Mahler, Horst

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Horst Werner Dieter Mahler (Lebensrune.png 23. Januar 1936 in Haynau, Niederschlesien) ist ein deutscher Jurist und BRD-Dissident sowie ehemaliger APO-Anwalt und Mitgründer der „Rote Armee Fraktion“ (RAF). Von Mai 2006 bis zum 27. Oktober 2020, mit einer Unterbrechung von Juli 2015 bis Mai 2017, war Mahler wegen in der BRD unerwünschter und kriminalisierter Meinungsäußerungen in Haft.

Werdegang

Horst Mahler als junger Rechtsanwalt
Horst Mahler (mitte) als junger politischer Aktivist
Christian Ströbele, Horst Mahler und Otto Schily (Anfang der 1970er Jahre)
Horst Mahler im Gespräch mit dem jüdischen Funktionär Michel Friedman
Ursula Haverbeck-Wetzel mit Horst Mahler

Herkunft

Horst Mahler wurde am 23. Januar 1936 in Haynau (Schlesien) in eine nationalsozialistisch gesinnte Familie geboren. Die Mutter flüchtete Anfang 1945 mit den drei Kindern nach Naumburg. Der Vater war Zahnarzt und zog nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft mit der Familie nach Dessau-Roßlau. Nach dem Freitod des Vaters übersiedelte die Familie 1949 nach West-Berlin. Mahler war damals Mitglied der FDJ.[1] In einem Gespräch mit einem israelischen Journalisten gab er an, daß er zu einem Achtel Jude sei.[2]

Schule und Universitätsstudium

„BRD-Maulkorb“ – Horst Mahler auf einer Demonstration der NPD 2001
Horst Mahler, Ernst Zündel und Jürgen Rieger

Horst Mahler bestand 1955 das Abitur mit der Note 1,0 – seinerzeit ein äußerst seltener Abschluß. Danach studierte er Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin und erhielt während des Studiums ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Vorübergehend war Mahler Mitglied in der schlagenden Verbindung Thuringia, bis er sich politisch der SPD anschloß und zum Leiter der Jungsozialistengruppe in Charlottenburg berufen wurde. Wegen seiner Zugehörigkeit zum Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) schloß ihn die Partei später aus.

Wirken

Nach dem Assessorexamen arbeitete Mahler in einer Berliner Anwaltskanzlei und machte sich schließlich als Anwalt selbständig. Er spezialisierte sich auf die mittelständische Wirtschaft. 1964 trat er im Thyssen-Bank-Prozeß als Verteidiger auf, 1966 brachte er als erster deutscher Anwalt eine Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskommission in Straßburg durch. Seine Berliner Wirtschaftsklientel schmolz jedoch rasch zusammen, als Mahler mehr und mehr Mandanten aus der linken Außerparlamentarischen Opposition (APO) verteidigte. Er war Mitbegründer des ersten „Sozialistischen Anwaltskollektivs“ und vertrat als APO-Anwalt die Kommunarden Rainer Langhans, Fritz Teufel und Beate Klarsfeld, aber auch den Sohn des damaligen Bundeskanzlers, Peter Brandt.

Den „Zentralen Ausschuß“ der APO beriet Mahler als Mitglied juristisch und politisch. Seine Aktivitäten für die APO und sein Engagement gegen die „Springer-Presse“ und den Vietnamkrieg brachten ihm in der Folge verschiedene standesrechtliche Verfahren ein. Wegen seiner Teilnahme an der spontanen Demonstration gegen den Springer-Verlag im Anschluß an das Attentat auf Rudi Dutschke zu Ostern 1968 versuchte die Staatsanwaltschaft vergeblich, ein Berufsverbot gegen Mahler durchzusetzen. Verurteilt wurde Mahler jedoch wegen seiner Anführerrolle zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und zur Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von 75.884,25 DM an das Verlagshaus Axel Springer.

