Hoffmann, Heinrich (1885)

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Heinrich Hoffmann, 1935

Heinrich Hoffmann (Lebensrune.png 12. September 1885 in Fürth; Todesrune.png 16. Dezember 1957 in München) war ein deutscher Fotograf, Reichsbildberichterstatter der NSDAP, „Bildchronist der Bewegung“ und „Leibphotograph“ des Führers.

Leben

Adolf Hitler, Karl Kolb (Geschäftsführer und erster Direktor des HdDK) und Heinrich Hoffmann im Haus der Deutschen Kunst, im Hintergrund Jakob Wilhelm Fehrles „Flötenspieler“

Heinrich Hoffmann wurde am 12. September 1885 in Fürth als einziges Kind des Fotografen Robert Hoffmann und seiner Frau Maria, geb. Kargl, geboren.[1] Sein eigentlicher Wunsch, Malerei zu studieren, scheiterte am Widerstand des Vaters.

Nach einem Aufenthalt in London (unter anderem bei dem Gesellschaftsfotografen E. O. Hoppé) gründete er 1909 in München ein eigenes Fotostudio und spezialisierte sich auf die Presse- und Portraitfotografie. Seit 1913 führte er den Bilderdienst „Photobericht Hoffmann“ (später „Photo-Haus Hoffmann“) mit einem großen Postkartenvertrieb und belieferte neben der „Münchner Illustrierten Zeitung“ auch Agenturen in Berlin und im Ausland.

Im Ersten Weltkrieg war Heinrich Hoffmann Bildberichter der Bayerischen Armee.

Leibphotograph

Professor Heinrich Hoffmann (ohne Uniform), Richard Schulze, Heinrich Himmler und Karl Wolff 1941 in der Wolfsschanze.

Mit einer Sammlung von Bildberichten aus der Zeit der Räterepublik, die eine Auflage von 120.000 erreichte, machte er sich erstmals bekannt. 1919 veröffentlichte er seinen ersten Fotoband und lernte Adolf Hitler kennen, dessen Vertrauter er wurde. Fortan gehörte er zur ständigen Begleitung des Führers.[2] Bei ihm lernte Adolf Hitler seine spätere Lebenspartnerin Eva Braun kennen, die dort eine Lehre als Fotolaborantin absolvierte.

Als Vertreter der NSDAP war er Mitglied des Oberbayerischen Kreistages und gehörte seit Dezember 1929 dem Münchner Stadtrat an. 1933 legte er das Mandat als Münchner Stadtrat wegen vielfach geschäftlich bedingter Abwesenheit nieder. Die starke Expansion seines Unternehmens brachte ihm im Laufe der Jahre ein Millionenvermögen ein.

Hoffmann erhielt 1937 von Hitler den Auftrag, die künstlerischen Exponate für die „Große Deutsche Kunstausstellung“ auszuwählen. Dafür erhielt er den Titel eines Professors.

Die Anzahl der Fotos, die Hoffmann bei Auftritten Hitlers machte, wird auf bis zu zweieinhalb Millionen geschätzt. Die von ihm herausgegebenen Bildbände waren u.a. „Hitler wie ihn keiner kennt“, „Jugend um Hitler“, „Das Antlitz des Führers“ und „Mit Hitler in Polen“.

Hoffmann, seit Januar 1940 Mitglied des Reichstages, war der Schwiegervater des Reichsjugendführers; Baldur von Schirach hatte dessen Tochter Henriette 1932 geheiratet.

„Kriegsverbrecher“

Professor Heinrich Hoffmann ordnet seine beschlagnahmten Archivbestände unter militärischer Aufsicht der Invasoren und Besatzer aus den VSA, 29. November 1945

Nach seinem letzten Besuch bei Hitler im April 1945 in Berlin setzte sich Hoffmann nach Bayern Richtung Alpenfestung ab und wurde in Oberwössen von der VS-amerikanischen Armee verhaftet. Im Oktober 1945 wurde er ins Gefängnis des Internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg verlegt (hier wohnte er im „Zeugenhaus“ in der Novalisstraße 24, u. a. mit Rudolf Diels), wo er seine Archivbestände ordnen mußte, um Beweisdokumente für die „Kriegsverbrecherprozesse“ zu sichern.

Nach Kriegsende wurde Hoffmann inhaftiert, als Hauptschuldiger (Gruppe I) eingestuft und im Zuge der „Entnazifizierung“ 1947 zunächst zu zehn,[3] später zu fünf Jahren Arbeitslager bei Einzug fast seines gesamten Vermögens verurteilt. 1950 wurde er frühzeitig entlassen, noch bis Mitte der fünfziger Jahre stritt er gerichtlich gegen das Urteil von 1947.

Tod

Heinrich Hoffmann starb am 16. Dezember 1957 in München.

Schriften (Auswahl)

Fußnoten

  1. Heinrich Hoffmann stammt aus einer alten Darmstädter Fotografen-Familie.
  2. Heinrich Hoffmann wurde zuerst die möglichst ausschließliche Gelegenheit und später das ausschließliche Recht gegeben, Bilder und Bildberichte von Hitler zu veröffentlichen.
  3. Heinrich Hoffmann wurde 1947 von der Spruchkammer I in München (als ein typischer Nutznießer des Dritten Reiches) zur Höchststrafe von zehn Jahren Arbeitslager verurteilt.