Humboldt, Alexander von

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Pfeil 1 start metapedia.png Dieser Artikel behandelt den Naturforscher Alexander von Humboldt; für andere Personen des Namens siehe Alexander von Humboldt (Auswahlseite).
Alexander von Humboldt.jpg
Humboldtgrabstätte im Schloßpark Berlin-Tegel: Hier ruhen die berühmten deutschen Wissenschaftler Alexander und Wilhelm von Humboldt. Auf der Säule steht die Nachbildung einer von Bertel Thorwaldsen geschaffenen Statue.[1]
Berlin-Tegel, Schloßpark
Inschrift des Grabsteins

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (Lebensrune.png 14. September 1769 in Berlin; Todesrune.png 6. Mai 1859 ebenda) war ein deutscher Naturforscher. Nach ihm wurde der Humboldtstrom benannt, eine kalte nördliche Meeresströmung an der Westküste Südamerikas.

Leben

Zu seinem Wirken heißt es:[2]

„Von unwiderstehlichem Drange nach wissenschaftlicher Durchforschung wenig bekannter Gebiete ergriffen, brachte Humboldt, gemeinsam mit dem Botaniker Bonpland, unter verschiedenen Reise-Entwürfen den auf Süd- und Mittel-Amerika gerichteten zu großartigster Ausführung. (1799–1804) und in einem Prachtwerk mit Kupfern zur anschaulichsten Schilderung; seine Forschung über Natur- und Menschenwelt erstreckte sich mit jener Vielseitigkeit und Richtung auf den Zusammenhang alles Geschaffenen, durch welche er überhaupt die Bewunderung Europas erworben. Viele kleinere Reisen und noch eine große, in Ural und Altai bis zur chinesischen Grenze, dazu schriftstellerische Arbeiten mannigfaltigster Art gaben dieser Bewunderung immer neue Nahrung. Ein umfassendes Denkmal seiner Lebensthätigkeit, einen Gesammtausdruck seiner Kenntniß und Auffassung vom Weltgebäude hat er hinterlassen in der Schöpfung seines Greisenalters, dem ‚Kosmos‘. Gilt Goethe als König im Reiche der Dichtkunst, so war Humboldt Präsident der Gelehrtenrepublik.“

Studium

Er studierte in Frankfurt an der Oder Kameralistik, Altertumswissenschaften, Medizin, Physik und Mathematik. Zu Beginn des Sommersemesters 1789 folgte er seinem Bruder Wilhelm von Humboldt nach Göttingen und studierte dort Physik und Chemie, unter anderem bei Georg Christoph Lichtenberg. Anschließend studierte er in Hamburg Wirtschaft und Fremdsprachen, in Freiberg Geologie und in Jena Anatomie und Astronomie.

Bergassesor

1792 wurde er zunächst Bergassessor der preußischen Bergwerks- und Hüttengesellschaft.

Südamerika

Er ging zusammen mit Aimé Bonpland am 5. Juni 1799 in La Coruña an Bord der „Pizarro“ und schiffte sich nach Südamerika ein. Von Caracas aus brachen beide im Februar 1800 zu einer viermonatigen und 2.775 Kilometer weiten Reise zur Erkundung des Orinoko-Flusses auf. Nach der Überquerung der Anden erreichten sie am 6. Januar 1802 Quito.

Auf ihrer Expedition in Südamerika hatten sie eine Fülle geografischer und geologischer Erkenntnisse gesammelt und 60.000 Pflanzen bestimmt, wobei sie 6.300 bis dahin noch unbekannte entdeckten.

Sibirienreise

1805 promovierte Alexander von Humboldt, wurde zum königlich-preußischen Kammerherrn ernannt und in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

1829 folgte er einer Einladung des russischen Zaren Nikolaus I. und bereiste gemeinsam mit dem Geologen Gustav Rose das Gebiet östlich des Urals und nach Sibirien bis zur chinesischen Grenze.

Mitgliedschaften

Schriften (Auswahl)

  • Versuche über die gereizte Muskel- und Nervenfaser nebst Vermuthungen über den chemischen Process des Lebens in der Thier- und Pflanzenwelt (1797) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Ueber die unterirdischen Gasarten und die Mittel, ihren Nachtheil zu vermindern (1799) (PDF-Datei)
  • Über die zunehmende Stärke des Schalls in der Nacht (1820) (PDF-Datei)
  • Ansichten der Natur mit wissenschaftlichen Erläuterungen (1849) (PDF-Datei)
  • Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents (PDF-Dateien: Bände 1-2, Bände 3-4, Bände 5-6)
  • Mineralogisch-geognostische Reise nach dem Ural, dem Altai und dem Kaspischen Meere (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Rede, gehalten bei der Eröffnung der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin am 18. September 1828 (PDF-Datei)

Literatur

  • W. F. A. Zimmermann: Alexander von Humboldt. Eine Darstellung seines Lebens und wissenschaftlichen Wirkens (1859) (PDF-Datei)
  • Philipp Friedrich Hermann Klencke: Alexander von Humboldt, ein biographisches Denkmal (1859) (PDF-Datei)
  • Wilhelm Constantin Wittwer: Alexander von Humboldt: Sein wissenschaftliches Leben und Wirken (1860) (PDF-Datei)
  • Carl Bruhns: Alexander von Humboldt – Eine wissenschaftliche Biographie (1872) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2, Band 3)
  • Rudolf Ottomar Meibauer: Alexander von Humboldt – Sein Leben und Forschen, Berlin 1869 (PDF-Datei)
  • Hermann Kletke:
    • Alexander von Humboldt’s Reisen im europäischen und asiatischen Russland (1858) (PDF-Datei)
    • Alexander von Humboldt’s Reisen in Amerika und Asien; eine Darstellung seiner wichtigsten Forschungen (1856) (PDF-Dateien: Bände 1–2, Bände 3–4)
  • Heinrich Wilhelm Dove: Gedächtnissrede auf Alexander von Humboldt, 1869 (PDF-Datei)
  • Alexander von Humboldt: Zum 14. Sept. 1869, seinem hundertjährigen Geburtstage. Als Erinnerungsblatt für das deutsche Volk (PDF-Datei)
  • Alexander von Humboldt – Biographische Erinnerungsblätter für die Deutschen in Amerika. Zum Hundertsten Geburtsfeste Humboldt’s (PDF-Datei)
  • Blätter der Erinnerung an Alexander von Humboldt, Berlin 1860 (PDF-Datei)
  • Wissenschaftliche Beiträge zum Gedächtniss der hundertjährigen Wiederkehr des Antritts von Alexander von Humboldt’s Reise nach Amerika am 5. Juni 1799. Aus Anlass des siebenten Internationalen Geographen-Kongresses (1899) (PDF-Datei)
  • Theodor Bohner: Alexander von Humboldt, in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Dritter Band, S. 171–184

Fußnoten

  1. Wolfram Mallebrein (Hg.): Deutsche National-Denkmale, DSZ Verlag, München 1995, S. 143
  2. Ludwig Bechstein / Karl Theodor Gaedertz / Hugo Bürkner: Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  3. Siehe das Verzeichnis prominenter Freimaurer, das die Freimaurerloge Hamburg führt: Johannisloge Zu DEN DREI ROSEN Hamburg, undatiert, abgerufen 8. Februar 2018