Santos, Silvio

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Silvio Santos, richtig Senor Abravanel (* 12. Dezember 1930 in Rio de Janeiro) ist ein jüdischer Medienunternehmer, der sich in Brasilien niedergelassen hat und Eigentümer des Sendernetzwerkes SBT.

Werdegang

Herkunft

Senor Abravanel, der sich den Künstlernamen Santos zugelegt hat, stammt von sephardischen Juden ab, deren Stammvater, Judah Abravanel, 1310 als vermögender Steuereinnehmer, Kleiderhändler und Gläubiger Pedro's von Kastilien (1260-1283), einem Sohn Alfons X., in Sevilla dokumentiert ist. Mit dem Alhambra-Edikt verließ die Sippe 1492 die Iberische Halbinsel, so das Santos Nachkomme türkisch-griechischer Einwanderer ist.

Wirken

Im ersten Fernsehnetz Brasiliens Rede Tupi gestaltete Santos in den 1960er Jahren ein eigenes Programm auf Kanal 4 in Sao Paulo. Durch Beziehungen zur Militärregierung und mit Hilfe seines Freundes Manoel de Nóbrega erwarb er 1976 die Lizenz für eine eigene TV-Station, Rio de Janeiro's Kanal 11, genannt TV Studios (TVS), von der Sonntags sein Programa Silvio Santos gesendet wurde.

Mit dem Ende von Assis Chateaubriands Rede Tupi-Netz 1980 kaufte Santos aus der Konkursmasse Sao Paulo's Kanal 4, Porto Alegre's Kanal 5 sowie Belém's Kanal 5 und formte SBT. Ein Mix aus Eigenproduktionen sowie mexikanischer Seifenopern, Telenovelas und Unterhaltungssendungen von Televisa brachte SBT rasch auf Platz 2 in der Beliebtheit der zumeist einkommensschwachen Zuschauer.

Bei einer Umstrukturierung Ende der 90er Jahre investierte Santos 170 Mio US$.[1] Heute liefert sein TV-Netzwerk zudem noch Time Warner - Produktionen und Spielshows. Santos produziert etliche internationale Fernsehformate für Brasilien, wie Wer wird Millionär?, Glücksrad oder Deal or No Deal. Schauspieler, die über SBT bekannt werden, wechseln meist bald zum qualitativ besseren TV Globo.

Obwohl er nur selten im Fernsehen erschien und keine Interviews gibt ist Santos einer der am häufigsten imitierten Charaktere im brasilianischen Fernsehen. Er nutzt seine Popularität um auf andere TV-Formate seiner Sender hinzuweisen. Wegen seiner roten Gesichtsfarbe hat er den Spitznamen "O peru que fala" (sprechender Truthahn).

Zur Grupo Silvio Santos (GSS) gehören derzeit 32 Unternehmen, darunter Banken, Versicherungen, Hotels und Kosmetik mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. US$ (1997).

Santos Tochter Patricia Abravanel (*1977) wurde 2001 in Sao Paulo entführt. Die Familie zahlte 200.000 US$ Lösegeld.[2]

Fußnoten

  1. South American Business Information Date: Friday, July 19 2002
  2. AP Online 08-28-2001, Silvio Santos' Daughter Released