „Goldenen Hufeisen“
Leo Peukert Deutscher Geschäftsfreund Miguels
Lea Niako Mexikanische Tänzerin Dolores
Annemarie Schreiner Sekretärin der Faktorei Chinita
Anneliese Kressel Mexikanische Tänzerin Rosita
Margit Symo Mexikanischer Tänzer
Manfred Meurer Manuel
Siegfried Drost Eifersüchtige Mexikaner Manuel
Erich Dunskus Mexikanischer Hotelportier
Otto Kronburger Beamter im Meldeamt
Peter C. Leska Kubanischer Polizeioffizier in Havanna
Ernst Rotmund Polzeibeamter in Havanna
Franz Schönemann Kapitän
Wolf Trutz Ober im „Goldenen Hufeisen“
Ernst Weiser 1. Gast im „Goldenen Hufeisen“
Herbert Weißbach 2. Gast im „Goldenen Hufeisen“
Manny Ziener Frau im Gasthof in der Heide
Fred Goebel 3. Gast im "„Goldenen Hufeisen“
Alfred Karen Hotelgast in Hamburg
Alexander Laddé Tänzer
Otto Matthiss Kellner
Bernhard Goetzke
Erich Hecking
Eduard Marks

Zwischen Hamburg und Haiti ist ein deutscher Spielfilm von 1940. Der Film wurde vom 21. Juni 1940 bis September 1940 in Hamburg und Stettin gedreht. Die Uraufführung fand erst am 3. Dezmber 1940 in Berlin statt.

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Jahr um Jahr hatte Henry Brinkmann geschuftet, hatte sich mit der Trägheit der Schwarzen und mit der nicht immer fairen Konkurrenz der Weißen herumgeärgert — aber er hatte es geschafft. Der Name seiner Faktorei galt etwas, er selbst unverkennbarer Hanseate, war in und um Haiti als Mensch und Kaufmann geachtet. Eines Tages kam sein Freund Gustav Petersen mit einer jungen, hübschen Frau aus Hamburg zurück ... und seit diesem Tag war Henry wie verwandelt. Plötzlich erkannte er, daß sein Leben trotz Arbeit und Erfolg leer geblieben war. Er entdeckte sein Herz. Und fuhr wieder einmal hinüber nach der alten Heimat ... denn wenn es eine Frau auf der Welt geben könnte, die Frau Brinkmann werden sollte, dann mußte es ein Mädchen seiner Rasse, seines Blutes, denn mußte es eine Deutsche sein! —

Henrys guter Stern verließ ihn auch auf diesem Weg, bei dieser Entscheidung nicht. Henry spürte recht gut, als sich das blonde, feine Mädchen an seinen Tisch in dem großen Alster-Restourant setzte: die könnte es sein ... Er wurde gesprächig, witzig. übermütig, verliebt, und das junge Mädchen, neben einer leisen Scheu etwas Gütiges, Frauliches verratend, ließ seine anfängliche Zurückhaltung fallen. Bella Wittstock hieß sie. Zögernd bejahte sie seine Vermutung, ja, sie sei Sekretärin bei der Deutschen Bank. Dem freundlichen Nachmittag folgte ein reizender Abend zu zweit Henry und Bella waren sich nahegekommen, fehlten beide das Schicksalhafte, Bestimmende ihrer Begegnung. Doch dann drängte Bella zum Aufbruch, und als Henry noch mir ihr an einem Reeperbahn - Nachtlokal, dem Hippodrom „Goldenes Hufeisen”, vorrüberfuhr und Miene machte, hier noch einmal kurz einzukehren, winkte sie fast erschrocken ab. Henry entschuldigte sich — natürlich, mit einer Dame könnte man wirklich nicht in dieses Lokal gehen ..