1969 verteidigte Horst Mahler die Frankfurter Kaufhausbrandstifter Andreas Baader und Gudrun Ensslin, mit denen er kurze Zeit später die terroristische Rote Armee Fraktion (RAF) gründete und zur Geldbeschaffung einen Banküberfall plante. Im Juni 1970 flüchtete Mahler zusammen mit Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Astrid Proll und 20 RAF-Sympathisanten sowie dem am 14. Mai 1970 gewaltsam aus dem Gefängnis befreiten Anführer Andreas Baader nach Jordanien, um in Palästina eine dreimonatige „Guerilla“-Ausbildung für den „bewaffneten Kampf“ zu absolvieren.

„Hier war Mahler noch Linker und Antizionist, nach eigenem Bekunden aber noch nicht Antisemit: ‚Wir hatten ein Schuldgefühl gegenüber den Juden und waren peinlich berührt, als in Palästina, als wir da in diesem Lager der Fedajin waren, die Fedajin kamen mit Hitlerbildern und sagten: ›Guter Mann‹. Das war für uns schwierig.‘ So erinnerte sich Mahler 2007 in einem Interview mit Michel Friedman an sein Schuldgefühl gegenüber den Juden – das sich dann aber später irgendwann verflüchtigte.“[3]

Im Oktober 1970 wurde Mahler in Berlin-Charlottenburg wegen seiner Beteiligung an der gewaltsamen Befreiung Andreas Baaders verhaftet, bei der ein Justizbeamter lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte. Im Mai 1972 mangels Beweisen freigesprochen, blieb Mahler jedoch wegen weiterer Delikte in Haft und wurde im Februar 1973 „wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in Tateinheit mit Gründung einer kriminellen Vereinigung und Beteiligung an derselben“ zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Im Zusammenhang mit der Baader-Entführung erhöhte sich das Gesamtstrafmaß bei einer weiteren Verhandlung im November 1974 auf 14 Jahre Freiheitsentzug. Mahlers Verteidiger in diesen Prozessen waren sein Kollege aus dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund Otto Schily und aus dem Sozialistischen Anwaltskollektiv Hans-Christian Ströbele. Im Juli 1974 wurde Mahler aus der Anwaltschaft ausgeschlossen.

Noch vor seiner Verurteilung und während seiner Haftzeit distanzierte sich Mahler mehrfach und entschieden von seiner terroristischen Vergangenheit. Deutlich wurde seine Haltung insbesondere im Frühjahr 1975, als er der RAF, die ihn und andere Gefangene im Austausch für den entführten Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz freipressen wollte, eine Absage erteilte. Seine Wandlung begründete Mahler 1977 in einem „Kursbuch“-Aufsatz mit einer „inneren Befreiung von der dogmatischen Revolutionstheorie des Marxismus-Leninismus“. Als Verteidiger gewann Mahler 1978 den damaligen Juso-Vorsitzenden und späteren SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Im November 1978 erhielt Mahler erstmals Hafturlaub, im Juli 1979 wurde er in den offenen Strafvollzug überführt und im August 1980 nach zehn Jahren Haft entlassen. Das restliche Drittel seiner Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Mit Schröders Hilfe erstritt Horst Mahler auch seine Wiederzulassung als Anwalt. Im April 1988 konnte er seine Kanzlei in Berlin wiedereröffnen und seine Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt fortsetzen. 1994 wurde Mahler wegen Beleidigung eines Staatsanwaltes vom Amtsgericht Tiergarten zu einer Geldstrafe von 2.700 DM verurteilt. Gegen einen Strafbefehl über 12.000 DM hatte er zuvor Einspruch eingelegt.

