Heunert, Iwan

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Iwan Henrich Heunert

Iwan Henrich Heunert (Lebensrune.png 28. August 1886 in Kiel; Todesrune.png 6. Mai 1977 in Lüneburg) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Vorläufigen Reichswehr, der Polizei und der Wehrmacht, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg. Er ruht im Familiengrab auf dem Lüneburger Zentralfriedhof Soltauerstraße; Endgrablage: Feld A, Grab 24/25.

Werdegang

Generalmajor Heunert, „Neues Wiener Tagblatt“ Nr. 274 vom 5. Oktober 1938, Seite 7
Generalleutnant Iwan Heunert, Unterschrift.jpg
Iwan Heunert (Mitte).jpg

Iwan Heunert trat am 1. Oktober 1906 in das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 2, in welches er 1908 Leutnant wurde. Vom 1. Oktober 1912 bis 2. August 1914 besuchte er das Königlich Preußische Militär-Reit-Institut in Hannover. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er Kommandant der Stabswache von August von Mackensen, der das XVII. Armee-Korps, ab dem 1. November 1914 die 9. Armee, ab dem 16. April 1915 die 11. Armee und ab Sommer 1915 die Heeresgruppe „Mackensen“ befehligte. Ab dem 13. März 1917 bis Kriegsende war er Schwadronschef im Dragoner-Regiment „König Albert von Sachsen“ (Ostpreußisches) Nr. 10. Im Dezember 1918 wurde er Freikorpsführer der nach ihm benannte Freiwilligen-Kavallerie-Abteilung „Heunert“, und übernahm als solcher am 15. Januar 1919 den Befehl über die Reserve-Kavallerie des Grenzschutz Ost. Am 14. Januar 1920 wurde er Kompaniechef im Grenzschutz Ost für Westpreußen. Am 1. April 1920 wurde er zum Reiter-Regiment 7 nach Breslau versetzt, das der 2. Kavallerie-Division unterstellt war. Die von ihm geführte Ausbildungs-Eskadron des Reiter-Regiments 7 war Traditionsträger seines Stammregiments, des Jäger-Regiments zu Pferde Nr. 2.

Am 31. Dezember 1920 schied er aus der Vorläufigen Reichswehr aus, um dann am 1. Januar 1921 zur Polizei überzutreten, wo er zuerst Chef der berittenen Abteilung in Elbing wurde. Später wurde er Kommandeur der Polizei-Reitschulen in Hannover, Krefeld sowie Potsdam und Kommandeur des Landespolizei-Regiments in Königsberg. Am 15. Oktober 1935 wurde er in den Heeresdienst überwiesen, wo er zuerst Oberst des Infanterie-Regiments 15 und ab 18. Mai 1936 Kommandeur des Infanterie-Regiments 28 wurde. Am 15. November 1938 wurde er Infanterie-Kommandeur 22 in Lüneburg. Im Mai 1939 gehörte er mit General der Kavallerie Wilhelm Knochenhauer, Oberst von Randow, Oberstleutnant von Arenstorff, Major von Boddien, Gauleiter Telschow, Vertreter Peper, Regierungspräsident Matthaei, Oberstaatsanwalt Kumm, Landgerichtspräsident Kalweit, Regierungsvizepräsident von Kusserow, Landrat Albrecht, Oberbürgermeister Wetzel, Stadtbaurat Heitmann, Handwerkskammerpräsident Heinze und N.-S.-Kreiskriegerverbands-Führer Jagemann zu den Ehrengästen bei der Einweihung des Heide-Dragoner-Denkmals in Lüneburg.

Ab dem 26. August 1939 war Heunert Kommandeur der 58. Infanterie-Division. Nach erfolgter Aufstellung wurde die Division zum Grenzschutz zwischen Trier und Saarburg eingesetzt. Im Oktober 1939 wurde die Division in die Eifel und im Dezember 1939 in den Raum Trier verlegt. Ab dem 10. Mai 1940 nahm die Division am Westfeldzug 1940 teil und stieß aus der Gegend von Perl nach Luxemburg vor. Über Arlons marschierte die Division zum Chiers und weiter bis zur Maas im Raum Beaumont. Während der zweiten Phase des Westfeldzuges, der „Schlacht um Frankreich“, nahm die Division am Angriff auf Verdun teil und stürmte anschließend die Festung Toul. Nach Beendigung des Westfeldzuges wurde die Division als Besatzungstruppe in Belgien eingesetzt. Im Mai 1941 wurde die Division nach Ostpreußen verlegt und nahm von hier aus ab dem 22. Juni 1941 am Ostfeldzug teil. Die Division durchquerte den Baltikum und erreichte Nordrußland. Über Bauske, Riga, Pleskau und Gdow erreichte die Division Narwa. Hier drehte sie zur Nordecke des Peipus-Sees ab und marschierte dann über Luga, Kingisepp und der Pljussa nach Leningrad.

Am 4. September 1941 in die Führer-Reserve OKH versetzt, jedoch mit Fernschreiben des Armeeoberkommandos Norwegen unter Nikolaus von Falkenhorst vom 24. Oktober 1941 versetzt und am 1. November 1941 aus der Führer-Reserve OKH kommend, als Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets Ostkarelien eingesetzt, das bereits nach kurzer Zeit in die Dienststelle „Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 525“ (Korück 525) umbenannt wurde. Ab dem 16. Januar 1942 wurde der Stab der Befehlsstelle Finnland des AOK Lappland unterstellt. Ab dem 22. Juni 1942 unterstand der Stab dann der 20. Gebirgsarmee und wurde in Finnland eingesetzt. Am 1. Juli 1943 wurde Generalleutnant Hans Heberlein mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Korück 525 beauftragt.

Familie

Leutnant Heunert heiratete am am 30. Januar 1913 in Hannover seine Verlobte Hildegard Bertha Marie Brecht. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft wohnte er zuerst in Hamburg, ab 1947 im Lüner Weg 15a, ab 1950 im Lüner Weg 53, 1957 dann im Eichenweg 3, wo er noch 1968 gemeldet war. Anschließend ist wohl der Umzug nach Lüneburg erfolgt. Zuerst erneut in die Führerreserve versetzt, wurde Heunert am 30. November 1944 aus dem Heeresdienst verabschiedet.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)