Er verabschiedete sich von Bella, bedankte sich für ihre Zusage, daß sie mit ihm am morgigen Sonntag in die Heide fahren wolle, und wendete seinen Wage und konnte nicht mehr sehen, wie Bella hastig und verstört zurückrief zum "Goldenen Hufeisen", wo sie vom Portier vertraulich, von dem Inhaber mit brutalen, zynischen Worten begrüßt werde .. — Der friedliche Sonntagmorgen weitet Henry die Brust. Die Klarheit und Stille der Heide, die Schönheit der Heimat ist ihm nie zuvor so bewußt geworden wie an der Seite Bellas. Er weiß, daß er in ihr die Frau seines Lebens gefunden hat, er weiß auch, daß sie ihn liebt. Ein angeblicher Motorschaden am Wagen veranlaßt Henry, mit Bella in einem einsam gelegenen Landgasthof zu übernachten. Sie teilen ein Zimmer. Vom Glück dieser jähen Liebe wie berauscht, findet er keinen Schlaf und träumt davon, was seine Freunde in Haiti wohl sagen werden, wenn er erst mit seiner ... da hört er ein leises Weinen. Bella ... Bella weint? Er tritt an ihr Bett spricht auf sie ein. Unter Schluchzen gesteht sie ihm, daß sie ihn getäuscht habe. Sie sei nicht die kleine solide Sekretärin, für die er sie hält ... ein Mädel aus den „Goldenen Hufeisen"' wäre sie, ein „Cowgirl", das jeden Abend zur Belustigung der Gäste seine Runden reitet ... Und in Wirklichkeit heiße sie Anna, nicht Bella. Ein gewissenloser Mensch habe sie verführt und aus der Bahn geworfen. Sie war bei Polt, dem Besitzer des Lokales, verschuldet, sie mußte arbeiten, um leben zu können, arbeiten für sich und ... für ihr Kind ....

Henry war zuerst sehr betroffen. Doch dann tröstet er Anna. Er weiß, wen er vor sich hat, ihr gilt seine ganze Liebe, seine ganze Achtung. Und nun werde erst recht geheiratet! — Nach Hamburg zurückgekehrt, überschüttet er Anna mit Geschenken. Er vereinbart mit ihr daß er nach Haiti vorausfahren und alle Vorbereitungen zur Hochzeit treffen würde und daß sie mit einem der nächsten Dampfer nachkommen soll. Als er wieder in Haiti ist, wo er seine Freunde ebenso herzlich wie deutlich über Anna aufklärt, lebt er wie im Rausch. Da zieht ein Schatten über sein Glück Der erwar¬tete Dampfer trifft ohne Atem ein. Rand entschlossen nimmt er Passage nach Deutschland. In Hamburg führt ihn sein erster Weg nach dem „Goldenen Hufeisen". Hier erfährt er von Kitty, Annas Freundin, daß der Vater von Annas Kind, der Schriftsteller Larsen, wieder in Hamburg aufgetaucht war und daß Anna, die ihre Vergangenheit ah unübebrückbares Hindernis zwischen sich und Henry zu sehen glaubte, da, ab Sekretärin nach Mexiko gefolgt sei. Henry nimmt die Spur auf — er will, er wird sich seine Anna nicht nehmen lassen! — Ein Abend in einem mexikanischen Hotel macht Henry auf seltsame Weise mit einem Landsmann bekannt. Ihm, dem Deutschen, dem Menschen seiner Sprache und seines Empfindens, erzählt er die Irrfahrt seiner Liebe. Der Fremde, der sich als Schlömpp vorgestellt hatte, folgt seiner Erzählung mit einen fast geschäfftsmäßigen Interesse. Nun, er ist Romanschriftsteller, und was ihm dieser Henry Brinkmann offenbart, das ist schon beinahe ein Roman... Schlömpp geht nach oben und bittet seine Sekretärin, die erste Skizzierung eines Romans aufzunehmen. Und so erfährt Anna — das ist die Sekretärin —, daß er hier im Hotel ist ... sie stürzt aus dem Zimmer, entdeckt Henry und wirft sich in seine Arme ... — Schllömpp — Larsen ist sein Schriftsteller - Pseudonym — sieht ein, daß er Anna freigeben muß. Er gibt einen Menschen für eine Idee ... Zwei sind glücklich geworden, und er wird einen Roman schreiben, den Roman „Zwischen Hamburg und Haiti".


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