Nachdem es lange Jahre relativ ruhig um Horst Mahler gewesen war, rückte er durch ein ZEIT-Interview (2. Mai 1997), in dem er zu seiner Vergangenheit Stellung nahm, wieder ins Interesse der Öffentlichkeit. Angesprochen auf faschistische Strukturen innerhalb der RAF, erzählte Mahler von Auseinandersetzungen um die geplante „Liquidierung“ des als Verräter geltenden RAF-Mitgliedes Peter Homann im Sommer 1970 im jordanischen Palästinenserlager. Der Anschlag wurde vereitelt, die RAF-Mitglieder in die BRD zurückgeschickt. Die traumatischen Erlebnisse in Jordanien seien Ausgangspunkt für seine allmähliche Ablösung von der RAF gewesen, so Mahler.[4] In der Folge lieferten sich Horst Mahler auf der einen und Peter Homann sowie Spiegel-Herausgeber Stefan Aust (Verfasser der RAF-Chronik „Der Baader-Meinhof-Komplex“, 1984) auf der anderen Seite eine im SPIEGEL und der ZEIT ausgetragene Auseinandersetzung um verschiedene Lesarten der Gründungsgeschichte der RAF.

In den 1990er Jahren erregte Horst Mahler mit kritischen Publikationen und öffentlichen Auftritten in nationalen Kreisen Aufmerksamkeit. Als Gegenmaßnahme zur „Überfremdungspolitik“ der rot-grünen Regierungskoalition demonstrierte er gegen die doppelte Staatsbürgerschaft und propagierte eine nationale Sammlungsaktion. Er wurde Sprecher des rechtsnationalen Bundes freier Bürger, gründete die Initiative „Ja zu Deutschland – Ja zur NPD“ (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und wurde im August 2000 NPD-Mitglied. „Die Fremden sind das Salz in der Suppe. Aber wer mag schon versalzene Suppe“, zitierte die Frankfurter Rundschau am 15. März 1999 Horst Mahler. Bei der Wandlung von links zu rechts blieb Mahler seinen Vorbehalten gegen jüdische und amerikanische politische Positionen treu. Er habe sich als Chefideologe des radikalsten Flügels der NPD etabliert, meinte die Süddeutsche Zeitung am 3. Januar 2001. Wegen seiner provokativen Äußerungen – Mahler hatte u. a. die standrechtliche Erschießung von Drogenbesitzern gefordert – wurde er im Januar 2001 aus der Vereinigung Berliner Strafverteidiger ausgeschlossen. Seine Tätigkeit als Anwalt blieb davon unberührt.

Ab Februar 2001 vertrat Horst Mahler gemeinsam mit Rechtsanwalt Hans-Günter Eisenecker die NPD im Verbotsantrag der OMF-Verwaltung vor dem Bundesverfassungsgericht. Als im Juli 2001 wegen des Verdachts der „Volksverhetzung“ Unterlagen in seiner Wohnung, seiner Kanzlei und in der NPD-Parteizentrale beschlagnahmt wurden, erstritt er die unverzügliche Rückgabe mit der Begründung, daß andernfalls das Verbotsverfahren gefährdet sei. Bei seiner Vertretung der NPD-Interessen kam Mahler zugute, daß einige vom Verfassungsschutz in die Partei eingeschleuste Spitzel Ende 2001 aufflogen und damit für das Gericht als Zeugen unbrauchbar wurden. Mahlers einstiger Kollege und Verteidiger Otto Schily (SPD), mittlerweile Bundesinnenminister, sah sich wegen der V-Mann-Affäre scharfer Kritik der Opposition ausgesetzt. Das Verbotsverfahren wurde im März 2003 schließlich eingestellt, weil nicht festgestellt werden konnte, inwieweit die V-Leute die Parteistruktur der NPD beeinflußt hatten. Kurze Zeit später erklärte Horst Mahler seinen Austritt aus der NPD, da er einer Partei, die „am Parlamentarismus ausgerichtet“ sei, nicht mehr angehören wolle.[5]

