Oken, Lorenz

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Lorenz Oken(-fuß) (* 2. August 1779 in Bohlsbach bei Offenburg; † 11. August 1851 in Zürich) war ein deutscher Universalgelehrter, der mit der Isis von Oken die erste fachübergreifende Zeitschrift im deutschsprachigen Raum herausgab. Okens Forschungen erstreckten sich über alle Bereiche der Natur und waren mit zahlreichen neuen Beobachtungen in der Anatomie, Physiologie und Zoologie verbunden, galten aber vor allem der Naturphilosophie.

Leben

Der Bauernsohn studierte in Freiburg Medizin und wechselte später nach Göttingen, um sich dort 1805 zu habilitieren. 1807 wurde er als außerordentlicher Professor für Medizin nach Jena berufen. Nachdem er seine Vorliebe für die Philosophie und die Naturwissenschaften entdeckt hatte, veröffentlichte er in den folgenden Jahren eine ganze Reihe naturphilosophischer und naturgeschichtlicher Arbeiten. 1805 habilitierte sich Oken nach kurzem Studienaufenthalt in Würzburg, wo er bei Ignaz Döllinger physiologische und bei Schelling philosophische Vorlesungen besuchte, an der Göttinger Universität. In diese Zeit fallen seine Studien zur Entwicklung des Darms beim Hühnerembryo. 1807 kam er durch Fürsprache Goethes zur Berufung als außerordentlicher Professor der Medizin nach Jena. 1816 gab Oken auch erstmals die Zeitschrift „Isis“ heraus, die bis 1848 erschien. Oken wollte die Zeitschrift als Forum für alle Wissenschaften (mit Ausnahme der Theologie und Jurisprudenz) etablieren. Auf Grund einer Rede auf dem Wartburgfest am 18. Oktober 1817 kam es zum Konflikt mit dem Staat Weimar und er wurde inhaftiert. Die Zeitschrift „Isis“ wurde in Jena verboten und 1819 kam es zur Entlassung Okens aus dem Lehramt. 1822 gründete er die noch heute aktive Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Anschließend lebte Oken als Privatmann und Herausgeber seiner nach Leipzig verlegten Zeitschrift in München. 1827 wurde er zum ordentlichen Professor für Physiologie an die Universität in München berufen. Diese Stelle gab er jedoch 1832 auf, um ein Jahr darauf die Stelle als ordentlicher Professor der Naturgeschichte, Naturphilosophie und Physiologie an der neugegründeten Universität in Zürich anzunehmen.

Okens Hauptwerk ist die dreizehnbändige „Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände“.


Kurze Biographie:[1]

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Werke (Auswahl)

Abbildungen zu Okens Naturgeschichte.jpg

Literatur

  • „Lorenz Oken. Eine biographische Skizze; Gedächtnißrede zu dessen hundertjähriger Geburtstagsfeier; durch erläuternde Zusätze und Mittheilungen aus Oken's Briefwechsel vermehrt; mit dem Portrait Oken's und einem Facsimile der Nr. 195 des 1. Bandes der Isis / gesprochen ... zu Baden-Baden am 20. September 1879 von Alexander Ecker“ (PDF-Datei)
  • Karl Güttler: „Lorenz Oken und sein Verhältniss zur modernen Entwickelungslehre“ (1884) (PDF-Datei)

Verweise

Fußnoten

  1. H.L. Stiehler: „Zum Feierabende. Blumen- und Fruchtstücke für die reifere Jugend“, 1856, S. 121ff. (PDF-Datei)