Der dritte Tag

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Der dritte Tag ist ein Gedicht von Gerd Honsik.

Text

Von meiner Auslieferungshaft
1)
Nach SOTO EL REAL zu den Verbannten
wurd ich in Ketten aus Madrid gebracht
wo Immigranten mich sogleich erkannten
und wütend als „Rassisten“ mich verdammten.
Aus Lüge ward ein Feuerchen entfacht.
2)
War jäh umringt von geifernden Mulatten,
mit Tod mir drohend, hitzig, ohne Maß,
die Zeitungen in ihren Fäusten halten
mit meinem Bild und neugierig wie Ratten
mich nun umlauerten mit blankem Haß.
3)
Stets ist der bösen Tat vorausgeschritten
maskiert als Vorhut eine Lüge schon.
Und eine Zweite stets folgt ihren Tritten
um hinterher die Spuren zu verschütten
und zu verdunkeln wie ein Schatten treu.
4)
Ich, alt, allein und ohne Freund und Waffen,
bereit zum Kampfe stand ich im Gewühl!
Könnte ein Kopfstoß mir Befreiung schaffen?
Ich sann auf Mittel, sah die Menge gaffen,
zu Hieb und Stich lockte ein Besenstiel.
5)
Da trat das Rettende mir jäh zur Seite!
Der Jude Ray, ein Neger aus Den Haag,
ein Räuber aus Madrid, bereit zum Streite!
„Schlagt ihn nicht tot! Laßt ihn doch leben, Leute!“
So wandte sich das Blatt mit einem Schlag.
6)
Hier galt es nicht: „Da Linke, dort die Rechten!“
Von allen Rassen zählten nur die zwei:
Die Guten standen auf wider die Schlechte
Um für oder gegen mich zu fechten!
Den Rücken hielt mir Hadschi Hassan frei!
7)
Nun fliege, Botschaft, auf die große Reise,
den Freundes Gunst zählte als Probe nicht!
Was hier vor Fremden ich und Räubern preise
Und was hier standhält und als echt sich weise,
das ist vom rechten Maße und Gewicht!
8)
Wer ich denn sei? Wonach ich strebte, suchte?
Frei flammt die Rede, wie ein blitzend Schwert.
Was soll der „Herrenmensch“, der Gottverfluchte
und jenes Reich des Bösen, das Verruchte?
„Die Rassen alle“ sagt ich „sind von Wert.“
9)
Als Schurken pflegten immer anzuklagen
die Wechsler den, der Zins und Geld gebannt
und ihnen Kampf hat offen angetragen!
Den haben stets sie noch ans Kreuz geschlagen,
denn ungestraft hat keiner sie erkannt.
10)
Für Selbstbestimmung, Herkunft, Muttersprache
trat ich nun an! „Die Formel für die Welt
heißt: Tod dem Zins! Er ist der böse Drache!
Fluch den Parteien! Vaterland, erwache!
Und alle Macht dem Volk über das Geld!
11)
Ich sprach und sah sich Wogen mählich glätten
der Haß erlosch, verflogen aller Streit!
Ich sprach von Deutschland und vom Traum
zu retten – die Welt von Zinsenschuld und deren
Ketten durch eine Formel der Gerechtigkeit.
12)
Sprichst unter Freunden Du in Deutschlands Namen
das zählt wie Freibrief, wie ein Ritterschlag.
Der Kampf der Väter säte diesen Samen,
wir ernten nur, die wir erst später kamen.
So hielt ich Stand auch diesen dritten Tag.
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