Politische Positionen Mahlers

In Anbetracht der vielen ungesühnten Holocausts sagte Horst Mahler am Anfang seiner Holocaust-Studien im Focus 53/1998: „Der Holocaust ist weder unbegreiflich noch einmalig.“ Darauf reagierte der Zentralrat der Juden in Deutschland damals schon mit einer klaren Anweisung an die deutsche Verfolgungsjustiz: „Die Verneinung der Einmaligkeit der Schoa ist historisch falsch, möglicherweise strafrechtlich relevant.“[6]

Gespräch Friedman/Mahler

Mahler verteidigte mehrfach das Bekenntnis zum Nationalsozialismus als Weltanschauung und als Glaubensbekenntnis, das nicht strafbar sein könne. Der Deutsche Gruß sei Manifestation dieses Bekenntnisses.[7]

Obwohl bereits eine Anklage gegen ihn wegen Zeigens des Deutschen Grußes vorbereitet wurde und es nach den BRD-Vorschriften unzweifelhaft verboten ist, brachte sich Horst Mahler sehenden Auges ins Gefängnis, als er im September 2007 Michel Friedman bei einem arrangierten Pressegespräch mit den Worten: „Heil Hitler, Herr Friedman!“ begrüßte. (Strafurteil des Amtsgerichts Erding vom 28. April 2008: zehn Monate Gefängnis ohne Bewährung, auch wegen Beleidigung.)

Nach Friedmans Ankündigung, daß dies eine Anzeige nach sich ziehen werde, antwortete Mahler:

Sehen sie, so ‚frei‘ ist man in diesem Lande.“

Auszug aus dem Gespräch:

Friedman
„Hat Hitler den Krieg begonnen?“
Mahler
„Nein, er ist ihm aufgezwungen worden. Regelrecht und systematisch.“
Friedman
„Aufgezwungen mag sein, aber begonnen hat er ihn, oder nicht? Also mit ‚aufgezwungen‘ sagen Sie, wie es dazu kam, daß er den Krieg begonnen hat. Aber hat er den Krieg begonnen?“
Mahler
„Wissen Sie, der Krieg als Schieß-Krieg hat begonnen mit den Massakern an Deutschen in Polen. Und das konnte kein Führer des Deutschen Reiches tatenlos ansehen. Und wenn er dann die völkerrechtlich gebotenen und erlaubten Mittel einsetzt, um dem Treiben ein Ende zu setzen, dann hat er legitim gehandelt.“[8]

Wenn Horst Mahler jemanden zitiert, fordert Michel Friedman ihn auf, mit seinen eigenen Worten zu reden, und wenn Mahler ansetzt, um genau dies zu tun und es interessant wird, unterbricht Friedman ihn. Als Mahler z. B. Martin Buber zitierend ausführen will: „‚Die Judenheit ist das Nein zum Leben der Völker.‘ Und deswegen …“, fällt Friedman ihm blitzartig ins Wort mit: „Das ist mir alles zu kompliziert.“ Dann schmeichelt er ein wenig und stellt sich dumm: „Ich bin nicht so klug wie Sie ... Ja, ja, aber ich möchte es ja verstehen. Es hat ja keinen Sinn, daß wir reden und ich verstehe Sie nicht“. So geht das weiter, bis der Leser die Aussage von Mahler vergessen hat, ihm damit inhaltlich auch nicht folgen kann und schließlich die Ausführungen für bizarr und wirr hält.

Elemente der Weltsicht Horst Mahlers

Horst Mahlers Weltsicht zeigt sich im Spiegel seiner Veröffentlichungen[9] seit mindestens zwei Jahrzehnten als ausgeprägt judäozentristisch. Gegen den Judaismus und das politisch wirksame Judentum bringt er Deutungen in Ansatz, die er aus dem Christentum herleitet.

