Lammla, Uwe

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Uwe Lammla

Uwe Lammla (Lebensrune.png 21. Januar 1961 in Neustadt an der Orla in Thüringen) ist ein deutscher Dichter. Das zentrale Thema seiner Werke ist die deutsche Mythologie. 1986 gründete Uwe Lammla den Arnshaugk Verlag.

Inhaltsverzeichnis

Wirken

So besingt und preist er die staufische Reichsidee und die Mittelalterliche Ökumene in der ‚Deutschen Passion‘. Im ‚Idäischen Licht‘ wendet er sich dem mediterranen Erbe zu. Das ‚Jahr des Heils‘ ist sein religiöses Bekenntnisbuch. Im ‚Tannhäuserland‘ besingt Uwe Lammla den Orlagau, den Lauf der Saale, die Thüringer Rhön und den Rennsteig. Allen seinen Dichtungen ist gemein, daß der Autor aus der ganzen Fülle der Sprache schöpft, prachtvolle Bilder beschwört und in strenge Formen und bisweilen vollendete Verse setzt.
Sowohl die Wahl der Themen und Bilder als auch die strenge Form ihrer Verarbeitung zeigen an, daß der Autor die gegenwärtig gängigen Denk- und Werteschablonen nicht nur meidet, sondern ihnen fundamental entgegentritt. So beschwört er in ‚Polemos‘ (Idäisches Licht) den Krieg in schicksalsschweren Versen mit Heraklit als den ‚Vater aller Dinge‘. Die ‚Burg der Gefahren‘ (Deutsche Passion) – das ist das hedonistisch-merkantile Treiben, welches wir als Konjunktur und Aufschwung zu sehen gewohnt sind. Uwe Lammla scheut selbst vor heißesten Eisen nicht zurück. ‚Bist du von Rasse ...‘ hebt eines seiner Gedichte an.“[1]
„Der Dichter Uwe Lammla bezeichnet die Bundesrepublik Deutschland [...] als ‚amerikanische Kolonie‘. Edgar Julius Jung hatte das die Christenheit schirmende, ordnende, hierarchische Reich in der Mitte Europas, für die er sich eine Erneuerung ihrer Vormacht nach einer christlichen Gegenrevolution gegen 1789 erhoffte, als Aufgabe Deutschlands gesehen. Das nicht unbekannte Wort von der ‚deutschen Weltalternative‘ meint Ähnliches: Gegenwehr gegen den Irrweg der abendländischen Menschheit in der Moderne, Neuaufbau aus der Mitte Europas heraus. Dies bliebe den Deutschen als Aufgabe gegeben.“ — Marco Reese[2]
Kyffhäusergeist

(...)

