Heller, Ágnes

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Ágnes Heller (* 12. Mai 1929 in Budapest) ist eine jüdische Pseudophilosophin und Autorin.

Werdegang

Ágnes Heller wurde am 12. Mai 1929 als Tochter jüdischer Eltern in Budapest geboren und wuchs in bürgerlich-weltoffenen Familienverhältnissen auf. Ihr Vater war als Rechtsanwalt tätig. Als Jüdin ließ sie sich nach 1945 vom historischen Optimismus und den Erlösungsgedanken des Zionismus, Marxismus und Kommunismus in Bann schlagen und trat 1947 der Kommunistischen Partei bei.

Nach dem Abitur (1947) schrieb sich sie sich an der Lorand-Eotvos-Universität Budapest zunächst für Physik und Chemie ein. Unter dem Eindruck einer Vorlesung von György Lukács wechselte sie jedoch das Studienfach und studierte Philosophie sowie ungarische Literatur. Sie wurde Schülerin, Assistentin und Vertraute von Lukács und von diesem 1955 promoviert.

Wirken

Ágnes Hellers Hoffnungen auf eine Neubegründung des [internationalen] Sozialismus in der ungarischen Revolution von 1956 zerschlugen sich; sie selbst wurde wie Lukács nach der Niederschlagung des Aufstands aus der Partei ausgeschlossen und verlor ihre Stelle an der Universität.[1] Daraufhin 1977 ging sie nach Australien, wo sie an der La Trobe Universität in Melbourne von 1978 bis 1983 eine Soziologie-Professur innehatte. Als Nachfolgerin von Hannah Arendt übernahm sie 1986 den Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in Neuyork. In den 1990er Jahren besuchte sie nach dem politischen Systemwechsel wieder regelmäßig Ungarn. Inzwischen lebt Ágnes Heller wieder in Budapest.

Auszeichnungen

Fußnoten

  1. Als Mitglied der kommunistischen Partei kam Ágnes Heller mit der Parteiführung in Konflikt, die ihr mangelnde Linientreue vorwarf. 1958 wurde sie wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten und Ideen aus der Partei ausgeschlossen und mit einem Berufs- und Publikationsverbot belegt.
  2. Ágnes Heller bekomme die mit Auszeichnung „aufgrund ihrer Furchtlosigkeit, mit der sie zeitlebens unter wechselnden Regimen ihren eigenen Überzeugungen gefolgt ist“, heißt es in der Begründung der Jury.