Westwall

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Pfeil 1 start metapedia.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Westwall (Auswahlseite) aufgeführt.
Die französischen Aggressionen und Annexionen im Laufe der Jahrhunderte:
Frankreichs Kerngebiet (schwarz) und die bis 1919 andauernde französische Expansion nach Osten bzw. in deutsches Gebiet (rot).

Der Westwall (bei den Alliierten auch unter dem Namen Siegfried-Linie bekannt) wurde als Erweiterung des Hindenburgwalls entlang der gesamten Westgrenze des Deutschen Reiches errichtet und sollte die ständigen französischen Überfälle auf Deutschland und dessen aggressives Streben nach dem deutschen Rhein ein für allemal unterbinden. Die Grenzsperren waren fast 650 Kilometer lang und verliefen von den Niederlanden bis zur Schweiz. Der Bau des Abwehrwalls begann unter der Bezeichnung Limes-Programm 1938. Der Westwall wurde in einer Rekordzeit von etwa 15 Monaten bis 1939 fertiggestellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Verteidigungsanlagen
Die Lage im Westen nach dem Versailler Diktat: Deutschland ist Wehrlos!

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden das deutsche Elsaß und Lothringen von Frankreich annektiert und somit auch die dort gelegenen deutschen Festungen. Im Diktat von Versailles wurden die deutschen Gebiete westlich des Rheins sowie ein Streifen von 50 Kilometern östlich davon zur entmilitarisierten Zone erklärt, und die modernen deutschen Festungen mußten zerstört werden, der Neubau von Festungsanlagen wurde verboten. Somit war Deutschland wehrlos.

Um Frankreich davon abzuhalten, erneut einen Weltkrieg zu beginnen und auch um das durch Frankreichs Griff ständig bedrohte deutsche Saarland zu schützen, wurde deshalb unter der Leitung von Fritz Todt durch die Organisation Todt dieses gigantische Abwehrbollwerk geschaffen. Denn selbst nach dem Ersten Weltkrieg schreckte Frankreich nicht vor einem erneuten Überfall auf Deutschland mit der Rheinlandbesetzung zurück.

Errichtet wurden insgesamt auch ca. 14.800 Bunker und 9.800 Werke. Diese Werke bestanden aus rund 5.800 Unterständen für Infanterie und Artillerie, 2.300 Kampfanlagen wie Scharten für Maschinengewehre und Geschützstände zur Panzerabwehr sowie etwa 1.700 Beobachter-, Gefechts-, Sanitäts-, Munitions- und Versorgungsständen. Dazu kam auf ganzer Länge eine Sperre aus Betonhöckern, die für Panzer unüberwindbar war.

Nachdem Frankreich Deutschland am 3. September 1939 den Krieg erklärt und somit gemeinsam mit England wiederholt einen Weltkrieg gegen Deutschland entfesselt hatte, war es dem Westwall zu verdanken, daß das Reich während des Polenfeldzuges im Westen ein sicheres Bollwerk gegen den französischen Aggressor besaß.

Zum Bau des Westwalls

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Als sich Deutschland Zug um Zug von den Ketten des Versailler Diktats befreite, wurde von mal zu mal bei den Westmächten der Ruf nach dem Präventivkrieg gegen das Reich stärker. General Weygand war einer seiner eifrigsten Vertreter. Da entschloß sich Deutschland im Mai 1938, durch den Bau des Westwalls der unablässigen Bedrohung ein Ende zu setzen.

In wenigen Monaten wurde unter dem gesamten Einsatz des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft von der Schweizer Grenze bis hinauf nach Aachen eine tiefgestaffelte Abwehrzone aus Beton und Stahl errichtet. Nur einem straff geführten Staat, der über den geballten Einsatz aller Kräfte verfügen konnte, war es möglich, das Werk so schnell zu vollenden, daß es bereits intakt war, als sich der denkbare Gegner zu Gegenmaßnahmen entschließen konnte.

Der Bau des Westwalls wird als eine Leistung höchster Organisationskunst, entschlossener Tatbereitschaft und einer völlig neue Wege, gehenden Festungsbaukunst, die gleichsam aus dem Nichts entstand, für alle Zeiten denkwürdig bleiben. Bei der Verwirklichung des Baues Großdeutschlands hat der Westwall seine Schutzaufgabe in vollendetem Maße erfüllt. Ohne ihn wären die Heimführung der Sudetendeutschen, die Beseitigung der tschechischen Bedrohung durch die Bildung des Protektorats und schließlich der Blitzsieg über Polen nicht denkbar gewesen. Und nicht zuletzt hat der Westwall vom Abschluß des Polenkrieges bis zur großen Offensive am 10. Mai 1940 dem Reich die Möglichkeit gegeben, seine Wehrkraft ungestört durch eine feindliche Offensive zu vervollkommnen.

Die Westmächte wagten nicht, die deutsche Verteidigungsstellung anzugreifen, denn sie ist unüberwindlich. Der Westwall bildet eine tiefgegliederte Verteidigungszone von kleinen, mittleren und großen Panzerwerken, Feldabwehrstellungen, Tankfallen, Wassergräben und Überschwemmungsgebieten, die untereinander in einem Verhältnis stehen, die wechselseitige Ergänzung und einen totalen Feuerschutz durch Waffen aller Kaliber ermöglichen.

Hinter dem Westwall wurde zudem in tiefer Gliederung und aufs stärkste bestückt die Luftverteidigungszone West eingerichtet und damit auch jede Möglichkeit einer vertikalen Überflügelung des Festungsbauwerkes und jeder Einfall einer feindlichen Luftwaffe auf Reichsgebiet ausgeschaltet. Als mit Kriegsbeginn die Bestrebungen der Westmächte, unter Zerreißung der belgischen und niederländischen Neutralität offensiv gegen das Reich zu werden, deutlich wurden, wurde der Westwall in gleicher Stärke bis zur Küste hinauf verlängert. Damit war das Reich von der Schweizer Grenze bis an die Nordsee gegen jeden Einfall von Westen her aufs stärkste gesichert.

Das gigantische Festungswerk hat Deutschland Ströme von Blut erspart und den Besitz der unversehrten Heimat gesichert. Die Ausgangsstellung, die Foch und Clemenceau durch die Rheinlandbesetzung erreichen wollten, war ins Gegenteil umgewandelt.

Quelle: Giselher Wirsing (Hrsg.): Der Krieg 1939/41 in Karten, 1942, S. 17: Der Westwall, Nachdruck im Melchior-Verlag, 2008, ISBN 978-3-939791-52-2

Buchseiten

Deutsche Soldaten in einem Kampfwerk während des „Sitzkrieges
Theodor Kühne - Der Westwall.jpg

Einige Seiten aus dem Buch Der Westwall, unbezwingbare Abwehrzone von Stahl und Beton an Deutschlands Westgrenze:

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Filmbeiträge

Siehe auch

Literatur

  • Hauptmann Theodor Kühne: Der Westwall, unbezwingbare Abwehrzone von Stahl und Beton an Deutschlands Westgrenze, J.F. Lehmanns Verlag München-Berlin 1939
  • Werner Flack: Wir bauen am Westwall, Stalling-Verlag 1940
  • Bernhard Woischnik: Der Westwall, Reichspropagandaleitung d. NSDAP, 1939
  • Joseph Pöchlinger: Das Buch vom Westwall, Elsner-Verlag 1940
  • Rolf Werbelow: Am Westwall wacht die Ehre, ein Kriegstagebuch Saarpfälzischer Dichter, 1941
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