Für Horst Mahler stellt es kein Problem und keinen Widerspruch dar, wenn er selbst orientalischen Glaubensvorstellungen folgt, die aus hebräischen Schriften stammen. Er bevorzugt aus der Bibel das Neue Testament und gibt sich katholisch. Mahler baut seine Argumentationen auf eine selbstentwickelte Theologie auf. Mit ihrer Hilfe und unter Heranziehung des Systems Georg Friedrich Wilhelm Hegels[10] postuliert er einen Weltenlauf eigenen Zuschnitts.

2013 zog Horst Mahler für seine Theorien außer den bekannten Schriften aus dem hebräischen Altertum auch moderne Innenansichten aus dem Judentum heran, die Gilad Atzmon in einem Judaikum veröffentlicht hatte.[11]

In vielhundertseitigen, ausführlichst die Bibel zitierenden Schriftsätzen, die teilweise in strafrechtlichen Revisionsbegründungen und Offenen Briefen an von ihm geduzte Juden untergebracht sind, rekurriert Mahler zur Begründung seiner Standpunkte auf christliche Vorstellungen des Bösen in Gestalt des Satans: Satan ist für ihn der geistige Vater der Juden. Mahler glaubt grundsätzlich an ein Auserwähltes Volk. Als dieses läßt er aber nicht die Juden, welche diese imaginierte Eigenschaft für sich beanspruchen, gelten. In seinen Augen sind es vielmehr die Christen und speziell die Deutschen. Das Heil der Welt werde aus christlichen Verheißungen und aus der wirksam werdenden deutschen idealistischen Philosophie (Hegel) kommen. Jüdische Kräfte trügen unfreiwillig zur Emanzipation der Deutschen bei, für die Juden stehe es an, daß sie in geistiger Hinsicht von sich selbst erlöst würden – ein Unterfangen, das diese seit 2000 Jahren stets von sich gewiesen haben.

Die Juden verwirklichen nach Mahler durch ihr von ihm als Zerstörungswerk wahrgenommenes Wirken letztlich eine positive Aufgabe gegenüber den Deutschen: So schreibt er unter der Überschrift „Gotteserkenntnis statt Judenhaß“:

„Es war die Aufgabe des Judaismus – auch in seiner christianisierten Form – die Individuation der Germanischen Volksgenossen als Losreissung von Gott zu bewirken.“[12]
„Erst die aus der vollständigen Zersetzung der Germanischen Volksgemeinschaft hervorgehende selbstbewußte und selbstgewollte Rückbindung (religio) der vereinzelten Einzelnen in den Volksgeist der Germanen als einer Gestalt Gottes, ausgesprochen in der Deutschen idealistischen Philosophie, ist das wahrhafte Dasein der Freiheit.“[13]

Hieraus kann man folgern, die Germanen hätten es „heilsgeschichtlich“ irgendwie nötig gehabt, sich de facto durch Feuer und Schwert unter semitische Glaubensansichten zwingen zu lassen und hinfort unter und aus ihnen zu leben.

Mahler empfiehlt Juden gegenüber christliche Nächstenliebe. Zwar meint er einerseits, angewandter Judaismus und ein heute bestimmendes Machtjudentum wollten Nichtjuden und speziell Deutsche satanisch und völkermörderisch zerstören. Andererseits findet er, man dürfe sie deswegen nicht hassen, sondern solle sie christlich lieben, um ihrer Erlösung willen.

„Diese Perspektive[14] bietet die Gewähr dafür, daß die Befreiung der Menschheit vom Judentum nicht auf Kosten des ‚Menschen im Juden‘, seiner Menschenwürde, bewirkt wird, sondern dadurch, daß der Jude – wie Karl Marx es formuliert hat – zum Menschen emanzipiert wird.“[15]

