Weidel, Alice

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Alice Weidel)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alice Elisabeth Weidel (Lebensrune.png 6. Februar 1979 in Gütersloh) ist eine deutsche Politikerin der Alternative für Deutschland (AfD). Sie gehört dem Bundesvorstand ihrer Partei als Beisitzerin an, ist promovierte Ökonomin (Volkswirtin), Diplom-Kauffrau, Unternehmensberaterin und war zusammen mit Alexander Gauland Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl 2017. Seit dem Einzug ihrer Partei in den Bundestag ist Weidel gemeinsam mit Alexander Gauland Vorsitzende der AfD-Fraktion.

Dr. rer. pol. Alice Weidel im Februar 2016

Werdegang

Weidel im Februar 2016 im Pfalzbau Ludwigshafen

Alice Weidel studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre und arbeitete unter anderem bei Goldman-Sachs. Weidel sympathisierte ursprünglich mit der Blockpartei FDP und gilt als eine Befürworterin des Parteiausschlusses Björn Höckes.[1] Die AfD sieht sie als „neue liberale Kraft“ in der Bundesrepublik Deutschland.

„Dr. Alice Weidel, Jahrgang 1979, hat ein Doppelstudium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre als Jahrgangsbeste an der Universität Bayreuth zur Dipl. Volkswirtin und Dipl. Kauffrau mit anschließender Promotion zum Dr. rer. pol. mit einem Begabtenstipendium abgeschlossen. Im Anschluss an ihr Studium war sie in Frankfurt bei einer Investmentbank tätig. Nach langjährigen beruflichen Stationen in Europa und China [Anm.: sechs Jahre; sie spricht unter anderem Mandarin] arbeitete sie im Vorstandsbüro eines weltweiten Vermögensverwalters bis sie Start-up Unternehmen mitgründete und aufbaute. Als profunde Euro-Kritikerin ist sie seit 2013 Mitglied der Alternative für Deutschland. Sie gehört dem Bundesvorstand der AfD an, leitet den Bundesfachausschuss Euro und Währung, ist Mitglied der Bundesprogrammkommission und hatte zwischenzeitlich auch den Vorsitz der Kommission inne. Alice gehörte vorher keiner anderen Partei an.“[2]

Bundestagswahlkampf 2017

Mutmaßliche E-Post von Alice Weidel aus dem Jahr 2013, noch vor dem Eintritt in die AfD

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 wurde Weidel von der Systempresse „bezichtigt“, sich im Jahr 2013 in einer privaten E-Post kritisch bzw. anklagend zur Lage Deutschlands geäußert zu haben. Der Empfänger hatte angeblich gegenüber der Welt am Sonntag eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, um die Echtheit der Nachricht zu bezeugen. Darin werden die BRD-Politiker als „Marionetten der Siegermächte“ und das Bundesverfassungsgericht als „korrumpierte Judikative“ bezeichnet. Nachdem Weidel zunächst über ihren Rechtsanwalt die Urheberschaft abgestritten hatte, räumte ihr Anwalt später ein, daß Weidel tatsächlich eine Korrespondenz mit dem Empfänger geführt hatte und verzichtete darauf, die Echtheit des Textes zu bestreiten.[3]

Familie

Alice Weidel mit Henryk M. Broder

Weidel lebt mit ihrer Partnerin Sarah Bossard[4] – einer Paßschweizerin aus Sri Lanka,[5] die als Film- und Fernsehproduzentin tätig ist – und ihren beiden adoptierten Söhnen (Lebensrune.png 2012/13 und Lebensrune.png 2016) am Bodensee.[6]

