Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

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Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern ist ein Schwank von Johann Wolfgang Goethe. Die erste Fassung entstand 1773, die zweite 1778. Das Stück wurde am 20. Oktober 1778 auf Schloss Ettersburg uraufgeführt. Goethe selbst spielte den Marktschreier, den Haman und den Mardochai. 1789 lag die zweite Fassung gedruckt vor.

In dem Stück äußert Haman gegenüber Ahasverus:

Du kennst das Volk, das man die Juden nennt, das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt. Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehren und sich nach seiner Art in deinem Land zu nähren. ...sie haben einen Glauben, der sie berechtigt, die Fremden zu berauben, und der Verwegenheit stehn deine Völker bloß... Der Jude liebt das Geld und fürchtet die Gefahr. Er weiß mit leichter Müh' und ohne viel zu wagen, durch Handel und durch Zins Geld aus dem Land zu tragen... Auch finden sie durch Geld den Schlüssel aller Herzen, und kein Geheimnis ist vor ihnen wohl verwahrt, mit jedem handeln sie nach seiner eignen Art. Sie wissen jedermann durch Borg und Tausch zufassen; der kommt nicht los, der sich nur einmal eingelassen... Es ist ein jeglicher in deinem ganzen Land auf ein und andere Art mit Israel verwandt, und dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen: So lang die Ordnung steht, so lang hat's nichts zu hoffen... " [1]

Literatur

Max Herrmann: Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, Entstehungs- und Bühnengeschichte, nebst einer kritischen Ausgabe des Spiels und ungedruckten Versen Goethes sowie Bildern und Notenbeilagen (1900) (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Höfelbernd, Juni 2007: Die andere Welt - Zitat Seite 442
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