Chaos Computer Club e.V.

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Chaos Computer Club)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der „Chaosknoten“, das Emblem des CCC

Der Chaos Computer Club e.V. (CCC) ist ein am 12. September 1981 von Sicherheitsspezialisten („Hackern“) in den Redaktionsräumen der neomarxistischen Tageszeitung taz in Berlin gegründeter Verein, der sich für Informationsfreiheit und Datenschutz einsetzt, aber auch zum Austausch und der Untersuchung von technischen Entwicklungen und deren Einfluß auf die Gesellschaft sowie einzelnen Lebewesen erdacht wurde.

Im Laufe der Zeit hat sich der Chaos Computer Club zu einer maßgebenden Nichtregierungsorganisation (NGO) in allen Fragen der Computersicherheit entwickelt und behandelt ein breites Spektrum unterschiedlichster Themen[1]. Er hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 5500 zahlende Mitglieder.[2]

Selbstbeschreibung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Der Chaos Computer Club e.V. (CCC) ist die größte europäische Hackervereinigung und seit über dreißig Jahren Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Die Aktivitäten des Clubs reichen von technischer Forschung und Erkundung am Rande des Technologieuniversums über Kampagnen[3], Veranstaltungen[4], Politikberatung, Pressemitteilungen[5] und Publikationen bis zum Betrieb von Anonymisierungsdiensten und Kommunikationsmitteln. Der Club besteht aus einer Reihe dezentraler lokaler Vereine und Gruppen[6]. Diese organisieren regelmäßige Veranstaltungen[7] und Treffen in vielen Städten des deutschsprachigen Raums. Der CCC vermittelt seine Anliegen über vielfältige Publikationswege[8] und sucht stets das Gespräch mit technisch und sozial Interessierten und Gleichgesinnten. Außerdem fordert und fördert er den Spaß am Gerät und lebt damit die Grundsätze der Hackerethik[9].


Hackerethik

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Die ethischen Grundsätze des Hackens – Motivation und Grenzen:

  • Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.
  • Alle Informationen müssen frei sein.
  • Mißtraue Autoritäten – fördere Dezentralisierung.
  • Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung.
  • Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
  • Computer können dein Leben zum Besseren verändern.
  • Mülle nicht in den Daten anderer Leute.
  • Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.

Die Hackerethik ist nur bedingt einheitlich definiert. Es gibt eine ursprüngliche Version aus dem Buch "Hackers" von Steven Levy (ISBN 0-440-13405-6). Unstrittig ist insofern, daß die ursprüngliche Version aus dem MIT-Eisenbahnerclub (Tech Model Railroad Club) kommt und demnach aus einer Zeit stammt, in der sich verhältnismäßig viele Leute wenige Computer teilen mußten und entsprechende Überlegungen zum Umgang miteinander und der Materie sinnvoll waren.

Die letzten beiden Punkte sind Ergänzungen des CCC aus den 1980er Jahren. Nachdem einige mehr oder weniger Durchgeknallte aus der Hackerszene bzw. aus dem Umfeld auf die Idee kamen, ihr "Hack-Knowhow" dem KGB anzubieten, gab es heftige Diskussionen, weil Geheimdienste konträr zur Förderung freier Information stehen. Aber auch Eingriffe in die Systeme fremder Betreiber wurden zunehmend als kontraproduktiv erkannt.

Um den Schutz der Privatsphäre des Einzelnen mit der Förderung von Informationsfreiheit für Informationen, welche die Öffentlichkeit betreffen, zu verbinden, wurde schließlich der bislang letzte Punkt angefügt.

Die Hackerethik befindet sich – genauso wie die übrige Welt – insofern in ständiger Weiterentwicklung und Diskussion. Dabei dürfen natürlich alle mitdenken, die sich grundsätzlich mit dieser Hackerethik anfreunden können. Bis dahin stehen die o. g. Regeln als Diskussionsgrundlage und Orientierung.


Filmgalerie

Hacker, Freaks und Funktionäre – Der CCC

Verweise

Fußnoten

<references>

  1. Themenkomplexe, Chaos Computer Club
  2. Eigendarstellung und Hintergrundinformationen, Chaos Computer Club
  3. Kampagnen, Chaos Computer Club
  4. Veranstaltungen, Chaos Computer Club
  5. Pressemitteilungen, Chaos Computer Club
  6. Regionale Gruppen, Chaos Computer Club
  7. Veranstaltungen, Chaos Computer Club
  8. Publikationen, Chaos Computer Club
  9. Die ethischen Grundsätze des Hackens – Motivation und Grenzen, Chaos Computer Club