Drexler, Anton

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Anton Drexler)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anton Drexler, 2. Vorsitzender der DAP.jpg

Anton Drexler (Lebensrune.png 13. Juni 1884 in München;Todesrune.png 24. Februar 1942 ebenda) war ein deutscher Politiker und Mitbegründer der Deutschen Arbeiterpartei (DAP).

Leben

Anton drexler.jpg

Drexler war der Sohn eines Eisenbahnarbeiters. Von 1902 bis 1923 arbeitete er als Werkzeugschlosser. Zusammen mit einigen Arbeitskollegen in der damaligen Königlich Bayerischen Staatsbahn-Centralwerkstätte in München organisierte er im März 1918 den Freien Arbeiterausschuß für einen guten Frieden und gründete zusammen mit anderen den nationalistisch-rechtskonservativen Politischen Arbeitszirkel (beides 1918). Drexlers Mentor war Dr. Paul Tafel, Spitzenfunktionär des Alldeutschen Verbandes, Direktoriumsmitglied der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg und Vorstandsmitglied des Bayerischen Industriellenverbandes.

Auf seine Anregung gründete Drexler zusammen mit Karl Harrer am 5. Januar 1919 die Deutsche Arbeiterpartei (DAP), die am 24. Februar 1920 in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt wurde. Im Januar veröffentlichte Drexler den Artikel „Das Versagen der proletarischen Internationale und das Scheitern der Verbrüderungsidee“. Seine ebenfalls 1919 erschienene Schrift „Mein politisches Erwachen. Aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters“ beeinflußte auch den jungen Adolf Hitler.

Anton Drexler übernahm zunächst den zweiten Vorsitz der neuen Partei und war in den Jahren 1920/21 erster Vorsitzender. Er behielt dieses Amt inne, bis er 1921 von Hitler abgelöst wurde. Drexler hatte während Hitlers Abwesenheit mit anderen Rechtsparteien wegen eines engeren Zusammengehens oder einer Vereinigung verhandelt. Hitler erklärte daraufhin am 11. Juli seinen Parteiaustritt. Drei Tage später forderte er in einem ausführlichen Schreiben den Parteivorsitz mit diktatorischen Vollmachten als Bedingung für seine Rückkehr. Der Parteiausschuß gab seinen Forderungen nach.

Das Verhältnis Drexlers zu Hitler war respektvoll, trug jedoch keinen freundschaftlichen Charakter. Am 29. Juli erfolgte Hitlers Wahl mit 553 von 554 Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden. Drexler wurde Ehrenvorsitzender bis 1923.

Am Tag des Hitlerputsches wurde er von zu Hause abgeholt, doch als Hitler ihm sein Vorhaben darlegte, beteiligte er sich nicht daran. Dennoch wurde er danach vorübergehend inhaftiert. Nach der zwischenzeitlichen Auflösung der NSDAP ab 1923 engagierte er sich im Völkischen Block und war 1924 bis 1928 im Bayerischen Landtag. 1925 gründete er den Nationalsozialen Volksbund. Bei der Neugründung der NSDAP 1925 spielte er keine Rolle mehr, er trat erst wieder zur Zeit der Machtübernahme 1933 in die Partei ein. 1934 erhielt er aufgrund seiner Rolle als Gründungsmitglied der Partei den Blutorden der NSDAP. Er konnte jedoch bis zu seinem Tod keinen politischen Einfluß mehr gewinnen.

Von Hitler wird er in Mein Kampf wie folgt charakterisiert: „Herr Drexler war einfacher Arbeiter, als Redner ebenfalls wenig bedeutend, im übrigen aber kein Soldat. Er hatte nicht beim Heer gedient, war auch während des Krieges nicht Soldat, so daß ihm, der seinem ganzen Wesen nach schwächlich und unsicher war, die einzige Schule fehlte, die es fertigbringen konnte, aus unsicheren und weichlichen Naturen Männer zu machen [und] nicht fähig, mit brutalster Rücksichtslosigkeit die Widerstände zu beseitigen, die sich beim Emporsteigen der neuen Idee in die Wege stellen mochten“.

Auszeichnungen

Schriften

  • Mein politisches Erwachen. Aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters, Deutscher Volksverlag, München 1919

Quellen