Yukio, Mishima

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Mishima Yukio (* 14. Januar 1925 in Tokio als Hiraoka Kimitake; † 25. November 1970 ebenda) war ein japanischer Schriftsteller und politischer Aktivist. Mishima schrieb Romane, Schauspiele, Erzählungen sowie Gedichte und ein Libretto.

Leben

In seiner Kurzgeschichte „Patriotismus“ aus dem Jahr 1960 schilderte er das Ethos des japanischen Soldatentums. Als Hintergrund der Geschichte diente der Ni-Ni-Roku-Aufstand vom 26. Februar 1936, bei dem sich eine Reihe junger Offiziere infolge außenpolitischer Diskrepanzen zwischen Regierung und militärischer Führung gegen letztere erhob und dabei den Tod fand.

In einem Artikel von 1962 schrieb er:

„In der Bronzezeit betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen achtzehn Jahre; zur Römerzeit waren es zweiundzwanzig. Damals muß der Himmel voll gewesen sein mit schönen, jungen Menschen. In letzter Zeit muß es dort oben erbärmlich aussehen.“[1]

Im Sommer 1968 gründete er als Antwort auf die zersetzende 68er-Bewegung eine Privatarmee, die Tatenokai (Schildgesellschaft), zur Verteidigung der japanischen Kultur. Diese kleine Truppe umfaßte jedoch nie mehr als hundert Mann. Mishima machte die Männer wieder mit den Tugenden des bushido, dem Verhaltenskodex der Samurai, vertraut und unterrichtete sie in Karate sowie in Schwertkampf. Er ließ eigene Uniformen schneidern, ein Wappen entwerfen und kreierte sogar eine eigene Hymne.

Im Mai 1969 nahm Mishima die Einladung radikaler linker Studenten zu einer Podiumsdiskussion an der Universität von Tokio an. Es entwickelte sich ein teilweise recht aggressives Streitgespräch, während dem Mishima seine politischen Standpunkte, insbesondere seine Verehrung des Kaisers bekräftigte, aber auch Berührungspunkte zu den linken Studenten betonte. Auch er wolle Unruhe hineinbringen, auch er hasse Menschen, die »in Ruhe dasitzen«. Er schloß seine Rede mit einem Versprechen: »Eines Tages werde ich aufstehen gegen das System, so wie ihr Studenten aufgestanden seid – aber anders.«[1]

Sein Hauptkritikpunkt war der Artikel 9 der japanischen sogenannten „Verfassung“, in dem der japanische Staat auf alle Mittel verzichtete, die souveränen Staaten zustehen und diese definieren, nämlich den Unterhalt einer Armee, die Androhung militärischer Gewalt zur Verteidigung und die Kriegführung. Diese „Verfassung“ war ein Konstrukt der VSA, analog zum Grundgesetz für die BRD. Aus diesem Grunde gibt es auch offiziell keine japanische Armee, sondern nur sogenannte „Selbstverteidigungsstreitkräfte“. Er wollte ebenso die Meiji-Reformen rückgängig machen, die Japan verwestlicht und aus dem Tenno ein einfaches weltliches Staatsoberhaupt gemacht hatten.

Während der Ansprache
kurz vor seinem Suizid

Mit vier Kameraden aus seiner „Schildgesellschaft“ drang er, bewaffnet mit Samuraischwertern und gekleidet in eine Phantasieuniform, am Vormittag des 25. November 1970 in das Hauptquartier der sogenannten japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte in Tokio ein. Dort nahm er einen General als Geisel und forderte als Gegenleistung für dessen Freilassung, eine Rede vor den Soldaten der Garnison halten zu dürfen. Über tausend Soldaten versammelten sich daraufhin auf dem Kasernenhof des Quartiers, während Mishima auf dem Balkon einen Appell auf die Kaiserherrschaft, die altehrwürdige Tradition Japans und den Samuraigeist hielt. Mishima Yukio beschwor die Soldaten, sich auf japanische Traditionen, die japanische Kultur zurückzubesinnen und auch wieder den Artikel 9 aus der Verfassung zu entfernen. Unter anderem führte er aus:

„Ihr seid Samurai! Warum verteidigt ihr Artikel 9, der euch eure Existenz abspricht?“

Sein Appell blieb jedoch auf Grund des Desinteresses der Soldaten folgenlos. Unmittelbar danach beging Mishima Yukio nach Smarurai-Art Suizid, indem er sich in ein Schwert stürzte. Wobei ihm, wie zuvor abgesprochen, von einem seiner Mitkämpfer der Kopf abgeschlagen wurde. Sein Suizid wurde gefilmt und der abgeschlagene Kopf fotografiert. Mishima Yukio wollte mit der Inszenierung seines Opfers erreichen, daß Japan sich von der Hegemonie der VSA löst und sich wieder auf seine Kultur zurückbesinnt. Dieses Anliegen wurde bis heute (2011) nicht erreicht, da Japan, mehr noch als damals, ein Vasallenstaat der VSA ist.

Weiteres

Im Zuge der globalen Völker- und Kulturvernichtung seit 1945 wird auch immer wieder gern kolportiert, daß Mishima Yukio homosexuell gewesen sei. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Dennoch war sein künstlerisches Schaffen auch geprägt von einer homoerotischen Komponente.

Filmbeitrag

Vorstellung des Künstlers und Patrioten:
(Für englische Untertitel auf den Pfeil und CC klicken)

Verweise

Fußnoten