Er sagt uns was wahr ist was Blendung,
Wenn hundert der Edelsten stehn,
So bleibt deine Stiftung uns Sendung
Wird Trug und Gemeinheit verwehn,
Solange die Fackeln uns lodern,
Solange du Atem uns leihst,
Kann deutsches Land nicht vermodern,
Wird aufstehn im Kyffhäusergeist.
Zwar wissen allein noch die Dichter,
Wer drunten im Kyffhäuser wohnt,
Es wurden die Ämter und Richter
Entweiht und gleich mehrfach entthront,
Wir stehen, umzingelt von Fremden,
Verrätern, mit Schmerbäuchen feist,
Uns schützt nicht der Ringwall von Emden,
Uns schützt nur der Kyffhäusergeist.
Wer weiß, wann die Raben verflogen,
Der blitzschwarze Baum sich belaubt,
Man hat uns unendlich belogen,
Doch rein bleibt die Seele, die glaubt,
Dein Reich kann sie nimmer verlieren,
Die Träume, von wannen du seist,
Und wir werden weitermarschieren
Und sterben im Kyffhäusergeist.
QUISQUALIS[3] (aus „Deutsche Passion“)
Bist du von Rasse, so fragt dich der Kamerad Peter,
Den du verdächtigst, ein ahnloser Mischling zu sein,
Mag auch die Zeit schon die Frage verdammen, kein Meter
Soll dich vom Kern ihres wuchtigen Ernstes befrein.
Rasse ist Glaube der Ahnen, vererbt, angeboren,
Den du als Kind, das das Giftkraut des Zweifels nicht kennt,
Spürst, wenn du erstmals vom Reich hörst, und sich in die Horen
Einschleicht ein Sonnensymbol, das die Mutter verbrennt.
Höre, das bringt uns unendliche Leiden und Tränen,
Spricht sie, der Lehrer zählt bald die Verbrechen dir auf,
Die unsere Großväter, folgsam in irrigem Wähnen,
Übten an Nahen und Fremden zumeist und zuhauf.
Aber die Abschreckung kann dich nicht hindern zu forschen,
Ob nicht ein Gran dieses Lichtglanzes stark in dir west,
So wie die Störche ihr Nest wiederfinden auf morschen
Türmen, so stehst du am Born deiner Herkunft und flehst:
Möge das Dunkel, die Schmach und die Scham von ihm weichen,
Gab es nicht Widerstand, Partisan, Deserteur?
Aber in all dieser Antiwelt wehrt sich ein Zeichen
Und es bleibt seltsam verstockt bei dem innren Verhör.
Irgendwann wird dir bewußt, daß der Feind jene Mären
Aussann, die hindern, du selbst und ein Enkel zu sein,
Ließest du ihn und die käuflichen Diener gewähren,
Wärst du von Rasse nicht, fällt dir zum Herkommen ein.
Hast du nicht einstens die Linde, die Esche gestreichelt?
War nicht der Ahorn dein Ferge, und Grimm sprach das Wort,
Daß unsre Götter, vielfältig gezähnt und geeichelt,
Hütet die Sprache wie Fafner den goldenen Hort?
Hinzelmann ist dir der Bruder im Schloß Hudemühlen,
Er, der nur guttut, daß er der gemordete Knab,
Schamvoll verschweigt, muß die Häme der Schloßgäste fühlen,
Bis er den Drosten vertrimmt mit dem Haselnußstab.
Dir wird zumut, nun ein lutherisch Liedlein zu singen,
Ist man uns feindlich, so soll es, so muß es so gehn,
Wer sich erhob, sich dem bleiernen Bann zu entringen,
Der bleibt am Haff und der bleibt an der Weichsel nicht stehn.
Wer überwindet das Blei, das mit Schulden-Komplexen
Einpfercht die Seele, das Leben und Mut sie zerquetsch,
Und wer entsagt dem Gebräu der atlantischen Hexen,
Kommt nicht zu halt, nicht am Brenner und auch nicht am Etsch.
Bist du von Rasse, so fragt dich die listige Klage.
Da ist der Funkturm und dorten das Münster zu Ulm,
Stehn deine Sinne in Eintracht mit Seele und Sage,
Bist du als Adler gelandet auf sonnigem Kulm.


Das Gedicht „Deutsche Passion“
in einer Vertonung durch die Formation von Thronstahl:

Werke

Uwe Lammla - Deutsche Passion.jpg
  • Fliederblüten. Gedichte. Dornheim, Erfurt 1986. 3. Aufl. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-617-9
  • Weckruf und Mohn. Gedichte. Dornheim, Erfurt 1989. 3. Aufl. Engelsdorfer, Leipzig 2008, ISBN 3-86703-691-8
  • Der Seerosenritter. Gedichte. Botanicus, Zürich 1991. 2. Aufl. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-618-7
  • Der Weiße Falter. Gedichte. Botanicus, Zürich 1993. 2. Aufl. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-619-5
  • Traum von Atlantis. Gedichte. Arnshaugk, München 1995. 2. Aufl. Engelsdorfer, Leipzig 2008, ISBN 3-86703-692-6
  • Deutsche Passion. Gedichte. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-620-9
  • Das Jahr des Heils. Gedichte. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-551-2
  • Idäisches Licht. Gedichte und Bilder. Habelt, Bonn 2008, ISBN 3-7749-3582-3
  • Tannhäuserland. Gedichte. Engelsdorfer, Leipzig 2007, ISBN 3-86703-645-4
  • Engelke up de Muer. Gedichte. Engelsdorfer, Leipzig 2008, ISBN 3-86703-746-9
  • Waldeinsamkeit. Gedichte zu Schlesien und nach Bildern von Joachim Karsch. Engelsdorfer, Leipzig 2009, ISBN 3-86901-040-1
  • Laudine. Ein Minnespiel in drei Aufzügen. Engelsdorfer, Leipzig 2009, ISBN 3-86901-151-3
  • Anna Luise. Ein Trauerspiel. Engelsdorfer, Leipzig 2009, ISBN 3-86901-206-4
  • Punisches Lied. Tragödie. Engelsdorfer, Leipzig 2009, ISBN 3-86901-207-2
  • Erlkönig. Essays zur deutschen Dichtung und Religion. Arnshaugk, Neustadt an der Orla 2009, ISBN 3-926370-40-8

Verweise

Fußnoten

  1. Junge Freiheit 30/08, Seite 17
  2. Marco Reese: Geschichtspolitik: Der deutsche Sonderweg, Blaue Narzisse, 18. März 2009
  3. Quisqualis (lateinisch: „Was ist das?“) ist in zusammengeschriebener Form der Name eines indischen immergrünen Gewächses.
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