Gottsched, Johann Christoph

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Johann Christoph Gottsched.jpg

Johann Christoph Gottsched (Lebensrune.png 2. Februar 1700 in Juditten bei Königsberg i. Pr.; Todesrune.png 12. Dezember 1766 in Leipzig) war ein deutscher Schriftsteller. Seine Ehefrau war Luise Adelgunde Viktoria Gottsched, die sich ebenfalls schriftstellerisch betätigte.

Inhaltsverzeichnis

Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

Eine „hahnebüchene ostpreußische Natur“, Hüne von Gestalt und Geist, Beherrscher der deutschen Literaturströmung Jahrzehnte hindurch, hochverdient insonderheit um das deutsche Drama in Theorie und Praxis, studirte Theologie, flüchtete aus Königsberg vor den Werbern des preußischen Soldatenkönigs nach Leipzig, wurde hier Senior der deutschen (poetischen) Gesellschaft, Professor und fünfmal Rector magnificus. Sein „Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen“, seine „Deutsche Schaubühne“, sein „Sterbender Cato“ &c. sind nicht mehr so bekannt, als die Thatsache, daß er, der Geschmacksdiktator, den Hanswurst von der Bühne verbannt, und daß man ihn scherzweise nur „-sched“ nannte, denn „man dürfe den Namen Gottes nicht unnützlich führen“. Lessing schlug seine Autorität in Stücke,als er Klopstock verhöhnt, Schönaich in den Himmel gehoben hatte. Gottsched wies eifrig auf die besseren Erzeugnisse der Franzosen hin; Friedrich der Große besang ihn als „Cygne saxon“. Erst neuerdings hat man die Bedeutung des arg verkannten Mannes richtig erfaßt, auch diejenige seiner Gattin und Gehilfin Adelgunde geb. Kulmus.

Werke (Auswahl)

  • Die vernünftigen Tadlerinnen (PDF-Dateien: Teil 1, Der andre Teil)
  • Herrn Johann Christoph Gottscheds Gedichte (PDF-Datei)
  • Vollständigere und neuerläuterte deutsche Sprachkunst (PDF-Datei)
  • Vorübungen der lateinischen und deutschen Dichtkunst zum Gebrauche der Schulen (PDF-Datei)
  • Akademische Redekunst. Zum gebrauche der Vorlesungen auf hohen Schulen als ein bequemes Handbuch (PDF-Datei)
  • Grundlegung einer deutschen Sprachkunst (PDF-Datei)
  • Grundriss zu einer vernunfftmässigen Redekunst (PDF-Datei)
  • Versuch einer critischen Dichtkunst. Durchgehends mit den Exempeln unserer besten Dichter erläutert (PDF-Datei)
  • Vorübungen der Beredsamkeit (PDF-Datei)
  • Erste Gründe der gesamten Weltweisheit (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Agis, König zu Sparta: Ein Trauerspiel (PDF-Datei)
  • Heinrichs von Alkmar Reineke der Fuchs, mit schönen Kupfern, 1752 (PDF-Datei)
  • Beyträge zur Critischen Historie der deutschen Sprache (PDF-Dateien: Band 1)
  • Sterbender Cato (PDF-Datei)
  • Proben der Beredsamkeit (PDF-Datei)
  • Kern der deutschen Sprachkunst (PDF-Datei)
  • Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit (PDF-Datei)
  • Die Deutsche Schaubühne: Nach den Regeln und Mustern der Alten (PDF-Datei Band 5)
  • Gedachtnissrede auf den unsterblich verdienten Dom Herrn in Frauenberg, Nicolaus Copernicus (PDF-Datei)

Literatur

  • Eugen Reichel:
    • „Gottsched“ (1908) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
    • „Kleines Gottsched-Denkmal, dem deutschen Volke zur Mahnung errichtet“ (1900) (PDF-Datei)
  • Gustav Waniek: „Gottsched und die deutsche Litteratur seiner Zeit“ (1897) (PDF-Datei)
  • Theodor Wilhelm Danzel: Gottsched und seine Zeit, Auszüge aus seinem Briefwechsel zusammengestellt und erläutert nebst einem Anhange (1855) (PDF-Datei)
  • Alexander Bieling: „Gottscheds Reineke Fuchs. Abdruck der hochdeutschen Prosaübersetzung vom Jahre 1752“, 1886 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Johannes Reicke: „Zu Joh. Christ. Gottsched's Lehrjahren auf der Königsberger Universität“, 1892 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Eugen Wolff: Gottscheds Stellung im deutschen Bildungsleben (1895) (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer“ von Ludwig Bechstein, Karl Theodor Gaedertz, Hugo Bürkner, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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