In einem von ihm erhofften neuen Deutschen Reich will Mahler – anders als es der historische Nationalsozialismus vorhatte[16] – das Judäochristentum zum Staatskult erheben. Seine „Reichsreligion“ soll einen „positiven Judaismus“ zur Geltung bringen. Nach Mahlers Meinung ist das deutsche Volk als solches „gottgläubig“.[17] Für die möglicherweise zahlreichen Volksgenossen, welche die Aussicht nicht reizt, daß die Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen auf dem Boden des Deutschen Reiches verpflichtet werden sollen, diesen judäochristlichen bzw. Mahlerschen Gottesbegriff als Wahrheit zu vermitteln, hat Horst Mahler kein Angebot. Konsequent christlich, erhebt Horst Mahler gegen die universalistische, der Nation und volklicher Selbstbehauptung entgegenstehende Zielsetzung des Christentums keine Einwände.[18]

Abstammungsbezogene Identität als human-gesellschaftliche Wertkategorie oder als politisch positiv zu berücksichtigenden Faktor lehnt Mahler vehement ab. Er hat den „Antirassismus“ aus seiner 68er links-antiimperialistischen Phase immer beibehalten, was eine Vielzahl seiner Traktate belegt.[19] Für ihn gibt es nur Rassenvorurteile. Nach seinem Verständnis fehlte es Hitler an Schulung in deutscher Philosophie, deshalb habe er rassische Vorurteile der Engländer übernommen. Das sei der Sündenfall des damaligen Systems gewesen. Ausdrücklich wirft Mahler Hitler Rassismus und Rassenwahn vor.[20] Die Erkenntnis von der Bedeutung der Rasse für das Leben der Völker stellte jedoch einen Grundpfeiler der nationalsozialistischen Weltanschauung dar – für Horst Mahler bedeutungslos bzw. verwerflich.

Ende November 2016 bemerkte Mahler in einem mit vielen Bezugnahmen auf Gott und Göttliches durchsetzten Text an einer Stelle, er könne nicht mehr an einen Gott glauben.[21] Der Gesamttext und weitere Traktate in zeitlicher Nähe belegen jedoch die andauernde und intensive Fasziniertheit Mahlers hinsichtlich seiner privattheologischen Trias Juden – Gott – Satan, so daß die Randbemerkung rätselhaft bleibt.

Politischer Gefangener

„Politische Gefangene gibt es genau genommen auch in Deutschland“, sagte Michael-Andreas Butz, welcher jahrelang Sprecher des Berliner Senats war, zum Thema Gesinnungsjustiz. „Auf eine Art ist Horst Mahler ja auch ein politischer Gefangener.“[22]

Zitate

Von Mahler

  • „Ich fände es schon ganz in Ordnung, wenn ich eine Stütze des Grundgesetzes wäre. Es ist wirklich die freiheitlichste Verfassung, nicht nur als beschriebenes Stück Papier, sondern als aufgeschriebene Verfassungswirklichkeit - mit Widersprüchen und Tendenzen zur Rückentwicklung.“[23] — 1997
  • „Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl versuchten während ihrer Amtszeit, der Überfremdung des Landes entgegenzuarbeiten. Beide sind jedoch von den USA darauf hingewiesen worden, daß die Politik der Bundesrepublik Deutschland nicht von dieser selbst, sondern durch die USA gesteuert werde, welche unter starkem Druck der Medien sich für die unbegrenzte Aufnahme Fremdrassiger einsetzen.“[24] — 2002
  • „Wir wissen, was wir tun. Wir tun es trotzdem. Und das ist das, was den Feind letztlich wehrlos macht. Denn damit hat er nicht gerechnet.“[25] — 2008
  • „Das Fremde ist das Salz in der Suppe – aber wer mag eine versalzene Suppe?“
  • Februar 2009, Verurteilung zu sechs Jahren Haft für Horst Mahler: Laut Anklage hatte Mahler den Holocaust als „die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte“ bezeichnet.[26] Er werde „nicht aufhören, gegen die Holocaust-Lüge anzukämpfen“.[27] — 2009
  • „Der Jude ist ein Meister darin ..., wie man zur Wahrheit findet ..., und die Wahrheit negiert ...“ — am 12. Juli 2008 auf einer Tagung in Thüringen

