Voigt, Woldemar (1907)

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Dr. Woldemar Voigt

Woldemar Voigt (Lebensrune.png 10. Februar 1907 vermutlich in Göttingen, ggf. Münster; Todesrune.png Juni 1980 in den VSA) war ein deutscher Flugzeugkonstrukteur und promovierter Diplomingenieur, der maßgeblich an der Entwicklung der ersten strahlgetriebenen Flugzeuge der Welt in der Zeit des Dritten Reiches beteiligt war.

Leben

Familie

Woldemar Voigt war der Sohn von Dr. phil. Karl Heinrich Voigt (1879–1965) aus Königsberg und dessen Gattin Agnes Helene Pauline, geb. Levin, aus Göttingen, die 1932 mit 48 Jahren verstarb. Woldemars Großvater war der bekannte Physiker Woldemar Voigt (1850–1919), der, als Karl Heinrich Voigt geboren wurde, als außerordentlicher Professor für Physik an der Albertus-Universität Königsberg wirkte. Woldemar war das älteste von vier Geschwistern, seine Brüder waren Walter, Arnold und Ulrich.

Flieger und Ingenieur

Voigt studierte an der Technischen Hochschule in Darmstadt und gehörte dort der Akademischen Fliegergruppe (Akaflieg) an. Er arbeitete bei Klemm an der Entwicklung der Kl 35 und später bei Siebel an der Si 202a Hummel mit. Als Projektingenieur wechselt er 1935 zu den „Bayerischen Flugzeugwerken“. In dem seit Sommer 1938 unter dem Namen Messerschmitt AG firmierenden Unternehmen trat er 1939 die Nachfolge des zu Heinkel gewechselten Robert Lusser als Leiter der Projektabteilung an.

Diese Abteilung beschäftigte sich seit Oktober 1938 mit der Ausarbeitung von verschiedenen Studien für ein- und zweistrahlige Jagdflugzeuge. Aus dem Entwurf Messerschmitt P.1065 ging schließlich die Me 262 hervor. In den weiteren Kriegsjahren war er als Projektleiter auch für die Konstruktion der Me 264, Me 328 und Me 163 verantwortlich. Im Oktober 1943 wurde – nach einem Bomberangriff auf die Fertigungsstraße durch die USAAF – die Entwicklungsabteilung nach Oberammergau ausgelagert und erhielt den Decknamen Oberbayerische Forschungsanstalt. Bis Kriegsende wurde dort unter der Leitung von Voigt eine Reihe von geheimen Projektentwürfen für Wunderwaffen erstellt.

Nachkriegszeit

1945 gehörte Dr. Voigt zu den Wissenschaftlern, die im Rahmen des Unternehmens „Büroklammer“ (Operation Paperclip) in die VSA verschleppt wurden und war dort u. a. an der Entwicklung des Schwenkflügelflugzeugs Bell X-5 beteiligt.[1] Wahrscheinlich war er auch an den Entwicklungsarbeiten bei der Vought F7U Cutlass beteiligt, das vom Entwurf der „Messerschmitt P.1112“ stammt.

Voigts Entwurf des schweren Bombers P.1107/B wurde beinahe 1:1 von dem britischen Rüstungskonzern „Vickers-Armstrongs Limited“ ab 1955 als Vickers Valiant Mk. 1 in Serie gebaut.

Tod

Dr. Voigt verstarb 1980 in den VSA. Sein letzter bekannter Wohnsitz war Annenstadt in Marienland, es ist zu vermuten, daß das auch der Sterbeort ist.

Familie

Woldemar Voigt war seit ca. 1935 mit der vier Jahre jüngeren Clara Hollerung (Lebensrune.png 12. September 1911) aus Augsburg verheiratet.

Siehe auch

Fußnoten