Rosenkreuzer

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Rosenkreuzer nennt man die Mitglieder einer diskreten, mystischen Gesellschaft (mitunter auch als Orden bezeichnet), deren Anfänge im 17. Jahrhundert liegen. Der evangelische Theologe, Schriftsteller und Mathematiker Johann Valentin Andreae (1586–1654), ein Vorfahre von Fritz Andreae, hatte im 17. Jahrhundert den Rosenkreuzer-Orden gegründet.[1] Er war Hauslehrer in Adelsfamilien sowie Hofmeister in Rappenau und langjährig Pfarrer in Vaihingen an der Enz. Mit seiner Frau, die ihn überlebte, hatte er neun gemeinsame Kinder.

Religionsgeschichtlich handelt es sich bei den Rosenkreuzern um die deutsche Ausprägung der antiken hermetischen Tradition (→ Hermetik) mit bildungsreformerischen und sittlich-utopischen Beigaben. Trotz der klar protestantischen Ausrichtung von Andrae, kennzeichnet seine spirituelle Neugründung ein synkretistisches Verschmelzen von mystischen, kabbalistischen und wissenschaftsoptimistischen (= szientistischen) Impulsen.

Literatur

  • Clemens Zerling: Die Rosenkreuzer. Geschichte einer Idee zwischen Mythos und Wirklichkeit, Verlag für Sammler (im Stocker-Verlag), Graz 2009, ISBN 978-3-85365-232-9 [aufwendig gestalteter Bildband mit lexikalischem Anspruch]
  • Marco Frenschkowski: Die Geheimbünde. Eine kulturgeschichtliche Analyse. Marix Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-926-7, S.106ff.
  • Caroline Klima: Das Große Handbuch der Geheimgesellschaften. Freumaurer, Illuminaten und andere Bünde. Bei tosa im Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2007, ISBN 978-3-85003-096-0, S. 93-110
  • German Nording: Geheimnisse vom Rosenkreuz (1939, 42 S., Scan-Text, Fraktur).pdf
  • Robert Anton Wilson: Das Lexikon der Verschwörungstheorien. Verschwörungen, Intrigen, Geheimbünde. Aus dem Amerikanischen von Gerhard Seyfried. Herausgegeben und bearbeitet von Mathias Bröckers. Piper Verlag, München 2004, ISBN 3-492-24024-0 [Amerikanische Originalausgabe: Everything is under Control. Conspiracies, Cults, and Cover-ups. HarperCollins Publishers, San Francisco 1998], S. 325-327
  • Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5, S. 532–536

Fußnoten

  1. David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9