Über Mahler

  • „[Er hat] das Amt der Verteidigung mutig, selbstlos, bis weit in den politischen Diskurs hinein ausgeübt. Also höchstes Lob.“Peter O. Chotjewitz[28]

Familiäres

Horst Mahler ist Vater einer Tochter. In Freiheit wohnte er zuletzt mit seiner Ehefrau Elzbieta Mahler in Kleinmachnow bei Berlin. Längere Zeit lebte Horst Mahler mit Sylvia Stolz zusammen.

Siehe auch

Filmbeiträge

Hauptartikel: Mahler, Horst / Filme

Verweise

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Weltnetz

Filmbeiträge

Schriften

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 44/2003
  2. [1]YouTube Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!. Nach dem seinerzeit geltenden Blutschutzgesetz wäre dies als belanglos anzusehen gewesen, da Achteljuden als deutschblütig galten.
  3. Wie aus dem RAF-Gründer ein Nazi wurde, 20min.ch, 26. März 2009
  4. vgl. taz, 16. Juli 1997 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  5. vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2003 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  6. Allgemeine Jüdische Wochenzeitung (Bonn) Anfang Januar 1999
  7. „Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschauung. Die Freiheit des weltanschaulichen Bekenntnisses ist unverletzlich. Also kann der Hitlergruß keine Straftat sein.“
  8. vgl.: Gespräch in der abrufbaren Video-Fassung mit Vorspann, ab 15 min. 55 sec.–16 min. 30 sec.
  9. Vgl. die unten angegebene Literatur
  10. Siehe auch Hegelei, Afterphilosophie
  11. Gilad Atzmon: Der wandernde – Wer? Eine Studie jüdischer Identitätspolitik (2012)
  12. Endlösung der Judenfrage – Gotteserkenntnis statt Judenhaß, Veröffentlichung im Rahmen des Deutschen Kollegs, 25. März 2001, S. 23; Falschschreibung „Losreisssung“ im Original
  13. Horst Mahler: Das Ende der Wanderschaft (2013), S. 56
  14. Mahlers Blick auf den ›Inneren Juden‹ mit Hilfe der Reflexionen von Gilad Atzmon
  15. Horst Mahler: Das Ende der Wanderschaft (2013), S. 10
  16. Vgl. Adolf Hitler über das Christentum
  17. Ausführlich in „Reichsreligion und Glaubensfreiheit“, reichsbuergerbrief.net 2/2004
  18. Siehe zu der zuletztgenannten Zielsetzung Christentum und biologische Gruppenzugehörigkeiten
  19. Beispielsweise Horst Mahler: „Was sind die Tatsachen? Wie ist die Lage? Was ist zu tun?“, vom 12. August 2000
  20. Franz Schönhuber, Horst Mahler: Schluß mit dem deutschen Selbsthaß. VGB-Verlagsgesellschaft Berg, 2000, ISBN 3861180936, S. 179
  21. Die Protestkultur als Wettlauf in die Sackgassen des Weltgeistes
  22. Spiegel.png  (Heft 1/2012)Der Spiegel, 1/2012, , S. 31
  23. Der Staat war das Böse, Die Zeit, 2. Mai 1997
  24. in seinem Plädoyer in Sachen Frank Rennicke vor der 38. Strafkammer des Landesgerichtes Stuttgart, 2002, Ns 6 Js 88’181/98.
  25. Videobericht: „Zur Lage der Nation“
  26. dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH: Sechs Jahre Haft für Horst Mahler, 25. Februar 2009
  27. Sechs Jahre für Horst Mahler wegen Volksverhetzung, weltexpress.info, 25. Februar 2009
  28. Alexander Wallasch: Nachschlag für Häftling Nr. 746/09The European, 3. März 2014