Konzentrationslager Szczypiorno

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Bei dem Konzentrationslager Szczypiorno handelt es sich um ein polnisches Konzentrationslager, das 1918-19 auf dem Gebiet der geraubten Provinz Posen entstand. Somit handelt es sich um das erste Konzentrationslager in Mitteleuropa.[1][2]

„Gleich zu Beginn der Polenherrschaft 1919, errichteten die neuen Machthaber in der Provinz Posen, und zwar in den Orten Szczypiorno und Stralkowo, die ersten Konzentrationslager, wo ca. 16.000 Deutsche als „Staatsfeinde“ hinter Stacheldraht gesetzt wurden. Später kamen noch zwei weitere derartige Lager hinzu.“[3]

Die Einrichtungen waren rein für die Inhaftierung von Deutschen gedacht. Ukrainer, politische Gefangene und polnische Oppositionelle wurden in den 1926 errichteten Lagern bei Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk eingesperrt.

Die Zahlen der in Szczypiorno inhaftierten Deutschen ist nicht genau bekannt, es befanden sich aber zusammengenommen in Szczypiorno mit Stralkowo etwa 16.000 Deutsche in polnischer KZ-Haft.[4] Alleine aus der Stadt Posen wurden 1.500 Deutsche, Zivilisten und Soldaten, darunter 50 Offiziere, dorthin gebracht.[5]

Die Zustände in den Lagern waren äußerst schlecht, so sagte Leutnant i. R. Muzer folgendes über die Haftbedingungen: „Die Anrede waren Ausdrücke wie: Schweine, Hunde, Sauvolk, Räuber. Die Behandlung der Mannschaften wurde immer schlimmer. Bei der Arbeit wurden die Inhaftierten mit Gewehrkolben und geflochtenen Ruten bearbeitet. Beim geringsten Vergehen gab es 25 Schläge mit Stahlknuten oder Lederknuten, wobei die Hosen heruntergezogen wurden. Es war entsetzlich, die Bestraften mitanzuhören.

Ebenso so schlecht waren seiner Schilderung nach die hygienischen Bedingungen, denn „sanitäre Anlagen fehlten durchweg“, „Badegelegenheiten gab es nicht“, „[das] Wasser zum Waschen [nur] etwa alle acht Tage“. Das Wechseln der Wäsche war sogar über Monate hinweg nicht möglich, zudem war ein starker Befall von Ungeziefer im Lager. Hinzu kam, daß auch Kinder, Greise und Frauen zu den Insassen zählten.[5][6]

Fußnoten

  1. Joachim Nolywaika: Polen – nicht nur Opfer, S. 37
  2. Gerd Schultze-Rhonhof: Der Krieg, der viele Väter hatte, S. 390
  3. Edmund Eminger: Die Hintergründe des Deutsch-Polnischen Konflikts 1939. Eine Abrechnung mit dem Märchen des „deutschen Überfalls“ auf Polen.
  4. Joachim Nolywaika: Polen – nicht nur Opfer, S. 55
  5. 5,0 5,1 Joachim Nolywaika: Polen – nicht nur Opfer, S. 35
  6. Gerhard Frey jr.: Polens verschwiegene Schuld, München 1990, S. 6
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