Stein-Hardenbergsche Reformen

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Die Stein-Hardenbergschen Reformen (auch Preußische Reformen) zwischen 1807 und 1814, benannt nach Karl Freiherr vom Stein und Karl August Fürst von Hardenberg als Hauptverantwortliche, waren eine Reaktion auf die Niederlage Preußens gegen den französischen Aggressor in der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahre 1806.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Reformen sollten in Verwaltung, Landwirtschaft, Schulwesen und Militär Preußen nach dem Zusammenbruch und den nachfolgenden Schmachfrieden von Tilsit wieder in den Kreis der Großmächte zurückführen. Preußen verlor auf Grund der französischen Aggression etwa die Hälfte seiner Fläche und hörte damit faktisch auf zu bestehen. Ein ähnlicher Zustand herrscht wiederum seit 1945. Auch Friedrich Wilhelm III. ging zwar davon aus, daß Preußen nur bei grundlegenden Reformen in Staat und Gesellschaft weiterbestehen könne, begleitete allerdings die Reformen seinem Naturell gemäß nur zögerlich und wankelmütig.

Unmittelbar bildeten die Reformen die Voraussetzungen für die Modernisierung des preußischen Staates und die spätere Erhebung der Deutschen in den Befreiungskriegen. Mit der rechtlichen Kodifizierung des Verhältnisses von Volk und Staat schufen die Stein–Hardenberg'schen Reformen die Basis für die Herausformung des Staatsbürgers.

Die Reformen waren ein voller Erfolg und katapultierten Preußen innerhalb weniger Jahrzehnte an die führende Stelle des zukünftigen neuen Reiches, Nachfolger des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Als ausgesprochen verhängnisvoll sollte sich jedoch das Preußische Judenedikt von 1812 zur Judenemanzipation erweisen, das, zwar gut gemeint, letztlich zum Zusammenbruch Gesamtdeutschlands rund 100 Jahre später im Jahre 1918 entscheidend beitrug. Spätestens jedoch mit den jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland stellte sich diese Strategie als schwerer Fehler heraus.

Die Reformen

Namentlich umfaßten sie die:

  • Neuordnung der Verwaltung
  • Einrichtung von Fachministerien
  • Städteordnung und Kommunalverfassung
  • Freiheit der Person und des Besitzes (Bauernbefreiung, Judenemanzipation)
  • Gleichheit vor dem Gesetz (Aufhebung des Zunftzwanges)
  • Heeresreform
  • Bildungsreform

Siehe auch

Literatur

  • Hugo Preuss: Die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Stein-Hardenbergschen Reform, Berlin 1908 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Hermann Freymark: Die Reform der preussischen Handels- und Zollpolitik von 1800-1821 und ihre Bedeutung (1897) (PDF-Datei)
  • Ernst von Meier: Die Reform der Verwaltungs-organisation unter Stein und Hardenberg (1881) (PDF-Datei)
  • Die preußische Heeres-Reform unter Benutzung officieller Quellen, Berlin 1867 (PDF-Datei)
  • Carl Dieterici: Zur Geschichte der Steuer-Reform in Preussen von 1810 bis 1820, Archiv-Studien (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Fritz August Hoenig: Die Scharnhorst'sche Heeresreform und die Sozialdemokratie, 1894 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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