Smith, Adam
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Adam Smith, geboren in Schottland, lebte von 1723-1790. Er schuf eine neue Wissenschaft, die Nationalökonomie. Smith studierte an der Universität von Glasgow die Fächer Latein, Griechisch, Moralphilosophie, Mathematik und Naturphilosophie.
Ende 1750 nahm er den Lehrstuhl für Logik an der Universität von Glasgow an. Nach kurzer Zeit wurde er jedoch an dieser Universität Professor für Moralphilosophie. Im Jahre 1759 erschien das Buch „Theory of Moral Sentiments“ (Theorie der ethischen Gefühle). In diesem Buch beschreibt er unter anderem die Sympathie als Grundvoraussetzung für das notwendige menschliche Zusammenleben. Dieses Buch verschaffte Smith in kurzer Zeit ein großes Ansehen auch in Kontinentaleuropa.
Im Jahre 1764 begab sich Smith auf eine zwei Jahre andauernde Auslandsreise. Den größten Teil der Zeit davon verbrachte er in Frankreich. Sein 1776 erschienenes Buch „Wohlstand der Nationen“ ist als sein wichtigstes Werk zu nennen. Es definiert die Grundzüge einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Diesem Buch wird eine ähnliche Wirkung zugesprochen, wie der Bibel und dem „Kapital“. „Getragen wird das Buch von der Idee, Volk und Herrscher reicher zu machen. In seinem Mittelpunkt steht die Markt- und Preistheorie, die bis heute das Kernstück der Lehre von der Marktwirtschaft geblieben ist.“ Im Februar 1778 übernahm Smith das Amt eines Zollkommissars in Schottland und zog nach Edinburgh. Smith war ein erklärter Gegner der These des Merkantilismus die besagt, daß der Reichtum einer Nation allein im Besitz von Edelmetall liegen soll. Seiner Ansicht nach liegt der Wohlstand einer Nation in Verbrauchsgütern, die auf Grund der Erwerbstätigkeit jährlich reproduziert werden. Wirtschaft entfaltet sich dann am besten, wenn man sie sich selbst überläßt (Selbstregulierung des Marktes). Wobei das Streben nach persönlichem Wohlstand als Motor dieser Entwicklung anzusehen ist. Diese Zusammenhänge wurden von Smith in seinen Werken logisch begründet.
Das Wirtschaftssystem nach Adam Smith besteht aus vier Haupterkenntnissen:
- Alle Marktakteure handeln individuell gewinnmaximierend
- Angebot und Nachfrage regeln den Preis → Wettbewerbsprinzip (Regulierung der Produktion)
- Der Markt wirkt „wie durch eine unsichtbare Hand“ als sozialverträglich regulierend
- Der Staat wirkt nur indirekt am Markt, indem er für die Bereitstellung der öffentlichen Güter zuständig ist und die Rahmenbedingungen und Rechtsordnung schafft
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