Niederman, Paul

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Paul Niederman[n] (geb. 1. November 1927 in Karlsruhe) ist ein jüdischerHolocaustüberlebender“.

Wirken

Niederman[n] ließ sich in Karlsruhe nieder. Er wurde 1940 im Alter von 13 Jahren in das südfranzösische Internierungslager Gurs verbracht. 1942 dann angeblich von dort „geflohen“, lebt er bis heute (2010) unbehelligt in Frankreich.

Im Frühjahr 1941 kam er in ein anderes Lager in Noé bei Toulouse. Es folgte dann ein Aufenthalt von einem Jahr in Rivesalte bei Perpignan. Dort wurde er im selben Jahr von der „Oeuvre de secours aux enfants“ OSE, einer jüdischen Hilfsorganisation, abgeholt und nach Izieu und in ein Schweizer Kinderheim verbracht.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg soll er bereits im Alter von 20 Jahren als Mit-„Ankläger“ beim Nürnberger Tribunal fungiert haben.

In den Nachkriegsjahren arbeitete er als Journalist und betrieb ein Fotogeschäft in Paris. Er trat auch als „Zeuge“ im Prozess gegen Klaus Barbie 1987 in Lyon auf. Er hält seitdem Vorträge vor jungen Menschen in der BRD über seinen Werdegang und den sogenannten „Holocaust“ und warnt vor „Rechtsradikalismus“. Offenbar aus diesem Grund fügte er seinem Nachnamen auch ein zweites „n“ hinzu:

„(...) Ganz zu Anfang ruft er uns auch auf, uns zu wehren gegen den Unsinn und die Idioten dieser Welt. Und so lernen wir auf sehr direkte, menschliche Art über die Weisheit und Sicht auf das Leben eines Menschen, dessen Geschichte bestimmt wurde durch die schrecklichen politischen Verhältnisse jener Zeit.“[3]


Am 30. April 2008 trat er gemeinsam mit Klaus Wowereit in Berlin im Haus der Kulturen der Welt in Erscheinung:[4]

Jubiläumsprogramm: Denken und feiern Sie mit!
30. April 2008
16:00 Uhr Eröffnungsgottesdienst am Koppenplatz (Berlin Mitte) mit anschließendem Gedenkgang "Geh denken!" zur Marienkirche (Berlin Mitte).
20:00 Uhr Eröffnung und Erev Yom HaShoah
mit Ansprachen von:
dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit
dem Botschafter des Staates Israel in Deutschland, S.E. Yoram Ben Zev
und Gesprächen mit Vasyl Mikhaylovsky (Ukraine), Mirjam Ohringer (Niederlande) und Paul Niederman (Frankreich) sowie aktuellen Freiwilligen
Musikalische Begleitung: Gidon Saks

BRD-Referenzen

Verweise

Fußnoten