Maser, Werner

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Werner Maser (1922–2007)

Werner Maser (Lebensrune.png 12. Juli 1922 in Paradeningken, Ostpreußen; Todesrune.png 5. April 2007 in Speyer, Rheinland-Pfalz) war ein deutscher Wissenschaftsbeamter im BRD-Hochschulbetrieb (NS-Historiker) und Publizist.

Profil

Als Lehrbeauftragter im BRD-Hochschulbetrieb verfaßte und verbreitete Maser „koschere“ Beschuldigungsliteratur gegen das Dritte Reich und seine Führungspersonen, seiner Präferenz entsprechend aus christlich-konservativem Geist. Ganze Passagen seiner Werke zeigen große Nachlässigkeit hinsichtlich Tatsachentreue. So etwa sein Werk „Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin“. In diesem aufgeblähten Buch, das wesentliche Lügen über Hitler nicht einmal zur Sprache bringt, macht der vermeintliche Wissenschaftler den Gegenstand seiner Veröffentlichung – Adolf Hitler – durchweg verächtlich und verunglimpft ihn. Zwanglos übernimmt er beispielsweise das von Bryan Mark Rigg (Jude) Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebrachte sensationelle Märchen von „Juden in der Wehrmacht“, und behauptet lapidar, Hitler sei es recht gewesen, daß Juden in der Truppe dienten.[1] (Ausführliche Widerlegung → Quelle / Juden in der Wehrmacht) Hier bewies Maser einmal mehr, daß er den herrschenden Erzählungen folgte und sie zu verstärken suchte.

„Der Wortbruch“

In seinem Buch „Der Wortbruch“ (1994), das die Verhältnisse und Entwicklungen zwischen Deutschland und der UdSSR vom Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt bis zum Rußlandfeldzug am 22. Juni 1941 behandelt, vertritt Maser die These, daß sowohl Hitler als auch Stalin Krieg gegen den jeweils anderen planten und Hitler dabei Stalin lediglich zuvorkam:

„Daß Stalin nicht nur einmal einen Krieg gegen Hitler führen wollte, ist zweifelsfrei belegbar. Nachgewiesen werden kann aber auch, daß er die sowjetischen Vorbereitungen für den Krieg gegen Deutschland zumindest seit Ende Dezember 1940 als notwendige Maßnahme zur Auslösung eines Präventivkrieges bezeichnen konnte, wie es auf deutscher Seite 1941 ebenfalls eindeutig der Fall war.“[2]

Mit dieser These gelang es ihm, ein gewisses Alleinstellungsmerkmal im NS-Historikermilieu zu erreichen. Die tatsächliche Forscherarbeit zu diesem Thema leisteten andere.

Werke (Auswahl)

  • Die Frühgeschichte der NSDAP. Hitlers Weg bis 1924, Athenäum, Bonn 1965
  • Der Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP, Ullstein, Frankfurt am Main 1981
  • Nürnberg. Tribunal der Sieger, Econ, Düsseldorf 1982; Edition Antaios, Schnellroda 2005
  • Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin, Olzog, München o. J. [2004]
  • Der Wortbruch. Hitler, Stalin und der Zweite Weltkrieg, Pour le Mérite Verlag, Selent 2007
  • Reichspräsident Friedrich Ebert. Sozialdemokrat und Patriot. Eine politische Biographie, Druffel & Vowinckel, Inning a. Ammersee 2007
  • Genossen beten nicht – Kirchenkampf des Kommunismus, Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1963
  • Als Herausgeber: Wilhelm Keitel. Mein Leben – Pflichterfüllung bis zum Untergang. Hitlers Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht in Selbstzeugnissen, edition q im Quintessenz Verlag, Berlin 1998

Literatur über Maser

Fußnoten

  1. Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin (2004), S. 373
  2. Werner Maser: Der Wortbruch. Hitler, Stalin und der Zweite Weltkrieg. Olzog, München 1994