Zitate

  • „Viele haben erkannt, dass die AfD die einzige Schutzmacht für jüdisches Leben in Deutschland ist.“[8]
  • „Ich kann mit diesem völkischen Gerede nichts anfangen und das ist auch enorm schädlich für die AfD.“[9]
  • „Wir wissen mittlerweile, dass die Amtskirchen, egal ob evangelisch oder katholisch, durch und durch politisiert sind. Die Trennung von Staat und Kirche wird nicht mehr eingehalten. Damit spielen weite Teile der Kirchen bis auf wenige Ausnahmen genau die gleiche unrühmliche Rolle, die sie auch im Dritten Reich gespielt haben.“[10]
  • „Das muslimische Gemeinwesen ist einzig und allein auf die Errichtung eines Gottesstaates ausgerichtet. Ob es nun Minarette, Moscheen, Muezzinrufe, die Kleidungsordnung von Muslimen, die Einforderung von Geschlechtertrennung, das Einklagen von Kopftüchern im öffentlichen Dienst sind, ob Friedensrichter, Schariagerichtsbarkeit, Parallelgesellschaften, Ehrenmorde, Zwangsverheiratungen und die Akzeptanz von Kinderehen – all dies zielt nur auf eines: auf die Islamisierung unserer Gesellschaft.“ — Alice Weidel in einem Gastbeitrag in der „Jungen Freiheit“ vom Oktober 2016
  • „Konsequenterweise müsste man Erdogans fünfter Kolonne die deutsche Staatsbürgerschaft aberkennen. Denn eine Einbürgerung darf nur nach einer erfolgreichen Integration erfolgen. Dies ist bei den Ja-Sagern in erster, zweiter und dritter Generation der in Deutschland lebenden Türken offensichtlich nicht der Fall. Darum sollte die fünfte Kolonne dahin gehen, wo es ihr offensichtlich am besten gefällt und wo sie auch hingehört: in die Türkei. Die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung darf nur derjenige erhalten, an dessen dauerhaft erfolgreicher Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, sowie Loyalität zu seiner neuen Heimat, kein Zweifel besteht.“ — Alice Weidel sprach sich im April 2017 deutlich gegen einen „Doppelpaß“ aus
  • „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“ — AfD-Fraktionsvorsitzende Dr. Alice Weidel bei der Generaldebatte im Bundestag am 16. Mai 2018

Siehe auch

Filmbeiträge

Videobotschaft 3/2016 von Alice Weidel, zur Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg
Alice Weidel klärt Rot-Grün über Scharia auf, AfD MdL
Alice Weidel in Stuttgart
Alice Weidel bei Puls 4, Mai 2017
Warum hat Alice Weidel (AfD) Christian Ehring (extra3) verklagt?
Ein Blick in die neue AfD-Fraktion
Alice Weidel: Das Judentum gehört zu Deutschland!
Alice Weidel: Was verheimlicht SIE? Bild-Zeitung. Goldman Sachs. Nachrichtendienste. Charakter.
Alice Weidel im Bundestag über Messermänner, Goldstücke und sonstige Taugenichtse
Rede von Alice Weidel zur Regierungspolitik der Bundeskanzlerin am 12. September 2018

Literatur

  • Alice Weidel: Widerworte – Gedanken über Deutschland, Verlag Plassen, ISBN-13 9783864706318

Verweise

  • Offizielle Netzpräsenz Weidels
  • Weidel verliert vor Gericht. „Extra3“ darf AfD-Politikerin „Nazi-Schlampe“ nennen, t-online, 17. Mai 2017; mit der Meldung: „Im Streit um die Formulierung ›Nazi-Schlampe‹ in der NDR-Satiresendung ›Extra3‹ hat das Hamburger Landgericht einen Unterlassungsantrag der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel zurückgewiesen. Es gehe in klar erkennbarer Weise um Satire, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sei, erklärte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Weidel stehe als AfD-Spitzenkandidatin im Blickpunkt der Öffentlichkeit und müsse überspitzte Kritik hinnehmen. Die umstrittene Äußerung beziehe sich mit den Begriffen ›Nazi‹ und ›Schlampe‹ in satirischer Weise auf ihre Forderung, dass politische Korrektheit auf den Müllhaufen der Geschichte gehöre, stellte die Pressekammer fest. Der Bezug zu ›Nazi‹ bestehe darin, dass Weidels Partei ›in weiten Teilen der Öffentlichkeit eher als Partei des rechten, teilweise auch sehr rechten Spektrums wahrgenommen wird‹. [...] Die Entscheidung des Landgerichts ist nicht rechtskräftig.“
  • Alice Weidel: Für solche „Künstler“ ist in Deutschland kein Platz, Junge Freiheit, 13. April 2018 (→ Verleihung des Musikpreises „ECHO“ 2018)

Fußnoten