Allmenröder, Karl

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Karl Allmenröder (1896.1917)

Julius Karl „Karlchen“ Allmenröder (selten auch Carl; Lebensrune.png 3. Mai 1896 in Wald, heute Solingen; Todesrune.png gefallen 27. Juni 1917 bei Zillebeke in Westflandern) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres, zuletzt Leutnant der Fliegertruppe, Jagdflieger und Ritter des Ordens „Pour le Mérite“ im Ersten Weltkrieg. Das Flieger-As errang vor seinem Fliegertod als Führer der Jagdstaffel 11 30 Luftsiege.

Leben

Julius Karl „Karlchen“ Allmenröder.jpg
Angehörige der Richthofen-Staffel[1]

Die Reihe der deutschen Flieger des Ersten Weltkrieges, deren bewundernswürdige Taten als Kämpfer in der Luft mit dem Orden Pour le mèrite belohnt wurden, beginnt dem Alphabet nach mit einem Manne, dessen Wiege dort gestanden hat, wo die besten deutschen Klingen geschmiedet werden.

Jugend und Ausbildung

In dem Städtchen Wald bei Solingen ist Karl Allmenröder am 3. Mai 1896 als Sohn eines Pfarrers geboren. Als Achtzehnjähriger hatte er soeben an der Universität Marburg mit den Anfangsgründen der medizinischen Wissenschaft Fühlung genommen (wo er Mitglied des Corps Teutonia Marburg war), als der Ausbruch des Weltkrieges ihm andere Ziele wies. Sofort stellte sich der junge Student zur Verfügung und trat am 8. August 1914 dem deutschen Heer bei und kam am 15. August 1914 als Fahnenjunker in das Ostfriesische Feldartillerie-Regiment Nr. 62 in Oldenburg ein.

Erster Weltkrieg

Nach kurzer Ausbildungszeit geht Allmenröder bereits Ende August 1914 mit dem Reserve-Feldartillerie-Regiment 20 zum östlichen Kriegsschauplatz ah. Nach einigen Monaten kommt er zum Stammregiment zurück, das bei der Heeresgruppe Mackensen in Polen und Galizien eingesetzt wurde. Am 21. Januar 1915 wurde er zum Fähnrich befördert.

Am 30. März 1915 wurde er zum Leutnant mit Patent befördert, wobei das Dienstalter auf den 22. März 1915 datiert wurde. Er hat sich, ebenso wie sein älterer Bruder Wilhelm, bereits zur Fliegertruppe gemeldet und wird ein Jahr später, am 29. März 1916, zur Fliegerschule Halberstadt kommandiert.

Ende 1916 ist die Ausbildung beendet. Beide Brüder kommen zur Jagdstaffel 11, deren Führung bald darauf Manfred von Richthofen übertragen wird. In der Schule des großen Meisters entwickelt sich der junge Flieger bald selbst zum bedeutenden Könner. Schon im Februar 1917 hat er im Luftkampf seinen ersten Gegner bezwungen, und es dauert kaum drei Monate, als der deutsche Heeresbericht meldet, Leutnant Karl Allmenröder habe bereits den 19. und 20. Gegner zum Absturz gebracht. Er steht damit in der Liste der erfolgreichen deutschen Flieger an achter Stelle und erhält am 9. Juni, nachdem er inzwischen bereits den 24. Gegner heruntergeholt hat, das Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, dem als besondere Auszeichnung am 14. Juni der Pour le Mérite folgt. Schon am 30. Juni kann der Heeresbericht den 30. Luftsieg des jungen Fliegerhelden berichten. Am Tage darauf aber erreicht ihn das Schicksal.

Fliegertod

Allmenröder griff mit seiner Albatros D.III einen Engländer des Royal Flying Corps (Vorläufer der Royal Air Force) an, und es entwickelte sich ein Zweikampf, bei dem diesmal das Glück auf Seiten des Gegners war. Der rote Flieger – schon damals trugen alle Flugzeuge der Richthofenstaffel diese Farbe – begann zu schwanken. Man sah, wie er den Versuch machte, zum Gleitflug anzusetzen, aber die Maschine gehorchte nicht mehr. Der Gleitflug wurde zum Sturz. In dem blutgetränkten Abschnitt von Ypern, mitten zwischen Freund und Feind, zerschellte sein Flugzeug am Boden.

Bergung

In der Nacht zum 29. Juni gelang es einer Infanterie-Patrouille, den heldenhaft gefallenen Flieger zu bergen. Der junge Offizier und Korporierter, der davon träumte, Arzt zu werden, konnte so in seiner Heimat die letzte Ruhestätte finden. Deutschland hatte an ihm einen seiner besten Söhne verloren.

„Es heißt, zur Beerdigung Karl Allmenröders habe eine Staffel Doppeldecker mit Trauerflor über der damaligen Stadt Wald ihre Kreise gezogen. Die Menschen waren am besagten 5. Juli 1917 zu Tausenden auf den Beinen, als gelte es, den Kaiser zu Grabe zu tragen. Doch Karl Allmenröder war kein Polit- oder Popidol, wenngleich er aus heutiger Sicht damit zu vergleichen wäre. [...] Spätestens als Allmenröder beerdigt wurde, war ein Kriegsheld geboren, besungen in Liedern, beschrieben in Aufsätzen und Gedichten und mit dem Zusatz versehen: der ‚bergische Kampfflieger‘. Als solcher hatte er 30 Flugzeuge abgeschossen und war in die Riege hochdekorierter Ordensträger aufgenommen worden.“ — Uli Preuss, „Solinger Tagblatt“, 2014

Ruhestätte

Karl Allmenröder, Grabstätte.jpg

Seine Grabesstätte befindet sich in seiner Heimatstadt Wald, heute Solingen-Wald, auf dem evangelischen Friedhof „Wiedenkamp“.

Familie

Sein Bruder Wilhelm „Willi“ (Lebensrune.png 1. August 1894; Todesrune.png 30. Juli 1969) heiratete Karls Verlobte, Helene, geb. Kortenbach (Lebensrune.png ca. 9. März 1900 in Solingen; Todesrune.png ca. 20. Februar 2000) in Marquartstein.

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten