Bundesheer (Österreich)

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pfeil 1 start metapedia.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bundesheer (Auswahlseite) aufgeführt.
Feierliches Antreten beim Bundesheer; im Vordergrund ein Gebirgsjäger

Das Bundesheer ist seit dem Jahre 1955 – wieder – die bewaffnete Macht Österreichs bzw. des deutschen Nachkriegs-Teilstaates Republik Österreich. Es herrscht allgemeine Wehrpflicht.

„Von den 42 Ritterkreuzträgern, die den neuen Streitkräften beitraten, hatten 24 während des Krieges bei der Bodentruppe und 18 bei fliegenden Verbänden der Luftwaffe gedient. Die größten vertretenen Waffenkorps waren die traditionell in Österreich wichtigen Gebirgsjäger mit neun und die Jagdflieger mit sechs Zählern. 32 hatten vor 1938 bereits im 1. Bundesheer gedient, wobei 19 einen Offiziersrang inne hatten, sechs als Fähnrich in Ausbildung standen und sieben dem Unteroffiziers- und Mannschaftsstand angehörten. 1938 in noch österreichischer Uniform am ranghöchsten war der damalige Hauptmann der Fliegertruppe Alois Lindmayr. Während des Krieges erhielten drei das Ritterkreuz im Jahre 1940, je vier 1941 und 1942, fünf 1943, neunzehn 1944 und sieben 1945. Einige erfuhren von der Verleihung der hohen Auszeichnung erst Jahrzehntenach dem Krieg. […] Zwei Offiziere (Nobis, Pölz) hatten mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz auch die nächsthöhere Stufe erhalten. Zwei ehemalige Offiziere (Nobis und Lindmayr) konnten aufgrund ihres zu hohen Wehrmachts-Dienstgrades (Oberst) nicht als aktive Offiziere übernommen werden und bekleideten als Zivilbedienstete zuletzt die hohen Amtstitel eines Hofrats (entspräche in etwa dem Brigadier) und Amtsrat (Oberst). Mit Bartl und Braunegg dienten zwei weitere Persönlichkeiten als Zivilbedienstete der Streitkräfte, wobei letzterer aber gleichzeitig auch Reserveoffizier war. Insgesamt gehörten acht ehemalige Ordensträger dem Reserveoffizierskorps an. Liegt der Prozentsatz jener ehemaligen Ritterkreuzträger, die in der deutschen Bundeswehr in einen Generalsrang aufstiegen, bei 15 Prozent, ist der Wert beim 2. Bundesheer mit beinahe 30 Prozent doppelt so hoch. Geht man von etwa 315 Anfang der Fünfzigerjahren noch lebenden ehemaligen österreichischen Ritterkreuzträgern aus, traten 13 Prozent in die Streitkräfte ein! Als letzte Träger des berühmtesten deutschen Tapferkeitsordens verließen General Heinz Scharff 1985 und Brigadier Dr. Gerhard Zoppoth 1984 den aktiven Dienst.“[1]

Geschichte

Im Jahre 1920 wurde erstmals das Bundesheer als Berufswehrmacht als Nachfolger der Deutschösterreichischen Volkswehr (die wiederum aus Überresten der k. u. k. Armee entstand)gegründet. Es existierte bis 1938 und wurde durch den Beitritt Österreichs zum Deutschen Reiche in die Deutsche Wehrmacht eingegliedert.

Deutschösterreich verfügte seit der Besatzung des Landes durch die Kriegsgegner zunächst über keine eigenen Streitkräfte. Bereits am 27. Launing 1945 wurde jedoch von der Regierung Renner in der Renner selbst unterstehenden Staatskanzlei das Heeresamt unter der Leitung des sozialistischen Unterstaatssekretärs Franz Winterer errichtet.

Das Heeresamt mußte einerseits die Demobilisierung der deutschen Wehrmacht auf deutschösterreichischem Gebiete durchführen, andererseits sollte es aber auch die ersten Vorbereitungen zur Aufstellung eigener Streitkräfte der Republik treffen.

Ritterkreuzträger

714 Ritterkreuzträger bauten die deutsche Bundeswehr der BRD auf, sie waren das Fundament der neuen Truppe, auch das Bundesheer verließ sich auf die hochdekorierten deutschen Helden des Zweiten Weltkrieges, 42 Ritterkreuzträger traten dem Österreichischen Bundesheer bei und vermittelten ihr wertvolles Wissen, diese waren u. a. (mit letztem Dienstgrad):

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Stiftungsjahr; Generalfeldmarschall August von Mackensen bezeichnete sie schlicht als „die Tapfersten der Tapferen“.

Größe

2012 verfügt das Österreichische Bundesheer (ÖBH) über etwa 35.000 Mann im Präsenzstand bestehend aus Berufssoldaten und Grundwehrdienern und etwa 30.000 Mann der Miliz. Des weiteren verfügt es über ungefähr 9.000 Fahrzeuge und 150 Luftfahrzeuge. Als Binnenstaat verfügt Österreich seit 1918 über keine Seestreitkräfte mehr.

