Mooyman, Gerardes

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Gerardes Mooyman, erster Ritterkreuzträger der Germanischen SS

Gerardes Mooyman (ndl: Gerardus Leonardus Mooyman) (Lebensrune.png 23. September 1923 in Apeldoorn, Niederlande; Todesrune.png 21. Juni 1987 bei Anloo)[1] war ein niederdeutscher Offizier und ausländischer Freiwilliger der Waffen-SS, zuletzt SS-Untersturmführer, Panzerjäger und Ritterkreuzträger im Mannschaftsstand im Zweiten Weltkrieg.

Leben

Mooyman in SS-Tarn

Jugend

Gerardes Mooyman wurde am 23. September 1923 als Sohn eines Kaufmannes im niederländischen Apeldoorn geboren. Er erlernte zunächst das Schlosserhandwerk, bevor er Apothekergehilfe wurde.

Zweiter Weltkrieg

Gerardes Mooyman meldete sich im April 1941[2] als Freiwilliger zur Waffen-SS und kam zur SS-Freiwilligen-Standarte „Nordwest“, welche über die 4. SS-Freiwilligen-Brigade „Nederland“ in die 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nederland“ eingebunden war.[3]

Im Januar 1943 erfaßte eine feindliche Offensive die deutsche Heeresgruppe Nord, wodurch die Landverbindung nach Leningrad wieder hergestellt wurde. Eine erneute Offensive aus dem Raum Leningrad und Wolchow im Februar 1943 hatte die Einkesselung der deutschen Divisionen zum Ziel. Diese Angriffe trafen auch die SS-Freiwilligen-Legion „Nederland“, deren niederländische Soldaten entschlossen dem Gegner standhielten.

Inmitten dieser Kämpfe stand der 19jährige Richtschütze einer schweren Panzerabwehrkanone, Gerardes Mooyman, der durch den Abschuß von vier gegnerischen T-34-Panzern die feindlichen Angriffe in seinem Frontabschnitt vorläufig zum Erliegen brachte.

Dort gelang es ihm, während eines russischen Großangriffs am 13. Februar 1943 sieben feindliche Panzer abzuschießen. Als sein Geschützführer fiel, übernahm Mooyman das Geschütz und schoß weitere sechs feindliche Panzer ab. Der russische Angriff konnte so abgeschlagen werden. Als erstem nicht reichsdeutschem Soldaten wurde ihm hierfür am 20. Februar 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Straßen und Plätze wurden mit seinem Namen bedacht, und er wurde der niederdeutschen Jugend als Vorbild vor Augen geführt.

Im Sommer 1943 wurde Mooyman in der SS-Unterführerschule Radolfzell zum SS-Unterführer ausgebildet und beendete den Kurs im Rang eines SS-Scharführers. Ende August erfolgte seine Kommandierung an die SS-Junkerschule Bad Tölz, in der er SS-Junker des 11. Kriegsjunkerlehrgangs wurde. Als SS-Standartenoberjunker kehrte er im Frühling 1944 an die Kriegsfront bei Narwa zurück, am 21. Juni 1944 wurde er zum SS-Untersturmführer befördert.

Nachkriegszeit

Nach Beendigung der Kampfhandlungen verbrachte Mooyman aufgrund seiner Mitgliedschaft in der SS fünf Jahre in einem niederländischen Gefängnis. Nach seiner Freilassung verdiente er sich als Maler in Groningen seinen Lebensunterhalt.

Keine Ehre, da keine Treue

Nach erfolgter Gehirnwäsche verabscheute er in einem Gespräch mit Journalisten der Zeitschrift „Revu“ im Jahre 1967 die angeblichen „Kriegsgreuel“ der „Nazis“ und bekannte sich selbst mitschuldig. Sein Ritterkreuz übergab er infolge seiner Umerziehung einem Sammler.

Tod

Gerardes Mooyman kam am 21. Juni 1987 bei einem Autounfall ums Leben.

Familie

Mooyman war verheiratet und hatte eine Tochter.

Bildergalerie

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Literatur

  • Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939–1945, Podzun-Pallas Verlag, Friedburg 2000, ISBN 3-7909-0284-5

Fußnoten

  1. Untersturmführer Mooyman, GerardesDas-Ritterkreuz.de
  2. Anzunehmen ist am 26. April 1941, gleichzeitig mit Caspar Sporck und Derk-Elsko Bruins.
  3. Am 23. Oktober 1943 wurde die SS-Freiwilligen-Standarte „Nederland“ das 1. Regiment der 4. SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade „Nederland“. Diese Brigade bildete am 10. Februar 1945 den Grundstock für die 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nederland“, die in Pommern vernichtet wurde.