Maser, Werner

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Werner Maser (1922–2007)

Werner Maser (Lebensrune.png 12. Juli 1922 in Paradeningken, Ostpreußen; Todesrune.png 5. April 2007 in Speyer, Rheinland-Pfalz) war ein deutscher Historiker, Publizist und Hochschullehrer.

„Der Wortbruch“

In seinem Buch „Der Wortbruch“ (1994), das die Verhältnisse und Entwicklungen zwischen Deutschland und der UdSSR vom Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt bis zum Rußlandfeldzug am 22. Juni 1941 behandelt, vertritt Maser die These, daß sowohl Hitler als auch Stalin Krieg gegen den jeweils anderen planten und Hitler dabei Stalin lediglich zuvorkam:

„Daß Stalin nicht nur einmal einen Krieg gegen Hitler führen wollte, ist zweifelsfrei belegbar. Nachgewiesen werden kann aber auch, daß er die sowjetischen Vorbereitungen für den Krieg gegen Deutschland zumindest seit Ende Dezember 1940 als notwendige Maßnahme zur Auslösung eines Präventivkrieges bezeichnen konnte, wie es auf deutscher Seite 1941 ebenfalls eindeutig der Fall war.“[1]

Mit seinem letzten Buch „Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin“ (2004) näherte sich Maser weiter der revisionistischen Geschichtsschreibung an, weshalb er zuletzt in den Systemmedien als „umstritten“ galt.

Zitat

  • „Daß ich Guido Knopp nachsichtig zum akademischen Abschluß verholfen habe, das werde ich mir nie verzeihen. Hätte ich geahnt, in welcher Weise dieser ‚Historiker‘ Geschichte und Agitation zu einem medialen Amalgam verschmilzt, hätte ich mich – glaube ich – doch etwas anders verhalten.“[2]

Werke

  • Adolf Hitler: Legende – Mythos – Wirklichkeit, Naumann & Göbel, Köln 1971 (Bechtle, München/Esslingen 2001), ISBN 3-762805-21-0
  • Hitlers Briefe und Notizen. Sein Weltbild in handschriftlichen Dokumenten, Leopold Stocker Verlag, Graz 2002, ISBN 3-7020-0950-7
  • Die Frühgeschichte der NSDAP. Hitlers Weg bis 1924, Athenäum, Bonn 1965
  • Der Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP, Ullstein, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-548-34041-5
  • Adolf Hitler. Mein Kampf. Geschichte. Auszüge. Kommentare, Bechtle, Esslingen 2001, ISBN 3-7628-0409-5
  • Adolf Hitler. Das Ende der Führerlegende, Moewig, München 1982, ISBN 3-8118-4325-7
  • Nürnberg. Tribunal der Sieger, Econ, Düsseldorf 1982; Edition Antaios, Schnellroda 2005, ISBN 3-935063-37-7 (Kurzeinführung als PDF-Datei)
  • Das Regime. Alltag in Deutschland 1933–1945, Dietz, Berlin 1990, ISBN 3-320-01732-2
  • Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin, Olzog, München 2004, ISBN 3-7892-8134-4
  • Der Wortbruch. Hitler, Stalin und der Zweite Weltkrieg, Pour le Mérite Verlag, Selent 2007, ISBN 978-3-932381-06-5 (Klappentext und Bestellmöglichkeit)
  • Reichspräsident Friedrich Ebert. Sozialdemokrat und Patriot. Eine politische Biographie, Druffel & Vowinckel, Inning a. Ammersee 2007
  • Genossen beten nicht – Kirchenkampf des Kommunismus, Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1963
  • Als Herausgeber: Wilhelm Keitel. Mein Leben – Pflichterfüllung bis zum Untergang. Hitlers Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht in Selbstzeugnissen, edition q im Quintessenz Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-86124-353-9

Verweise

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Fußnoten

  1. Werner Maser: Der Wortbruch. Hitler, Stalin und der Zweite Weltkrieg. Olzog, München 1994, ISBN 3-7892-8260-X
  2. Der Aktendetektiv. Nachruf: Zum Tod des Historikers Werner Maser, Junge Freiheit, 13. April 2007