Auslandseinsätze

Wie in der BRD schicken die Politiker des BRÖ-Systems deutsche Soldaten in völlig sinnlose, gefährliche und teure Auslandseinsätze – während die BRÖ-Politik ansonsten das Bundesheer „kaputt spart“. Die Begründungen der Auslandseinsätze erinnern an die Worte des früheren BRD-Verteidigungsminsiter Peter Struck (SPD), der behauptete, die BRD werde am Hindukusch verteidigt. Das Bundesheer ist mit Soldaten und/oder (zivilen) Beratern in folgenden Länder bzw Auslandseinsätzen vertreten.

Weitere ehemalige Einsatzgebiete

Gliederung

Durch bundesheerfeindliche Verschlankungen im Bereiche der Wehrhaftigkeit Deutschösterreichs gilt seit dem Jahre 2010 folgende Gliederung:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport

Streitkräfteführungskommando (Graz und Salzburg)

Landstreitkräfte

  • Führungsunterstützung, zwei Führungsunterstützungsbataillone (Villach und St. Johann im Pongau) und vier Führungsunterstützungskompanien in den Brigaden.
  • Kampf, zwei Panzerbataillone und zehn Infanteriebataillone (zwei Panzergrenadierbataillone, acht Jägerbataillone).
  • Kampfunterstützung, drei Artillerie-/Aufklärungsbataillone, drei Pionierbataillone, vier leichte ABC-Abwehrkompanien (Hörsching, Graz, Mautern, Schwaz) und eine schwere ABC-Abwehrkompanie (Korneuburg) und drei Militärstreifenkompanien (Wien, Salzburg und Graz).
  • Spezialeinsatzkräfte, Jagdkommandobataillon (mobilisierbar) (Wiener Neustadt), sowie das Kommando Militärstreife und Militärpolizei (Kdo MilStrf&MP)
  • Neun Militärkommanden mit Expertenstäben (mobilisierbar) und jeweils einem leichten Jägerbataillon (mobilisierbar) sowie einer Pionierkompanie (mobilisierbar), in Wien zwei leichten Jägerbataillonen (mobilisierbar) und dem Gardebataillon.
3. PzGrenBrig (Mautern) 4. PzGrenBrig (Ebelsberg) 6. JgBrig (Absam) 7. JgBrig (Klagenfurt)

Luftstreitkräfte

  • Kommando Luftraumüberwachung (Salzburg): Passive Luftraumüberwachung (mobile und stationäre Radaranlagen) mit einem Radarbataillon (Salzburg), aktive Luftraumüberwachung mit dem Überwachungsgeschwader (Zeltweg) und zwei Fliegerabwehrbataillone (Salzburg und Zeltweg) und Radar- (Salzburg) und Fliegertechnik (Zeltweg)
  • Kommando Luftunterstützung (Hörsching): Luftunterstützungsgeschwader (Hörsching und Langenlebarn) Luftaufklärung und Fliegertechnik (Hörsching und Langenlebarn)

Kommando Einsatzunterstützung (Wien)

  • Versorgungsregiment (Gratkorn),
  • Versorgungsbataillon (mobilisierbar) (Gratkorn),
  • Militärmedizinisches Zentrum (Wien),
  • Sanitätszentrum (Innsbruck und Graz),
  • Feldambulanz (Klagenfurt, Salzburg, Hörsching),
  • Feldambulanz (mobilisierbar) (St. Pölten und Innsbruck),
  • Patiententransportkompanie (mobilisierbar) (Graz und Innsbruck),
  • Heereslogistikzentrum (Wels, Salzburg, Wien mit NT-Sanitätskompanie (mobilisierbar), Graz, St. Johann und Klagenfurt),
  • Heeresbekleidungsanstalt Brunn am Gebirge,
  • Heeresmunitionsanstalten (Großmittel, Stadl-Paura, Graz, Buchberg und Klagenfurt),
  • Heeressportzentrum mit Heeresleistungszentrum (Wien),
  • Heeresleistungszentrum (Linz, Graz, Faaker See, Rif, Hochfilzen, Innsbruck und Dornbirn),
  • Militärhundezentrum Kaisersteinbruch

Akademien und Schulen

Ämter

  • Heerespersonalamt (Wien),
  • Abwehramt (Wien),
  • Heeresnachrichtenamt (Wien),
  • Amt für Rüstung und Beschaffung (Wien),
  • Informations- und Kommunikationstechnologieamt (Wien),
  • Heeres-Bau- und Vermessungsamt (Facility Management) (Wien),
  • Amt für Rüstung und Wehrtechnik

Filmbeiträge

70 Jahre Israel: Grußbotschaft von Generalmajor Gruber

Siehe auch

Verweis

Literatur

  • Florian Berger: Ritterkreuzträger im Österreichischen Bundesheer 1955–1985, 2003, ISBN 978-3950130720

Fußnoten

  1. Ritterkreuzträger im Österreichischen Bundesheer
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 National-Zeitung, 6. März 2015, S. 13
  3. Von Israel annektiertes Gebiet Syriens von wichtiger geostrategischer Bedeutung.
  4. Eine Verdoppelung des Kontingents ist geplant.